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Kategorie: 2016, Projekte

Tandem-Mentoring: Zwischenbilanz und Netzwerktreffen

01.03.2016

Am 26. und 27. Februar 2016 begrüßte das Tandem-Projektteam die aktuellen Tandems sowie Alumni zur Zwischenbilanz und zum Netzwerktreffen in Bovenden bei Göttingen.

Die Zwischenbilanz der aktuellen Tandems startete mit einem sportlich ambitionierten Zeitplan: Alle Tandems präsentierten am Freitagmittag den Zwischenstand ihrer Arbeit der letzten acht Monate. Die offene Atmosphäre und mittlerweile spürbare Vertrautheit bot Raum für kreative Darstellungen. Im Anschluss hatten die Tandems die Gelegenheit, die vergangenen acht Monate gemeinsam mit dem zuständigen Projektteammitglied noch einmal gezielter zu analysieren und die weiteren Planungsschritte zu besprechen. Dass das eine oder andere Ziel nicht erreicht, in den Hintergrund getreten oder durch neue Vorhaben ersetzt oder ergänzt wurde, sorgte zunächst bei einigen Teilnehmerinnen für Unsicherheit. Aber – um einiges vorwegzunehmen – die zwei Tage sollten allen Beteiligten vor Augen führen, dass Pläne zwar wichtig, aber veränderbar sind. Darüber hinaus, dass erfolgreiche Karrierewege sehr stark variieren und in den seltensten Fällen geradlinig verlaufen.

Zugehört und nachgefragt: Das Alumni-Treffen
Am Nachmittag stießen dann die ehemaligen Teilnehmenden und Projektteammitglieder der bisherigen fünf Tandem-Projekte zum „Get Together“ dazu. Fotos aus den Projektdurchgängen, mit denen der Raum dekoriert war, riefen sofort zahlreiche Erinnerungen hervor. Viele damit verbundene Anekdoten halfen, schnell und ungezwungen in Kontakt zu treten. Der anschließende Kaminabend wurde mit einer von Mandy Klehr und Kathrin Wenzel, beide Mentees des aktuellen Projektdurchgangs, moderierten Gesprächsrunde eingeleitet. Zwei Alumni, Joerg Verhoeven (ehem. Mentor) und Kathrin Schneider (ehem. Mentee), schilderten detailliert ihre hochinteressanten beruflichen Entwicklungen mit ihren verschiedenen Stationen, Umwegen und Erfolgen.

Neben bewussten Entscheidungen und zielorientierten Handlungen, so zeigte sich hierbei, sind es oft auch eine Portion Glück und (gelenkter) Zufall, die den beruflichen und privaten Werdegang mal mehr, mal weniger stark beeinflussen. Wichtig ist es in jedem Fall, ein gutes Netzwerk aufzubauen, dieses zu pflegen und auch aktiv zu nutzen. Ein klares berufliches Ziel ist hilfreich, aber man sollte sich immer eine Offenheit für Veränderungen bewahren und flexibel bleiben. Insbesondere für die aktuellen Mentees war das ein sehr wichtiger Aspekt, der helfen kann, die häufig psychisch belastende Suche nach der EINEN Antwort auf die Karrierefrage und nach dem „goldenen Weg“ ein Stück weit aufzugeben und mit mehr Gelassenheit und Flexibilität in die Zukunft zu schauen. Eine wichtige Erkenntnis, die Angst vor Fehlentscheidungen nimmt und Mut für Experimente und ungewöhnliche Wege macht.

