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Medaillenregen für deutsche Sportler bei der Universiade

11.07.2013

Die Turner Fabian Hambüchen (DSHS Köln) und Lisa Katharina Hill (HdM Stuttgart) sowie Stabhochspringerin Martina Schultze (Virgina Tech) gewinnen Medaillen für das Team des adh.

Foto: Alexander Vogel

Mit einer tadellosen Leistung sicherte sich Fabian Hambüchen am Boden die Silbermedaille. Einen Tag nach seinem zweiten Platz im Einzel Mehrkampf freute sich der 25-jährige über das zweite Edelmetall binnen 24 Stunden. Mit 15,275 Punkten musste sich der Olympiazweite von London nur dem Japaner Kato Ryohei geschlagen geben. „Fabian war sehr dynamisch unterwegs. Durch sichere Landungen konnte er die Elemente gut miteinander verbinden“, sagte Disziplinchefin Swantje Scharenberg. Einen ebenfalls starken Eindruck hinterließ Thomas Taranu (HS Pforzheim). Der BWL-Student landete mit 14,725 Gesamtpunkten auf dem fünften Rang.

Lisa Katharina Hill turnte zu Bronze. Am Stufenbarren erreichte die Turnerin des MTV Stuttgart 14,500 Punkte. „Die Übungen im Mehrkampf und im Team sind mir schon sehr gut gelungen. Das hat mir auch im Einzel Sicherheit gegeben“, sagte Hill. Mit einer beeindruckenden Leistung sicherte sich die 20-Jährige das Edelmetall. „Die Abstände waren heute sehr eng. Zwischen der Zweiten und der Fünften lagen nur wenige Zehntel. Ich wusste, dass eine Medaille drin war“, sagte die Stuttgarterin. Die zweite Deutsche Kim Bui (Uni Stuttgart) landete auf Platz vier. 0,025 Punkte trennten die beiden Turnerinnen aus Deutschland. Gold und Silber sicherten sich die heimischen Turnerinnen aus Russland.  

Am Abend verpasste Fabian Hambüchen an seinem Paradegerät dem Reck eine Medaille. Der Weltmeister von 2007 verlor nach einem Flugelement den Griff und ging zu Boden. „Der Abstand zur Stange hat leider nicht gepasst“, analysierte Scharenberg. Trotz des Abganges turnte der Student der Deutschen Sporthochschule Köln seine Übung souverän zu Ende. Mit 14,300 Punkten belegte Hambüchen den achten Rang in der Gesamtwertung.

Pia Tolle (Private FHS Darmstadt) vertrat den adh im Finale am Balken. Mit 13,300 Punkten wurde die Deutsche gute Sechste. Einen weiteren Finalplatz sicherte sich Kim Bui am Sprung. Die Bronzemedaillengewinnerin des Einzel Mehrkampfes wurde mit 13,912 Punkten Achte. Auch Thomas Taranu hatte in seinem zweiten Finale an den Ringen nichts mit der Medaillenvergabe zu tun. Der Turner des KTV Straubenhardt wurde Achter.

Martina Schultze holt Silber

Martina Schultze (Virginia Tech) hat die zweite Medaille für die deutschen Leichtathleten bei der Universiade geholt. Im Stabhochsprung der Frauen egalisierte die Englisch-Studentin mit 4,40 Metern ihre persönliche Bestleistung bei einem Freiluftwettkampf und sicherte sich somit den Platz auf dem Treppchen. „Ich habe mir immer kleine Ziele gesetzt und mich an den vorderen Rängen orientiert“, erklärte die Deutsche. Schultze startete mit 4,10 Metern in den Wettkampf. Nach einem ungültigen Versuch meisterte sie die Höhe sicher. „Ich brauche ein Gefühl für den Wettkampf und fange deshalb bei niedrigeren Höhen an. Die Fehlversuche bei 4,10 und 4,30 Metern lagen an einem zu weichen Stab. Das war schon ein gutes Zeichen“, sagte Schultze. Starke Nerven bewies die in Amerika lebende und studierende Deutsche bei 4,40 Metern. Nach zwei ungültigen Versuchen stellte die Starterin des VfL Sindelfingen im dritten und letzten Sprung ihre persönliche Bestleistung bei einem Freiluftwettkampf ein. „Ich habe mir gedacht: Jetzt oder nie. Das Team im Rücken und die Stimmung im Stadion hat mich noch einmal motiviert. Das war ein unglaubliches Gefühl“, freute sich die 22-Jährige. Knapp an der Medaille sprang Katharina Bauer (HS Ansbach) vorbei. Die Sportlerin des USC Mainz scheiterte zwei Mal an der Marke von 4,30 Metern. Erst im dritten Versuch schaffte Bauer die Höhe. Auf Grund der höheren Anzahl der Fehlversuche musste die Deutsche der Belgierin Fanny Smets im Kampf um die Medaillenvergabe den Vorrang lassen.

