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Kategorie: WUC, Radsport

WUC Radsport – Deutschland erfolgreichste Nation

06.08.2018

Nach vier Wettkampftagen beenden die Athletinnen und Athleten der Deutschen Studierenden-Nationalmannschaft die WUC Radsport im portugiesischen Braga als erfolgreichste Nation. Mit zwei Mal Gold, einmal Silber und zwei Mal Bronze sammelten die Radsportlerrinnen und Radsportler die meisten Medaillen.

Bereits am ersten Wettkampftag holte Jaqueline Dietrich (Uni Hohenheim) mit dem Rennrad die erste Medaille für die Deutsche Studierenden-Nationalmannschaft. Bei starker Konkurrenz musste sie sich lediglich zwei Profi-Fahrerinnen geschlagen geben und sicherte sich am Ende den dritten Platz. Joshua Huppertz (Hessische Hochschule für Polizei und Verwaltung) wurde starker Fünfter und verpasst das Podium nur knapp. Möglicherweise verschenkte er sogar einen Sieg, da es im Vorfeld nicht gelungen war, das eigene Zeitfahrmaterial nach Portugal zu transportieren. „Ich werde gleich mal meinen Teamchef zu Hause anrufen. Jetzt wird er sich ärgern, dass der Materialtransport nicht mehr geklappt hat,“ so Huppertz. Der adh-Disziplinchef Radsport, Martin Wördehoff, kennt das Problem: „Die Jungs sind vor zwei Tagen noch beim Bundesligarennen am Nürburgring erfolgreich gestartet. Die Logistik ist dann alles andere als einfach zu bewerkstelligen, aber manchmal eben rennentscheidend.“ Florian Nowak (Uni Bayreuth) und Tobias Knaup (HS Remagen) nutzen das Idividual Time Trial (kurz: ITT) um die Konkurrenz für das Straßenrennen zu testen.

Am zweiten Wettkampftag gab es dann direkt die zweite Medaille für das deutsche Team. Im Mountainbike Cross Country gewann Felicitas Geiger (Uni Würzburg) die Goldmedaille. Insgesamt mussten die Athletinnen fünf Runden absolvieren. Eine Runde hatte 4,9 km. Bei sehr trockenen und heißen Bedingung bildete sich relativ schnell eine zweiköpfige Spitzengruppe mit Geiger und Lotte Koopmans aus den Niederlanden. In der vierten Runde konnte die deutsche Fahrerin in einem Downhill eine Attacke platzieren und der Holländerin davon fahren. Rund eine halbe Runde vor Schluss hatte sie einen deutlichen Vorsprung, so dass sie dem Sieg entspannt entgegen fahren konnte. 

Am 03. August fand der Downhill-Wettbewerb statt. Bei sehr hohen Temperaturen von über 40 Grad fanden am Morgen zunächst zwei Trainingsläufe statt. Durch die hohen Temperaturen war die Strecke sehr staubig und rutschig. Für die deutsche Delegation gingen Nina Hoffmann (Uni Jena), Anton Wünscher (Frankfurt University of Applied Science) und Jannik Abbou (Uni Mannheim) auf die 1,28 km lange Strecke. Nach dem Training folgte der offizielle Qualifikationslauf, bevor um 16 Uhr das Finale folgte. Das Ziel war zunächst vor allem, sich an die schwierigen Bedingungen des Tages zu gewöhnen. Aufgrund ihrer Vorleistung ging Nina Hoffmann als letzte Starterin auf die Strecke und wurde mit einer Zeit von 2:56 min ihrer Favoritenrolle klar gerecht. Nach dem letzen vier Meter tiefen und acht  Meter weiten Sprung gewann sie überlegen. Bei den Herren wurde es deutlich spannender. Da sich Anton Wünscher in der Qualifikation noch deutlich zurück gehalten hatte, ging er als zweiter Starter auf die abwechslungsreiche Donwhill-Strecke und fuhr zunächst die Tagesbestzeit. Der nicht so hoch eingeschätzte Portugiese João Pereira ging direkt im Anschluss auf die Strecke und konnte sich mit rund zwei Sekunden Vorsprung vor dem Frankfurter Studenten positionieren, seinen Heimvorteil ausspielen und am Ende Bronze gewinnen. Zum Abschluss musste Jannik Abbou sein Können unter Beweis stellen und ging als vorletzter Starter auf die Strecke, um die über 300 Tiefenmeter möglichst schnell und ohne Fahrfehler zu absolvieren. Nach einem sauberen Lauf flog Jannik dem Ziel entgegen und hatte zwei Sekunden Rückstand auf den bisher führenden, was am Ende den zweiten Rang bedeutete. Der beste Starter aus der Qualifikation konnte die Reihenfolge auf dem Podium nicht verändern. Mit David Martins gewann ein Portugiese, der die Streckenkenntnisse zu seinem Vorteil nutzen konnte. Im Endergebnis konnte sich Jannik Abbou über Silber freuen, Anton Wünscher landete auf einem guten vierten Platz. Insgesamt war das Team mit der Ausbeute der Medaillen zufrieden, haderte aber mit den nicht immer einfachen Rahmenbedingungen.

