06.01.2005 | Kategorie: Archiv

Bericht: Fortbildung für Schneesportlehrerinnen und -lehrer im Pitztal

In der Zeit vom 08. bis 12. Dezember 2004 fand im Pitztal, Österreich, eine Fortbildungsmaßnahme für Schneesportlehrer/innen statt.

In der Zeit vom 08. bis 12. Dezember 2004 fand im Pitztal, Österreich die Fortbildungsmaßnahme für Schneesportlehrer/innen unter der Leitung von Bernhard Maag (TU Clausthal) und Arne Göring (Uni Göttingen) statt. Trotz überregionaler Ausschreibung beschränkte sich das Teilnehmerfeld auf Studentinnen und Studenten der ausrichtenden Hochschulsporteinrichtungen. Vorort erwarteten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer nahezu traumhafte Bedingungen. Durch die Nähe zu dem Pitztaler Gletscher war ohne großen Zeitaufwand ein Skigebiet zu erreichen, welches für die Jahreszeit gute bis sehr gute Schneebedingungen garantiert. Auch lagen die Preise für Skipass und Unterkunft in einem für studentische Verhältnisse sehr erschwinglichen Rahmen, sodass von dieser Seite her optimale Vorraussetzungen für ein gelingen der Fortbildung geschaffen waren. Schwerpunkte der Fortbildung in Theorie und Praxis waren zum einen situativer Schneesportunterricht anhand der Funktionen, Aktionen und Bewegungsspielräumen und zum anderen Kompetenz- und Qualitätskriterien im Schneesportunterricht. Die individuelle Technikschulung und -verbesserung der Teilnehmer/innen kam natürlich nicht zu kurz. Ebenso wurden mittels Videoanalysen die Fähigkeiten bezüglich Bewegungssehen sowie Bewegungsverbesserung erweitert. Das Schneesportkonzept der Hochschulsporteinrichtungen Clausthal und Göttingen stellt hohe Anforderungen an ihrer Schneesportlehrer/innen, da die angebotenen Kurse, um im Vergleich mit kommerziellen Anbietern bestehen zu können, preisliche Nachteile durch ein großes Maß an Qualität wett machen. Eine wichtige Kompetenz ist die „Polysportivität“, das Beherrschen von Ski wie auch Snowboard in einem Maße, das der Lehrkraft auf dem schwächeren Sportgerät zumindest das Angebot von Anfängerschulungen ermöglicht. Um diese Kompetenz zu erweitern stiegen somit am dritten Tag die meisten Teilnehmer/innen auf ihr schwaches Sportgerät um und wurden von den übrigen Kurskommilitonen unterwiesen. Insgesamt wurde die Fortbildungsmaßnahme von allen Kursteilnehmer/innen als sehr gelungen und effektiv empfunden. Dies ging aus den regelmäßig durchgeführten „Blitzlichtgewittern“ nach den abendlichen Theoriestunden hervor. Besonders positiv wurden der thematische Aufbau, sowie Struktur und Durchführung erwähnt. Trotz „gefüllten, aber auch erfüllten“ Lehrgangstagen blieb auch genug Gelegenheit in den Animationsaufgaben eines Schneesportlehrers zu üben, sodass auch der Spaß nicht zu kurz kam. So wurde dieser Lehrgang zu einem gelungenen Auftakt in die bevorstehende Skisaison.