Konstruktiv Kritik üben und Konflikte lösen
Für die Mentees sind die anstehenden Entscheidungen über die beruflichen Weichen häufig mit einem inneren Konflikt verbunden. Doch es ist ganz normal, dass überall dort, wo Menschen gemeinsam agieren und insbesondere dort, wo Veränderungsprozesse und Entscheidungen anstehen, verschiedene Arten von Konflikten auftreten. Konflikte sind „Tagesgeschäft“, wie es einer der Teilnehmenden formulierte. 90% aller Kündigungen erfolgen aufgrund eines unlösbaren Konfliktes am Arbeitsplatz, Führungskräfte verwenden 20% bis 40% ihrer Zeit für den Umgang mit Konflikten. Das zeigt, wie wichtig es ist, sich mit der Entstehung, der Dynamik und mit konstruktiven Lösungsmöglichkeiten zu beschäftigen. Im Workshop „Konfliktmanagement und konstruktive Kommunikation“ beleuchteten die beiden Referentinnen Susanne Crisand-Kutscher und Michal Foell vom Management-Kompetenzcenter Accensa in einer gelungenen Mischung aus theoretischem Hintergrund und praktischen Übungen viele Facetten dieses Themas.

Konflikte sind immer mit Emotionen verknüpft und werden meist negativ bewertet. Doch kann der Konfliktbegriff auch neutral oder sogar positiv betrachtet werden, denn Konflikt bedeutet auch immer die Notwendigkeit von Bewegung, Kommunikation, Weiterentwicklung und eines empathischen Aufeinanderzugehens. In Veränderungsprozessen sind Konfliktgespräche ein normaler und notwendiger Bestandteil.

Bei der Erarbeitung konkreter Lösungsmöglichkeiten in existierenden Konfliktsituationen stellte sich heraus, dass es insbesondere im Arbeitskontext unabdingbar ist, feste Regeln und klare Rollenstrukturen zu haben, um die emotionale Ebene zu kontrollieren, Entscheidungen sachlich zu begründen und somit die Eskalation von Auseinandersetzungen zu vermeiden. Gewaltfreie, konstruktive Kommunikation und Transparenz sind ebenfalls notwendige Voraussetzungen, um Kompromisse zu finden und im besten Fall sogar einen Konsens herbeizuführen.

Konkret geübt wurde das Ansprechen von Konflikten mit der „SAG ES-Methode“ und dabei auch die Bedeutung der Benennung von Gefühlen – auch und gerade im beruflichen Kontext – hervorgehoben. Die anschließende Übung zeigte, wie schwierig es bei einer kritischen Äußerung ist, weder in eine Vermeidungshaltung, noch in Rechtfertigung oder Gegen-Angriff überzugehen, sondern Kritik anzunehmen und im so genannten „Re-Framing“ positiv zu formulieren.

Rundum gelungene Veranstaltung
Die 27 Teilnehmenden aus ganz Deutschland machten sich mit vielen Anregungen, Ideen, Begegnungen, Kontakte und neuen Erkenntnisse im Gepäck auf den Heimweg. Das Netzwerk spannt sich quer durch alle Tandem-Generationen auf ganz unterschiedlichen Ebenen und geht aus jedem Treffen stärker und enger gewebt hervor. Die Atmosphäre wurde in der Feedbackrunde als „familiär“ und „von einem besonderen Geist durchweht“ bezeichnet, was die große Offenheit und Vertrautheit in der Runde widerspiegelt. Das erfolgreiche adh-Mentoring-Projekt läuft nun bereits seit 13 Jahren und es bleibt zu hoffen, dass diese Erfolgsgeschichte auch in Zukunft weiter geht.

Die nächsten Schritte sind eine von den aktuellen Mentees selbst organisierte Wanderung auf den Brocken als symbolischer Karriereleiteraufstieg. Im Juni folgt ein weiteres Seminar für die Mentees in Weimar. Das nächste Netzwerktreffen findet in zwei Jahren statt und hoffentlich auch dann wieder mit neuen und „alten“ Gesichtern.

Ein herzlicher Dank geht an das Projektteam und die Geschäftsstelle für die hervorragende Organisation im Vorfeld und während der Veranstaltung. Die Ländliche Heimvolkshochschule Mariaspring bot ideale Bedingungen für einen angenehmen Aufenthalt.

Elisabeth Marx (ehem. Mitglied des Tandem-Projektteams) und Kerstin Genderjahn (Mentee)

Ansprechpartner

Malin Hoster

Tel.: +49 6071 2086-13

Fax: +49 6071 2075-78

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