Am letzten Wettkampftag stand traditionell das Straßenrennen der Studentinnen und Studenten auf dem Programm. Aufgrund der Wettervorhersage von mehr als 40 Grad war eine gewissenhafte Vorbereitung besonders wichtig. Mit viel Wasser, Isodrinks und Eis ausgestattet, folgte das Teamfahrzeug dem Feld mit 22 Studentinnen. Bereits an der ersten langen Steigung bildete sich eine größere Spitzengruppe in der auch Jacqueline Dietrich von der Universität Stuttgart vertreten war. Dem hohen Tempo konnten nach zwei Dritteln des Rennes nur noch vier Fahrerinnen Stand halten. Neben zwei Polinnen und einer Australierin war Dietrich mit vorne vertreten. Am letzten Berg wurde das Tempo durch die beiden Polinnen immer weiter verschärft. Nachdem zunächst die Australierin nicht mehr folgen konnte musste auch die Stuttgarter Studentin kurz vor Ende des Schlussanstieges die Polinnen fahren lassen. Am Ende sicherte sie sich jedoch ihre zweite Bronzemedaille und war mit ihrer Leistung sehr zufrieden. Das Rennen der Studenten startete um 13 Uhr. Die Temperaturen waren bereits vor dem Start so hoch, dass die Fahrer versuchten mit Eis und gekühlten Getränke die Körpertemperatur zu kontrollieren. Nach dem neutralisierten Start wurden schnell erste Ausreißversuche unternommen und das Tempo sehr hoch gehalten. Dieses Tempo konnten bereits am ersten Berg über zehn Athleten nicht mehr mitgehen. Auf der ersten langen und schnellen Abfahrt wurde Tobias Knaup, aufgrund eines Fahrfehlers eines anderen Fahrers, in einen Sturz verwickelt.  Da der Rahmen beim Aufprall an zwei Stellen brach, musste der Business und Logistik-Student auf ein Ersatzrad umsteigen und ging glücklicherweise weitestgehend unverletzt auf die Verfolgungsjagd. Er konnte anschließend wieder zum Hauptfeld aufschließen. Leider erwischte es ebenfalls Joschua Huppertz mit einem Platten. In der verletzten Runde konnte Florian Nowak am Berg seine Kraft nutzen, zwei Minuten aufholen und sich mit einem weiteren Fahrer auf die vierte und fünfte Position vorfahren. Der Informatik-Student arbeitete weiter hart um auf die zweite Gruppe hinter dem führenden Holländer aufzuschließen. Am Ende fehlten ihm nur wenige Sekunden und Nowak fuhr auf einen extrem Starken vierten Platz. Besonders hervorzuheben ist die geschlossene Mannschaftsleistung, wie Delegationsleiter und adh-Länderratssprecher Christoph Edeler betonte: "Die Aktiven unterstützen sich gegenseitig und das gesamte Team half bei weit über 40 Grad die Sportlerinnen und Sportler mit Getränken und Eis zu versorgen."

Am Ende war das Team  mit der sportlichen Leistung bei der WUC Radsport in Braga sehr zufrieden. Trotz teilweise schwieriger organisatorischer Rahmenbedingungen wurden die Erwartungen voll erfüllt und das Team freut sich auf die nächste Auflage 2020 im niederländischen Nijmegen.

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