Athen 2004: 33% der Auswahl sind Studierende

Studierende sind an 36% der Medaillen beteiligtOlympisches Feuer

Die Olympischen Spiele 2004 sind zu Ende. Was nun folgt ist eine Zeit, in der resümiert, analysiert und diskutiert wird, denn die Leistungen des deutschen Olympiakaders waren entgegen ursprünglicher Hoffnungen zumindest in spezifischen Bereichen diskussionswürdig, so diverse Aussagen führender Sportfunktionäre. Diesen Äußerungen kann adh-Generalsekretär Olaf Tabor in Bezug auf „seine Studierenden“ nicht pauschal zustimmen. Im Verhältnis zur Olympiateamleistung stuft Tabor die studentischen Leistungen als zufrieden stellend ein, denn trotz der bestehenden Doppelbelastung von Studium und Spitzensport ist das studentische Drittel für knapp 36% des Medaillensegens alleine oder bei Mannschaftssportarten mit verantwortlich.

Schaut man auf die deutsche Medaillenstatistik, so wird deutlich, dass die Studierenden bei den Goldmedaillen ihrem prozentualen Anteil von 33% entsprechend ein Drittel der Auszeichnungen erhalten haben (15 x Gold). Bei Silber und Bronze gibt es kleine Abweichungen. 27% der Studierenden platzierten sich auf dem zweiten Rang (12 x Silber). Bei Bronze besteht das Ungleichgewicht zu Gunsten der angehenden Akademiker. Dort verteilte das IOC 44% der Medaillen an Studentinnen und Studenten. Zudem belegten die Studierenden elfmal den vierten Platz, 22-mal den fünften, 13-mal den sechsten, viermal den siebten und fünfmal den achten Platz. „Auch das sind gute Leistungen, die honoriert werden müssen“, fordert Tabor.

„Dafür, dass studierende Spitzensportler und -sportlerinnen im Hochschulbereich kaum gefördert werden, ist das Ergebnis mehr als zufrieden stellend“, bewertet Tabor die studentischen Ergebnisse. Sichtlich stolz ist er dabei auf die Studentin Yvonne Bönisch, weil sie die erste Goldmedaille für Deutschland holte. Die 23-jährige Potsdamerin gewann das begehrte Edelmetall am dritten Wettkampftag in der Kategorie Judo bis 57 kg. Mit ihrem Olympia-Sieg hat die BWL-Studentin (Uni Potsdam), die bereits 2000 bei der Studierenden-Weltmeisterschaft Judo in Mexiko einen guten 7. Platz belegte, den größten internationalen Erfolg in ihrer bisherigen Sport-Karriere errungen. Man dürfe aber nicht nur die Leistungen betrachten, die mit einer Medaille gekrönt wurden, sondern auch die, die durch persönliche Bestleistung geprägt seien, so Tabor. Als Beispiel führt er die Schwimmerin Nicole Hetzer an, die im Halbfinale über 200m Rücken im Schwimmstadion von Athen eine persönliche Bestleistung erbrachte, ohne das Finale zu erreichen.

Anvisierte Nationenwertung verfehlt
Olympiastadion Athen 2004Der DSB-Präsident Manfred von Richthofen prognostizierte noch vor Beginn der Spiele einen dritten Platz in der Nationenwertung. Sein Stellvertreter Ulrich Feldhoff korrigierte schon nach einer Wettkampfwoche das Ziel um zwei Plätze nach unten. „Die chinesische Mannschaft tritt in Athen einfach zu stark auf, als dass wir da noch mithalten könnten“, rechtfertigt von Richthofen die Entscheidung seines Kollegen. Letztendlich erreichten die deutschen Athletinnen und Athleten den 6. Platz. „Eine gründliche Analyse nach den Spielen steht an erster Stelle. Da kommen Vorbereitungsphasen und Trainingsprogramme auf den Prüfstand“, skizziert Richthofen die Nachbereitungsphase. Und auch der Bundesinnenminister Otto Schily kündigte an, dass „über die Schwächen“ geredet werden müsse – schließlich habe der Staat in diesem Jahr 119 Millionen Euro in die Sportförderung investiert. „Der Bund muss in seiner Grundorientierung die Förderung dort ansetzen, wo wir hohe Leistungspotenziale erkennen können“, sagte Schily in einem Interview in „Die Welt“ am 27. August 2004. Das weckt Hoffnungen beim Allgemeinen Deutschen Hochschulsportverband, der mit dem Projekt „Partnerhochschule des Spitzensports“ studierende Spitzensportlerinnen und Spitzensportler unterstützt. „An deutschen Hochschulen schlummert noch immer ein bisher ungenutztes Potenzial für den Spitzensport“, erklärt adh-Generalsekretär Olaf Tabor. Der Anteil von 33% am diesjährigen deutschen Olympiakader sei noch nicht das Ende der Fahnenstange.

