23.12.2015 | Kategorie: Wir über uns , 2015 , Leichtathletik

Prof. Dr. Gerhard Treutlein feiert 75. Geburtstag

Unermüdlich, unerschrocken und engagiert – drei Eigenschaften, die Prof. Dr. Gerhard Treutlein, adh-Ehrenmitglied und Anti-Doping-Kämpfer, zutreffend beschreiben. Heute begeht der 75-Jährige seinen Ehrentag.

Es sind Zeiten wie diese, die zeigen, wie wertvoll Prof. Dr. Gerhard Treutlein für den deutschen Sport ist. Der Leiter des Zentrums für Dopingprävention der Pädagogischen Hochschule in Heidelberg ist einer der wichtigsten Kämpfer gegen den Einsatz von leistungssteigernden Mitteln im Sport. Seit über 40 Jahren setzt sich Treutlein in seiner akademischen und ehrenamtlichen Karriere für die Prävention von und den Kampf gegen Doping im Sport ein. Nach seinem Studium der Sportpädagogik, Sportgeschichte und Sportsoziologie mit anschließender Promotion an der Pädagogischen Hochschule (PH) Heidelberg und der Universität Nantes war er bis zu seiner Emeritierung Professor für Sportpädagogik an der PH Heidelberg auf. 

Unzählige Publikationen und seine präventiv-pädagogischen Ansätze führten zu einer differenzierten Wahrnehmung des Konsums von leistungssteigernden Mitteln in der Gesellschaft. Mit viel Engagement bringt sich Treutlein zudem in die Arbeit zur Prävention von Doping bei Jugendlichen insbesondere in der Zusammenarbeit mit der Deutschen Sportjugend e.V. und dem Manfred-Donike-Institut e.V. ein. So unterstützte er beispielsweise den Aufbau des Arbeitsbereichs Dopingprävention in der Deutschen Sportjugend.

Seit März 2011 ist Treutlein zudem Mitglied der Evaluierungskommission „Freiburger Sportmedizin“, die vor dem Hintergrund der Doping-Thematik die Arbeit der Abteilung Sportmedizin des Universitätsklinkums Freiburg seit 1970 untersucht.

Treutlein, ein adh-Urgestein

Auch im adh hinterließ der Jubilar seine Prägung. Von 1972 bis 2007 war er Disziplinchef Leichtathletik im Verband. In dieser Funktion galt seine Verantwortung der Beschickung und Betreuung der Deutschen Studierenden-Nationalmannschaft. Gleich 17 mal begleitete er die Athletinnen und Athleten zu Sommer-Universiaden sowie zu zahlreichen Studierenden-Weltmeisterschaften im Crosslauf. Hierbei nutzte er seine Vorerfahrungen, die er als Trainer von Jugendlichen bis hin zu Olympiateilnehmenden gesammelt hat.