27.01.2005 | Kategorie: Archiv

NRW-Hochschulsport erhält Rückendeckung vom Landtag

Ist Hochschulsport ein unverzichtbarer Bestandteil von Hochschulen? Mit dieser Frage beschäftigte sich der Landtag in Nordrhein-Westfalen in seiner Sitzung am 26. Januar 2005.

Schon im Dezember 2004 stellte das NRW-Ministerium für Wissenschaft und Forschung in einem Erlass fest, dass der Hochschulsport einen unverzichtbaren Bestandteil und ein Leistungsmerkmal des nordrhein-westfälischen Hochschullebens darstelle. Nun reichten die Fraktionen SPD und Bündnis 90/Die Grünen einen Antrag zur parlamentarischen Auseinandersetzung mit diesem Thema in den Landtag NRW ein. In der Plenarsitzung am 26.01.2005 würdigte der Landtag in NRW fraktionsübergreifend den Hochschulsport in NRW. Insbesondere die Erfolge des Jahr des Hochschulsports 2003 wurden noch einmal hervorgehoben, welches „die Leistungsfähigkeit, die Bedeutung und die Einzigartigkeit des Hochschulsports in Nordrhein-Westfalen eindrucksvoll unterstrichen“ hat. Außerdem wurde festgestellt: „Der Landtag erkennt die Notwendigkeit an, den Hochschulsport vor dem Hintergrund seines Wertes und seiner Bedeutung für das kulturelle und soziale Leben der Hochschulen weiterhin angemessen finanziell zu unterstützen. Er fordert die Landesregierung auf zu prüfen, inwieweit ergänzende Projekte eingerichtet werden können, die helfen, die Qualität des Hochschulsports weiter zu entwickeln und damit die Ergebnisse des Jahres des Hochschulsports langfristig zu sichern.“ „Der Landtag anerkennt die Initiative „Hochschulen in NRW – Partner des Spitzensports“ als außerordentlichen Erfolg des Jahres des Hochschulsports. In dieser Initiative verpflichten sich die Hochschulen verbindlich, studierende Spitzensportlerinnen und Spitzensportler in ihrem Bemühen, Studium und Spitzensport miteinander zu verbinden, zu unterstützen.“ „Der Landtag betont, dass die sportliche Versorgung der Fachhochschulen, auch an den Standorten, an denen keine Kooperationen mit Universitäten bestehen, den Ansprüchen an Sport- und Bewegungsangebote für junge Menschen genügen muss. Der Landtag fordert daher die Landesregierung auf, zunächst eine Bestandsaufnahme der Situation und eine Darstellung der Handlungsbedarfe für den Hochschulsport an Fachhochschulen vorzulegen.“ „Der Landtag begrüßt nachdrücklich, dass die Landeskonferenz Nordrhein-Westfalen für den Hochschulsport - angeregt durch die Ergebnisse internationaler Tagungen im Jahr des Hochschulsports - erste Schritte unternommen hat, den Hochschulsport künftig in das von der Europäischen Kommission initiierte „European Credit Transfer System“ zu integrieren, … Die Möglichkeit, im Hochschulsport durch ausgewählte Lehr- und Übungsmodule Zusatzqualifikationen zu erwerben, wird als eine Herausforderung an die besondere Leistungsfähigkeit des Hochschulsports bewertet.“ Michael Fahlenbock, Vorsitzender der Landeskonferenz NRW für den Hochschulsport sieht mit dieser Erklärung des NRW-Parlaments die großartigen Erfolge mit dem Jahr des Hochschulsports und die Bedeutung der täglichen Sportprogramme der einzelnen Hochschulsporteinrichtungen, die wöchentlich über hunderttausend Studierende in NRW erreichen, sehr positiv gewürdigt. Gleichzeitig wird mit den Aufforderungen und Anregungen des Parlaments die Zukunftsfähigkeit des Hochschulsports unterstrichen. ((<bernd_lange.jpg;adh-Vorstandsvorsitzender Bernd Lange dankt dem NRW-Hochschulsport für die hervoragende Arbeit;))adh-Vorstandsvorsitzender Bernd Lange begrüßt die vorbildliche Initiative des Landtags in NRW. „Ich hoffe, dass sich durch diesen Antrag auch eine Signalwirkung für andere Bundesländer ergibt. Besonders zu danken ist den Kolleginnen und Kollegen des NRW-Hochschulsports, die offensichtlich durch ihre herausragende Arbeit, vor allem auch im Jahr des Hochschulsports 2003, wesentlich dazu beigetragen haben, dass diese Initiative entstanden ist. Nach den teilweise sehr kritischen Prüfungen der Landesrechnungshöfe, die den Hochschulsport in NRW z.B. gänzlich in Frage gestellt haben, ist dieser Antrag ein wegweisender Schritt, die Bedeutung des Hochschulsports politisch festzuschreiben.“ Der Antrag wurde nach Beratung einstimmig an den Sportausschuss überwiesen; die abschließende Beratung und Abstimmung soll in öffentlicher Sitzung erfolgen. Meike Brumaire Öffentlichkeitsreferentin