Universiade als Aufbauphase für Spitzensportlerinnen und Spitzensportler
wie beispielsweise die Schwimmerinnen Antje Buschschulte, die dreimal Bronze bei den Olympischen Spielen erringen konnte, Petra Dallmann mit einer Bronzemedaille und der Wasserspringer und diesjährige Silbermedaillengewinner Tobias Schellenberg. „Internationale Wettkämpfe wie beispielsweise die Universiade, Europa- oder Weltmeisterschaften der Studierenden sind Sportveranstaltungen auf hohem sportlichenUnter den Medaillengewinnern befinden sich viele Universiade-Teilnehmende Niveau. Diese Wettkämpfe nutzen studentische Spitzensportlerinnen und Spitzensportler zur Vorbereitung auf andere große Wettkämpfe oder zur Aneignung internationaler Wettkampferfahrung für die großen Zielwettkämpfe der Spitzenverbände“, erklärt der adh-Generalsekretär, der nach den Erfolgen der studentischen Aktiven in Athen hofft, dass das Potenzial im Hochschulsport gezielter wahrgenommen und besser gefördert wird. Dazu zähle nicht nur, aber wesentlich, eine finanzielle Förderung, sondern auch eine gewisse Sensibilität von Hochschulen, um den studierenden Spitzensportlerinnen und -sportlern ein flexibleres Studium zu ermöglichen. „Die Hochschulen erkennen nur langsam, dass ihre eigenen Studentinnen und Studenten, die bei Olympia, Europa- oder Weltmeisterschaften teilnehmen, das Image der Hochschule verbessern“, erklärt Tabor. Diese Entwicklung gälte es weiter zu fördern, um neben den Vorteilen für die Hochschulen auch die Bedingungen für einen noch größeren Kreis studierender Spitzensportlerinnen und -sportler zu verbessern, so der adh-Generalsekretär.

Die ausführliche Olympia-Analyse 2004 finden Sie hier!

Wer sind die Studis im Olympiateam?

  • 33,7% (152 von 451 Athleten) sind Studierende. Das ist ein höherer Anteil als in Sydney 2000 (26,5%), Atlanta 1996 (25,1%) oder Barcelona 1992 (27,5%).
  • In bestimmten Sportarten sind Studierende sehr stark vertreten (Wasserball 77%, Hockey 66%, Judo 58%). Umgekehrt konnten sich keine Studierenden für Wettbewerbe wie Boxen oder Gewichtheben qualifizieren.
  • 43% sind Frauen und 57% Männer. Das entspricht dem Durchschnitt aller Athletinnen und Athleten.
  • Sie sind im Schnitt 26,1 Jahre alt. Sie sind damit um 1,4 Jahre jünger als der Durchschnitt.
  • Sie studieren anders als das gängige Vorurteil nicht nur Sport. Die Palette reicht von der Japanologie bis hin zur Neurobiologie. Die Wirtschaftswissenschaften sind mit 30% am stärksten vertreten. An zweiter Stelle liegt die Sportwissenschaft mit 24%. Dabei steht der Sportlehrer zwar immer noch hoch im Kurs, aber immer mehr kommen neue sportwissenschaftliche Themen wie Sportmanagement oder Sportjournalismus hinzu. An dritter Stelle folgen die Ingenieurwissenschaften mit 21%.

18.07.2019: International

EUC Orientierungslauf 2019 in Tschechien

Vom 24. bis 27. Juli 2019 findet zum ersten Mal eine Europäische Hochschulmeisterschaft (EUC) Orientierungslauf statt. Die tschechische Universität Olomouc hat gemeinsam mit regionalen Vereinen ein umfangreiches Programm auf die Beine gestellt.

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19.07.2019: International

RWTH-Wasserballer bei der EUC in Slowenien

Vom 20. bis 28. Juli findet in der slowenischen Küstenstadt Koper die Europäische Hochschulmeisterschaft (EUC) Wasserball statt. Zeitgleich wird auch die EUC Beachvolleyball in Koper ausgerichtet, sodass Koper in dieser Woche zum Treffpunkt studentischer Sportlerinnen und Sportler aus ganz Europa wird.