Judoka Clarissa Taube wird Fünfte

In der offenen Klasse schrammte Judoka Clarissa Taube (Uni Osnabrück) knapp an einer Medaille vorbei. Gegen ihre Kontrahentin aus der Ukraine musste sich Taube im Kampf um Platz drei nach fünf Minuten mit einer mittleren Wertung geschlagen geben. „Clarissa hat heute über weite Strecken gutes Judo gezeigt. Leider hat am Ende eine Kleinigkeit den Unterschied gemacht“, sagte Disziplinchef Oliver Rychter. In der Hauptrunde begann die Physikstudentin erfolgreich. Mit gezieltem Griffkampf hielt die Deutsche ihre Gegnerin aus Weißrussland auf Distanz und gewann mit einer mittleren Wertung. Nach einer Niederlage im Viertelfinale gegen die spätere Silbermedaillengewinnerin aus Brasilien, zeigte Taube eine beeindruckende Leistung im ersten Kampf der Trostrunde. Gegen die Nummer eins im russischen Juniorinnenteam dominierte die Deutsche die Begegnung. Durch konsequenten Griffkampf und gezielten Ansätzen ließ sie die Russin nicht zum Zug kommen. „Das war eine taktisch sehr gute Leistung“, freute sich Rychter. Mit zwei fünften und einem dritten Platz zeigten die Judoka-Damen des Deutschen Judobundes eine zufriedenstellende Leistung.

Badmintonspieler beenden Wettkämpfe       

Zum Abschluss der Badmintonwettbewerbe spielten Andreas Heinz (HS Ansbach) und Max Schwenger (Uni des Saarlandes) im Viertelfinale des Herren-Doppel gegen das Duo aus Malaysia. Die Deutschen begannen stark und gewannen den ersten Satz mit 24:22. „Max und Andreas haben gut begonnen und ihr Spiel durchgezogen. Leider verloren sie ihre Linie. Der Sieg wäre drin gewesen“, sagte Disziplinchef Bastian Kruse. Seine Schützlinge verloren den zweiten Satz knapp mit 19:21 und mussten sich auch im entscheidenden Spiel mit 10:21 geschlagen geben. Mit dem schlussendlichen 1:2 verpasste das Duo den Einzug in das Halbfinale. Deutlich verlor Fabienne Deprez (HS Ansbach). Im Einzel Viertelfinale der Damen musste sich die Deutsche mit 0:2 gegen ihre Kontrahentin aus Macau geschlagen geben. Trotz der Niederlage war Deprez mit der gezeigten Leistung zufrieden. Als Fünfte wurde sie beste Europäerin. Zum Abschluss der Wettbewerbe zog Trainer Boris Reichel ein positives Fazit. „Wir haben uns weiterentwickelt und sind einen Schritt nach vorne gegangen. Gegen Japan und China haben wir rückblickend die besten Leistungen gezeigt“, sagte Reichel.

Eine bittere Niederlage mussten die deutschen Tennisspielerinnen hinnehmen. Im Doppel zeigten Ria Sabay (Uni Münster) und Laura Siegemund (FU in Hagen) ein gutes Spiel. Gegen stark aufspielende Japanerinnen erarbeiteten sich die Deutschen mehrere Breakchancen. Diese nutzte das deutsche Duo nicht konsequent genug und musste sich schlussendlich mit 4:6 und 5:7 nach zwei Sätzen geschlagen geben. „Vom Potential hätten Ria und Laura das Spiel gewinnen können. Leider machten sie beim Return zu viele Fehler. Trotzdem war es ein sehr anschauliches Tennisspiel“, sagte Sportartenverantwortlicher Rüdiger Bornemann. Mit der Niederlage in der ersten Runde schied das Damen Doppel frühzeitig aus dem Wettbewerb aus. Die deutschen Farben werden im Einzel aber weiterhin durch Laura Siegemund vertreten.

Pech hatte auch Gewichtheber Martin Herberg (HS Mittweida). In der Gewichtsklasse bis 77 Kilogramm musste der Deutsche auf Grund einer Verletzung am Knie aufgeben. Dabei hatte Herberg den Wettkampf beeindruckend begonnen. Schon beim ersten Versuch riss er 140 Kilogramm. Im zweiten Versuch schaffte der Student im Fach Nachhaltigkeit sogar 145 Kilogramm. Damit sicherte sich Herberg zwischenzeitlich den ersten Platz in der Gruppe B. Im dritten und letzten Versuch ließ sich der Deutsche 152 Kilogramm auf die Hantel legen. Dies hätte Universiaderekord bedeutet. Doch Herberg scheiterte knapp. „Ich bin ein sehr emotionaler Typ und wollte den Kick erleben. Die Zuschauer rasteten aus, als ich zu meinem dritten Versuch auf die Bühne trat. Dieses Gefühl war unbeschreiblich“, sagte Herberg. Dieser beendete seinen Wettkampf nach einem ungültigen Versuch im Stoßen.        

