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NWT Gesundheitsförderung mit knapp 50 Teilnehmenden

07.09.2018

Am 4. und 5. September 2018 fand das achte Netzwerktreffen „Gesundheitsförderung im Hochschulsport“ an der HS RheinMain in Wiesbaden statt. Im Fokus stand das Schwerpunktthema „Gesundheitsförderungen von bewegungsabstinenten Studierenden und Beschäftigten“. Good-Practice-Beispiele aus verschiedenen Hochschulstandorten wechselten sich mit aktiven Erarbeitungsphasen sowie moderierten Diskussionsrunden ab.

Die Vizepräsidentin für Studium, Lehre und Internationales, Prof. Dr. Christiane Jost, begrüßte zunächst persönlich die knapp 50 Teilnehmenden des adh-Netzwerktreffens Gesundheitsförderung an der Hochschule RheinMain. Nach den Grußworten des adh-Jugend- und Bildungsreferenten Benjamin Schenk und der beiden Moderatorinnen Katrin Bührmann (Uni Wuppertal) und Lena Schalski (Uni Gießen) stellten die Gastgeber des Hochschulsports der Hochschule RheinMain, Klaus Lindemann und Maike Kaltenbach, den Hochschulsport und deren Gesundheitsförderungsangebote vor. Eine aktive Pause rundete die Vorstellung praktisch ab und brachte direkt Bewegung in das Netzwerktreffen. Anschließend stelle Stefanie Kruse, Mitarbeiterin im BA-Studiengang „Gesundheitsbezogene Soziale Arbeit“ der Hochschule RheinMain Ansätze gesundheitsbezogener sozialer Arbeit im Hochschulkontext vor.

Das Modell der „Bewegten Schule“ und deren Übertragbarkeit und Nutzen für Hochschulen stand anschließend im Mittelpunkt. Dr. Petra Cwierdzinski, Mitarbeiterin in der Sportwissenschaft/Abteilung Sportdidaktik der Bergischen Universität Wuppertal, gab eine Einführung und einen umfassenden Einblick in das Thema und erarbeitete mit den Teilnehmenden in verschiedenen Gruppen Übertragungsstrategien für das Modell „Bewegte Schule“ auf die Hochschulen und den Hochschulsport. In der zweiten Tageshälfte wurden Good-Practice-Beispiele mit unterschiedlichen Ansätzen der Bewegungsförderung vorgestellt: Stefanie Fiebig (TU Berlin) stellte die „Sportbox“ vor, die für mehr Bewegung auf dem Hauptcampus der TU Berlin sorgt. Jens Soggeberg von der Uni Marburg präsentierte das Projekt „Come on“, das mit einem „peer-to-peer-Ansatz“ Studierende für ein Sporttreiben in einer kleinen Gruppe unter Anleitung eines Mentors begeistern möchte.  

Am zweiten Tag des Netzwerktreffens wurde über die Grenzen Deutschlands hinaus geblickt: Peter Lynen (RWTH Aachen) erläuterte als Projektleiter das europäische Projekt „Active Campus Europe“, welches mit 16 Hochschulsportstandorten aus sieben europäischen Ländern ein gemeinsames Ziel verfolgt: innovative Angebote zur Gesundheitserhaltung und -förderung an Hochschulen für Mitarbeitende und Studierende zu entwickeln, diese zu testen und mit anderen Akteuren auf europäischer Ebende zu teilen. Gesündere und bewegtere Arbeits- und Lernbedingungen an den Hochschulen seien dabei die Motivation.

Katrin Bührmann, Leiterin des Hochschulsports der Uni Wuppertal, die Teil des ACE-Projektes ist, stellte den Teilnehmenden die Ansätze und Ideen des Standortes Wuppertal vor. Ein „peer-to-peer“-Ansatz mit kleinen, intensiv durch motivierte Übungsleitende betreuten, Gruppen steht in Wuppertal im Fokus. Studierende bieten anderen Studierenden unter dem Motto „Move more, feel better…“ vielfältige Bewegungsaktivitäten mit einem hohen Spaßfaktor im Rahmen eines ganzheitlichen Ansatzes an. Im weiteren Verlauf des Netzwerktreffens wurden zwei weitere Good-Practice-Beispiele für Angebote, die sich an die Zielgruppe der bewegungsabstinenten Studierenden und Beschäftigten richten, präsentiert.

Monika Teuber, Mitarbeiterin im Hochschulsport der Universität Tübingen, erläuterte das Projekt „BeTaBalance - bewegt studieren zwischen Berg und Tal“. Primäres Ziel des Projekts ist die bedarfsorientierte Planung und Umsetzung von mehr Bewegungs- und Erholungsmöglichkeiten für Studierende der Universität Tübingen unter Berücksichtigung der standortspezifischen Besonderheiten. Das Projekt geht aus der gemeinsamen Initiative "Bewegt studieren - Studieren bewegt!" des Allgemeinen Deutschen Hochschulsportverbands und der Techniker Krankenkasse hervor. Es beschäftigt sich mit der übergeordneten Fragestellung: Wie gelingt es durch spezielle Maßnahmen im Setting Hochschule vor allem körperlich inaktive Studierende zu mehr Bewegung in Alltag und Freizeit zu bringen?

Laura Först und Lena Schalski des Hochschulsports der Uni Gießen (JLU) stellten das „ahs-activity-bike“ sowie den „ahs-Hängemattenpark“ vor. Mit einem Lastenfahrrad fahren Übungsleitende an verschiedene Campusbereiche der JLU, um dort mit Frisbees, Wikingerschach, Bällen & Co. aktive Pausen zwischen Vorlesung und Mensa zu ermöglichen. Des Weiteren bietet der „ahs-Hängemattenpark“ die Möglichkeit, Ruheinseln und Entspannung in mitten des hektischen Unialltags zu nutzen und „einfach mal abzuhängen“.

Am Ende des Netzwerktreffens tauschten sich die Teilnehmenden über deren Angebote zur Förderung der Studierenden- und Mitarbeitendengesundheit an den einzelnen Hochschulen in Form eines moderierten Gruppenformats aus. Insgesamt machte die Kombination aus interessanten Inhalten, abwechslungsreichen Formaten, einer guten organisatorischen Vorbereitung durch das Hochschulsportteam der Hochschule RheinMain sowie einem äußerst interessierten und engagierten Teilnahmerkreises dieses Netzwerktreffen zu einer gelungenen Veranstaltung.

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