02.02.2005 | Kategorie: Archiv

WUC Judo: Deutsche im Medaillenrausch

Die WUC Judo fand vom 16. bis 19. Dezember 2004 in der russischen Hauptstadt Moskau statt. Die Bilanz der deutschen Judomannschaft ist erfolgreicher denn je: Insgesamt gab es sechs Medaillen für die deutschen Judokas.

Die WUC Judo fand vom 16. bis 19. Dezember 2004 in der russischen Hauptstadt Moskau statt. Schon am ersten Tag schafften gleich drei von vier Athleten den Weg ins Finale. Ganz oben auf dem Treppchen stand Gerhard Dempf (-90 Kg). Seine Kolleginnen Katrin Beinroth (+78 Kg) und Jenny Karl (-78) erhielten Silber. Lediglich Heide Wollert (-70 Kg) hatte nur einen kurzen Auftritt und musste bereits im ersten Kampf eine Niederlage hinnehmen. Am zweiten Tag setzte sich die Erfolgsgeschichte der Deutschen fort. Eine weitere Silbermedaille holte Claudia Malzahn in der Gewichtsklasse bis 63 Kg und Ole Bischof (-81 Kg). Nach dem Gewinn der Bronzemedaille bei der Universiade in Deagu 2003 war Bischof nach Moskau angereist, um seine damalige Leistung zu bestätigen und die umstrittene Kampfrichterentscheidung, die ihm damals den Weg ins Finale verwehrte, auf sportliche Weise zu korrigieren. Auf dem Weg in das Finale von Moskau warteten allerdings schwere Gegner aus Weißrussland, Polen, der Schweiz und Usbekistan. Die Aufgabe wurde nicht leichter, zumal sich Bischof bereits im zweiten Kampf gegen den Polen Andrze Karwacki an der Augenbraue verletzte und die Wunde geklebt werden musste. Dennoch konnte er diesen engen Kampf durch einen Haltegriff für sich entscheiden und gab sich auch gegen die nächsten Kämpfer keine Blöße. Im Kampf um die Krone wartete schließlich der koreanische Olympiateilnehmer Woo Young Kwon auf den Deutschen und wies ihn in seine Schranken. Der Koreaner dominierte das Geschehen und gewann verdient die Goldmedaille. Doch auch Ole Bischof strahlte am Ende: „Geschafft. Besser platziert als in Deagu.“ Wegen einer Beinverletzung Bischofs schickte der DC Zeiser nur die Damenmannschaft – bestehend aus Karoline Kubatzki, Claudia Malzahn, Heide Wollert, Jenny Karl und Katrin Beinroth – auf die Matte. Das Damenteam konnte sich lediglich den Weg in die Trostrunde erkämpfen und gingen aus dieser als bessere Mannschaft hervor. Bronze also noch für die deutschen Damen. Mit insgesamt sechs Medaillen kehrte die deutsche Mannschaft von den Titelkämpfen in Moskau zurück, darunter einmal Gold, viermal Silber und einmal Bronze. Diese Bilanz stellt die erfolgreichste Ausbeute einer deutschen Judomannschaft bei Studierenden-Weltmeisterschaften dar und unterstreicht die Leistungsfähigkeit der studierenden Judokas im internationalen Vergleich.