02.08.2007 | Kategorie: Archiv

Aufbruch zur Sommer-Universiade nach Bangkok

Anlässlich der 24. Sommer-Universiade in Bangkok fand am gestrigen Mittwoch, den 01.08.2007 ein Pressegespräch in der Commerzbank-Arena in Frankfurt statt. Gordon Geib, Jannis Dakos und Riccarda Rau äußerten sich neben den Verbandsverantwortlichen Olaf Tabor und Thorsten Hütsch zu den Hintergründen der Sommer-Universiade sowie zu ihren Erwartungen an die Weltspiele der Studierenden.

Der Allgemeine Deutsche Hochschulsportverband (adh) lud gestern zu einem Pressegespräch in die Commerzbank-Arena Frankfurt ein. Anlass war der kurz bevorstehende Aufbruch des deutschen Universiade-Teams nach Bangkok, wo vom 08. bis 18. August 2007 die zweitgrößte Multisportveranstaltung der Welt stattfinden wird. 119 Athletinnen und Athleten in 13 Sportarten sowie 59 Offizielle stellen die nominell stärkste Universiade-Delegation seit 17 Jahren. Nur Dank der großzügigen Unterstützung durch das Bundesministerium des Innern, die Fachverbände, den Partner des Hochschulsports Brunel sowie die Universiade-Partner 2007 konnte eine so umfangreiche und hochkarätige Beschickung der Universiade realisiert werden. „Diese Saison ist für mich bis heute sehr gut verlaufen. Ich hoffe, meine Erfolge in Bangkok fortführen zu können“, so die Frankfurter Judoka ''Riccarda Rau'', die sich über die Silbermedaille im Weltcup freuen konnte. Rau nimmt zum ersten Mal an der Universiade teil. Durch ihre Starts im Weltcup und bei den Studierenden-Weltmeisterschaften kennt sie jedoch das Gros ihrer künftigen Gegnerinnen. „Die Konkurrenz in Bangkok wird hart sein, insbesondere die asiatischen Nationen werden starke Teams entsenden. Ich hoffe auf eine Medaille, alle Platzierungen unter den ersten sieben wären aber vertretbar.“ Gold im Taekwondo zu holen, ist das Ziel des Kölner Studenten der Sportwissenschaft ''Jannis Dakos''. „Hohe Ziele hat man immer, sonst würde man nicht an Universiaden teilnehmen. Bei der Sommer-Universiade in Izmir 2005 konnte ich wertvolle Erfahrungen sammeln. Meine damalige Silbermedaille will ich nun vergolden“, erklärte Dakos, der zum zweiten Mal bei der Universiade startet. Das Flair der Universiade sei wie bei den Olympischen Spielen, darüber hinaus trage der außergewöhnliche Teamgeist zum Erfolg der einzelnen Athletinnen und Athleten bei, so Dakos weiter. Sein Kommilitone ''Gordon Geib'', Teamkapitän der Universiade-Basketballmannschaft, die identisch mit der A2-Nationalmannschaft des Deutschen Basketball Bunds ist, stimmte ihm diesbezüglich voll zu. „Die Universiade ist auch für uns Basketballer ein ganz besonderes Event. Meine Teamkollegen und ich haben die letzten Monate unendlich viel Zeit in der Halle verbracht, um uns für die Universiade-Auswahl zu qualifizieren.“ Doch dabei sein ist nicht alles: Lothar Bösing, Disziplinchef Basketball im adh, hat das Ziel „Viertelfinale“ gesetzt. „Mit Griechenland wartet gleich in unserem ersten Spiel ein richig harter Brocken. Wir müssen kämpfen, doch wir sind durch 49 Lehrgangstage mit zahlreichen Testspielen gut aufeinander eingestimmt und richtig fit“, erläuterte Geib. Fallen die Spieler bei der Universiade positiv auf, so können Sie sich für die A-Nationalmannschaft qualifizieren und so im Deutschen Basketball den Sprung nach ganz oben schaffen. ((pk2007_universiade.jpg;v.l.n.r: Marcus Pabsch(Brunel), Olaf Tabor, Jannis Dakos, Riccarda Rau, Gordon Geib, Thorsten Hütsch)) adh-Generalsekretär Olaf Tabor verdeutlichte die besondere Bedeutung der Universiade im Hinblick auf die Förderung junger Athleten und als größtes Multisportevent vor den Olympischen Spielen 2008. „Bangkok wird von vielen Nationen als Generalprobe für Peking 2008 betrachtet. Es werden rund 10.000 Universiade-Teilnehmer aus 150 Ländern in Bangkok erwartet. Wir mussten unsere Nominierungskriterien anziehen, um international konkurrenzfähig zu bleiben.“ Gleichzeitig betonte Tabor, dass bei der Universiade nicht primär Medaillen gezählt werden. Wesentlich für den adh sei es, dass die Aktiven ihre persönlichen Leistungspotenziale ausschöpfen und Nachwuchsathleten durch einen derart hochklassigen Wettbewerb nachhaltige Förderung erfahren. Die Sommer-Universiade bedeutete in der Vergangenheit für zahlreiche Athleten wie Ariane Friedrich, Jan Fitschen, Björn Otto oder Thomas Lurz eine wichtige Station auf dem Weg in die sportliche Weltelite. Im Olympiateam 2004 waren 34% der Athleten Studierende – bleibt abzuwarten, wie sich die Zahlen 2008 entwickeln.