01.11.2005 | Kategorie: Archiv

Neue Finanzierungsmodelle im Hochschulsport

Im Rahmen des adh-Bildungsprogramms fand in Köln vom 26. bis 27. Oktober 2005 das Seminar 'Neue Finanzierungsmodelle für den Hochschulsport' statt. Referenten aus der Praxis veranschaulichten neue Wege, die in eine bessere finanzielle Zukunft führen könnten. Das Seminar wurde erstmals vom adh gemeinsam mit der Landeskonferenz Nordrhein-Westfalen ausgerichtet - ein Novum in der Geschichte des adh-Bildungsprogramms!

''Kooperationsseminar mit der Landeskonferenz NRW in Köln schafft neue Perspektiven in der finanziellen Förderung'' Zahlreiche gesellschaftliche und politische Veränderungen stellen den Hochschulsport vor neue Herausforderungen. Die aktuelle Haushaltslage und die damit verbundene rigide Sparpolitik der Länderregierungen, nicht zuletzt im Bereich der Universitäten, erfordern neue Finanzierungskonzepte. Dieses Seminar sollte dazu beitragen, Erfahrungen auszutauschen, Handlungsbereitschaft zu wecken und Möglichkeiten zur Lösung der anstehenden Probleme zu finden. Gut 30 Interessierte der Mitgliedshochschulen reisten nach Köln, um sich in den Themen Fundraising, Public Privat Partnership und Sponsoring neue Anregungen zu holen. Der erste Block mit den Themen Sponsoring und Fundraising wurde vom Referenten des Unternehmens ProfilPlus anschaulich präsentiert. Dargestellt wurde Fundraising als strategisch geplante Beschaffung von Geld-, Sach-, Dienst- und Personalleistungen und Vermögenswerten in Form von Spenden, Stiftungen und Legaten, ohne wirtschaftlich relevante Gegenleistungen auf Seiten des Geförderten. Ebenso Thema war Sponsoring als Form von strategisch geplanter Beschaffung von Geld-, Sach-, Dienst-, Personal- und Medialeistungen, für die der Sponsor vom Gesponserten wirtschaftlich relevante Gegenleistungen wie Image-, Personal- oder Know-how-Transfer erhält. Seine Präsentation wurde gut veranschaulicht durch auf die Hochschulen zugeschnittene Beispiele. Das Thema Public-Private Partnership (PPP) übernahmen zwei Referenten der Firma Deloitte. Dieses Konzept könnte eine Möglichkeit zur Lösung oder Entschärfung des Problems bieten und den Hochschulen neue Handlungsperspektiven verschaffen. Kurz PPP zeichnet sich durch eine enge Zusammenarbeit zwischen der öffentlichen Hand und einem privaten Partner aus. In dieser Partnerschaft übernimmt jeder Partner die Aufgaben, die er am effizientesten erfüllen kann und trägt die Risiken, die er am besten beeinflussen kann. Vielfach kommt dem privaten Partner zusätzlich eine Finanzierungsfunktion zu. Darüber hinaus wurde von Deloitte ein interessanter Überblick über den internationalen wie auch nationalen Fitnessmarkt gegeben. Am zweiten Tag des Seminars wurden die am Vortag präsentierten theoretischen Inputs praktisch angewandt. In der Workshoparbeit wurden anhand von Planbeispielen Strategien zum Fundraising, Sponsoring und PPP entwickelt. In einem zweiten Workshop war die Businessplanerstellung für ein Fitness-Studio vorgesehen. Hier wurde jedoch nach einer theoretischen Einführung in die Erstellung eines derartigen Plans die Zeit der Teilnehmenden für den informellen Austausch im Bereich der Fitnessstudioplanung und –umsetzung an den unterschiedlichen Hochschulstandorten genutzt. Eine Plenumsrunde bildete den Abschluss des im Evaluationsbogens mit sehr gut bewerteten Seminars.