20.12.2005 | Kategorie: Archiv

Spannende Wettkämpfe bei den EUC Volleyball in Tallinn, Estland

Am 29.6.-5.7.2005 fand die Europameisterschaft der Hochschulen im Volleyball statt, die von der EUSA (European Union Studies Association) 2001 ins Leben gerufenen worden war und jährlich ausgetragen wird. Nach den Wettkämpfen in Belgrad (YUG), Athen (GRE), Maribor (SLO) und Minho (POR) war 2005 Tallinn – die Hauptstadt Estlands – Gastgeber der 5. Auflage der „EUC Volleyball“. Durch den Sieg bei der Deutschen Hochschul-Meisterschaft (DHM Volleyball) 2004 in Kiel konnte sich das Männer-Team der WG München (Wettkampfgemeinschaft der LMU, TU und FH München) für die Titelkämpfe als Vertreter Deutschlands qualifizieren. In der Frauen-Konkurrenz ging die TU Dresden für Deutschland an den Start, die am Ende den 6. Platz erreichen konnte. Nach dem unglücklichen 4. Platz von Maribor und dem Gewinn der Bronze-Medaille in Minho reisten die Mannen um Trainer Mike Dochow mit dem Ziel ins Baltikum, 2005 das Finale zu erreichen. Dazu sollte die Mannschaft durch die erfolgreiche Titelverteidigung bei der DHM wenige Tage zuvor mit dem notwendigen Selbstvertrauen ausgestattet sein. Es starteten 11 Mannschaften, von denen aufgrund der Ergebnisse der letzten beiden Jahre v.a. das Team aus Ljubljana (SLO) als Top-Favorit gehandelt werden musste. Die Vorrundenspiele fanden in 3 Gruppen statt, 2 Gruppen zu je 4 und 1 Gruppe mit 3 Mannschaften. ((<voba_schwaack.jpg;)) Nach dem angestrebten klaren 3:0-Auftaktsieg gegen Nicosia (CYP) traf die WG München im 2. Spiel auf Riga (LAT), ihren größten Konkurrenten um den wichtigen Gruppensieg. Die Münchner Spieler um Kapitän Patrick Schwaack erwischten einen sehr guten Start und gewannen den ersten Satz. Doch leider konnten die Bayern das sehr hohe Spielniveau nicht über das ganze Spiel halten. Letztendlich gewann die lettische Vertretung das Spiel verdient mit 3:1. Nach dem mühsamen 3:2-Sieg gegen Oulu (FIN) belegte die WG München als Gruppen-Zweiter aber nur den undankbaren 5. Platz im gruppenübergreifenden „ranking for semifinals“, der nicht ausreicht, um sich für das Halbfinale zu qualifizieren. Trotz dieses unglücklichen Rückschlags und des damit nicht mehr möglichen angestrebten Finaleinzugs zeigte die Mannschaft dennoch Moral und gewann beide Platzierungsspiele gegen Tallinn (EST) und Warsaw (POL) dank zweier geschlossener Mannschaftsleistungen jeweils mit 3:2. Somit erreichte die WG München den 5. Platz, obwohl über das gesamte Turnier nur eine einzige Niederlage – ausgerechnet gegen den späteren Europameister zu verbuchen war. WGM-Trainer Mike Dochow fasste die Europameisterschaft der Hochschulen aus Münchner Sicht mit folgenden Worten zusammen: „Natürlich sind wir enttäuscht, dass wir unser sportliches Ziel nicht erreichen konnten. Aber ich freue mich, dass wir alle Spiele mit Teamgeist und Engagement bestritten haben und somit die Spieler, die in verschiedenen Vereinen spielen, sich trotzdem als Mannschaft eine erfolgreiche Woche bescheren konnten. Ich bin zuversichtlich, dass wir das sportliche Niveau in den nächsten Jahren weiter ausbauen können, um vielleicht auch mal – mit etwas mehr Glück als dieses Mal – den EM-Titel an die Isar zu holen. Die Ausrichter sollten meiner Meinung nach die Möglichkeit heranziehen, künftig Viertelfinalspiele auszutragen, damit die Qualifikation für die Finalrunde gerechter erfolgen kann.“ [[<EUSA-Report.pdf;Bericht der EUSA zu den EUC]] ((<volleyballteam_muenchen.jpg;Das Münchner Team;))