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17.07.2019: National

Doppel-Erfolg für Uni Mannheim bei der DHM Golf

Vom 12. bis 14. Juli spielten 42 deutsche Studierende auf dem Golf-Park Winnerod in Mittelhessen um die Titel. Die Einzel entschieden Constantin Meier (Uni Mannheim) und Isabel Jensch (Uni Regensburg), in der Mannschaftswertung stand die Uni Mannheim oben auf dem Treppchen.

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16.07.2019: National

Basketballwochenende in Göttingen ein voller Erfolg

WG Göttingen Damen und WG Köln Herren siegen bei Premiere der adh-Open 3x3 Basketball. Die Göttinger Damen verteidigen zudem ihren Titel der Deutschen Hochschulmeisterinnen im Basketball auf dem Normalfeld. Bei den Herren siegt das Team der WG Karlsruhe.

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15.07.2019: National

Sommer-Universiade 2025: Letter of Intention abgegeben

Gestern ging in Neapel die 30. Sommer-Universiade, die größte Multisportveranstaltung nach den Olympischen Spielen, erfolgreich zu Ende. Jetzt richtet der adh den Blick nach vorne. In der zweiten Juni-Hälfte hat er beim Weltverband des Hochschulsports (FISU) den „Letter of Intention“ abgegeben und ist damit offiziell in den Bewerbungsprozess um eine Universiade-Ausrichtung eingestiegen.

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15.07.2019: Pressemitteilung

Pi: Sommer-Universiade 2025 - Letter of Intention abgegeben

Gestern ging in Neapel die 30. Sommer-Universiade, die größte Multisportveranstaltung nach den Olympischen Spielen, zu Ende. Nach dem sehr erfolgreichen Abschneiden des deutschen Teams mit 18 Medaillen richtet der Allgemeine Deutsche Hochschulsportverband (adh) jetzt den Blick nach vorne. In der zweiten Juni-Hälfte hat der adh beim Weltverband des Hochschulsports (FISU) den „Letter of Intention“ abgegeben und ist damit offiziell in den Bewerbungsprozess um eine Universiade-Ausrichtung eingestiegen.

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15.07.2019: Pressemitteilung

PI: Napoli 2019 - Sommer-Universiade beendet | Positive Bilanz für deutsches Team

Mit einer bewegenden Abschlussveranstaltung ist am gestrigen Abend die 30. Sommer-Universiade in Neapel zu Ende gegangen. Gastgeber Italien verabschiedete sich im ausverkauften San Paolo Stadion von den 8.000 Gästen aus aller Welt. Die deutsche Delegation blickt mit 18 Medaillen und 58 Top Acht-Platzierungen auf eine rundum erfolgreiche Veranstaltung zurück.

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15.07.2019: National

Napoli 2019 - Sommer-Universiade beendet | Positive Bilanz für deutsches Team | Starke Leistungen, überwältigender Teamgeist

Mit einer bewegenden Abschlussveranstaltung ist am gestrigen Abend die 30. Sommer-Universiade in Neapel zu Ende gegangen. Gastgeber Italien verabschiedete sich im ausverkauften San Paolo Stadion von den 8.000 Gästen aus aller Welt. Die deutsche Delegation blickt mit 18 Medaillen und 58 Top Acht-Platzierungen auf eine rundum erfolgreiche Veranstaltung zurück.

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13.07.2019: 2019

Napoli 2019 – Gold zum Abschluss der 30. Sommer-Universiade: Caterina Granz gewinnt 1.500m │ Bronze für Hochspringerin Onnen und Diskuswerfer Prüfer

Mit dem ersten Gold für Deutschland bei der 30. Sommer-Universiade sind die diesjährigen Weltspiele der Studierenden in Neapel zu Ende gegangen. Am letzten Wettkampftag lief Caterina Granz über die 1.500m von vorne weg ein unwiderstehliches Rennen und sicherte sich in 4:09:14 min den Sieg.

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13.07.2019: 2019

Napoli 2019 - Deborah Schöneborn Vierte im Halbmarathon │ Taekwondo-Damen Neunte

Am letzten Wettkampftag der 30. Sommer-Universiade hat das deutsche Team in den frühen Morgen- und Mittagsstunden die Top-3 verpasst, aber durchaus in Person von Deborah Schöneborn zu überzeugen gewusst.

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