12.12.2005 | Kategorie: Archiv

Nachgefragt: Umwelt-Qualitätsstandards im Sport

Am 08. und 09. Dezember 2005 lud 'Sport mit Einsicht' verschiedene Expertinnen und Experten aus dem Sport- und Umweltbereich zum Symposium 'Nachhaltige Sportentwicklung' ein. So sollten u. a. Anstöße für die Entwicklung und Einführung möglichst sportartübergreifender (Nachhaltigkeits-)Standards gegeben werden.

Traditionell lud „Sport mit Einsicht e. V.“ zum 13. Symposium zur nachhaltigen Sportentwicklung nach Bodenheim ein. Für den adh, der langjähriges Mitglied bei „Sport mit Einsicht“ ist, war die stellvertretende adh-Generalsekretärin Inken Behrens vor Ort. Ziel der interdisziplinär zusammengesetzten Expertinnen- und Expertenrunde des Symposiums war, relevante Entwicklungen in Freizeit und Sport aufzugreifen und in Hinblick auf eine nachhaltige Sportentwicklung kritisch zu reflektieren. Im Mittelpunkt der diesjährigen Veranstaltung stand die Diskussion um Stellenwert, Wirkung und Reichweite nachhaltiger Qualitätsstandards von Sportstätten bzw. -infrastruktur. Damit sollten Anstöße für die Entwicklung und Einführung möglichst sportartübergreifender (Nachhaltigkeits-)Standards gegeben werden. Den Auftakt der Präsentationen stellte das Impulsreferat von Herbert Hamele (ECOTRANS) über Umwelt-Qualitätsstandards im Tourismus mit dem Bogenschlag zum Sport dar. Stefan Witty vom Deutschen Alpenverein präsentierte anschließend das Umweltgütesiegel für alpine Schutzhütten. Der Frage, ob das europaweit geltende Öko-Audit mit einem Öko-Audit-light anwendbarer wird, versuchte Dr. Sven Reitmeier (LSB Schleswig-Holstein) nachzugehen. Mit einem ähnlichen Ansatz versuchte sich Dr. Wolfgang Scholze (Deutscher AeroClub), indem er über die Idee des Step-Audits referierte, das die „Blaue Flagge“ in Zukunft ersetzen soll. Marc Biber stellte mit gleicher Zielrichtung sein Umweltmanagement Projekt (GuN) für den Deutschen Golfverband vor. Ein weiteres neues Qualitäts- und Umweltsiegel, das sich an dem Gütesiegel der Dachmarke Viabono orientiert, wurde von Anja Gretschel (Bundesvereinigung Kanutouristik) angerissen. In einer Abschlussrunde diskutierten die Expertinnen und Experten Erfolgskriterien und Perspektiven von weiteren Umwelt- Qualitätsstandards/-zeichen im Sport. Ergebnis der Diskussion war, dass verschiedenen Vertreterinnen und Vertreter der Runde einer Arbeitsgruppe bildeten. In dieser Gruppe soll eine Machbarkeitsstudie für ein vom Bundesamt für Naturschutz befürwortetes übergeordnetes Umweltsiegel erarbeiten werden, das als Basis für alle Sportarten mit einer modularen individuellen Anpassung gelten kann. [[http://www.sportmiteinsicht.org/;Weitere Infos zu 'Sport mit Einsicht']]