Den Sprung in das Finale schaffte Jan-Philip Glania (Uni Frankfurt am Main). Am ersten Tag der Schwimmwettbewerbe qualifizierte sich der Olympiateilnehmer mit 0:54,64 Minuten für den Endlauf über 100 Meter Rücken. Im selben Wettbewerb verbuchte Mark Fischer (SRH HS Heidelberg) eine persönliche Bestleistung. Mit 0:55,86 Minuten scheiterte Fischer zwar knapp an der Qualifikation für das Halbfinale, stellte aber einen neuen Hausrekord auf.  

Einen neunten und einen elften Platz belegten die deutschen Wasserspringer. Im Finale vom 10 m Turm erreichte Florian Fandler (FU in Hagen) 353,65 Punkte und damit den Platz unter den besten zehn Springern. Elfter wurde Christian Picker (HU zu Berlin). Der Student der Sportwissenschaften erreichte 322,90 Punkte. 

Deutsche Hockey Herren mit zweitem Sieg im zweiten Spiel  

Den zweiten Sieg im zweiten Spiel erreichten die deutschen Hockey Herren. Gegen Japan gewann die Auswahl des DHB mit 6:0 (4:0). „Die Japaner waren sehr wendig und körperlich präsent. Trotz des klaren Ergebnisses war es schwer gegen die Asiaten zu spielen“, sagte Disziplinchef Dr. Hans-Werner Schrader. Mit Hinblick auf das kommende Spiel gegen die stark einzuschätzenden Südkoreaner seien die Japaner ein guter Gegner gewesen, so Schrader. Das erste Tor für Deutschland erzielte Anton Ebeling (HU zu Berlin). Nach 13. Minuten nutzte der Spieler das Berliner Hockey Club im Kreis seine Chance und netzte zum 1:0 ein. In der Folge blieb das deutsche Team spielbestimmend. Matthias Knüpfer (Uni Hamburg) in der 18., Sven Alex (RWTH Aachen) in der 22. und Jonas Fürste (MHMK Hamburg) in der 24. Spielminute erhöhten den Vorsprung bis zur Pause aus 4:0. „Die Tore tuen den Spielern gut. Mit den zwei Siegen sind wir perfekt in das Turnier gestartet“, sagte Schrader. In der zweiten Halbzeit nahmen die Deutschen etwas Tempo aus der Partie. Timm Haase (Uni Stuttgart) erhöhte die Führung in der 42. Minute zum 5:0. Den Schlusspunkt setzte Felix Meyer (Uni Duisburg-Essen). Der Spieler des HTC Uhlenhorst Mülheim erzielte sieben Minuten vor dem Ende den 6:0-Endstand. „Die Stimmung im Team ist super. Nun schauen wir step by step auf die kommenden Aufgaben“, sagte Schrader. Mit Südkorea wartet auf die Hockeyspieler der nächste Gegner aus Asien. 

Die deutschen Beachvolleyballer sind weiter auf Erfolgskurs. Drei der vier deutschen Duos spielen weiter um die Medaillen. Zum Ende ihrer Gruppenphase setzten sich Armin Dollinger (Private FHS Darmstadt) und Jonas Schröder (Uni Mainz) gegen Sangkhachot / Sukto aus Thailand mit 2:1 (18:21; 21:12; 15:10) durch. Ohne Satzvelrust setzten sich Finn Dittelbach (HU zu Berlin) und Lars Flüggen (HU zu Berlin) durch. Gegen das Duo aus Kanada gewannen die Deutschen mit 2:0 (21:19; 21:16). Bei den Damen gewannen Chantal Laboureur (Uni Tübingen) und Julia Sude (FU in Hagen) ihr Spiel in der K.o-Phase gegen Finnland ebenfalls deutlich mit 2:0 (21:14; 21:14). Nach einer Niederlage im ersten Spiel der K.o.-Phase gelangten auch Teresa Mersmann (FH Osnabrück) und Isabell Schneider (Uni zu Köln) wieder zurück in die Erfolgsspur. Gegen das Team aus Brasilien setzten sich die beiden Deutschen in der Trostrunde mit 2:0 (24:22; 21:17) durch.

Der Weg der Tischtennisspieler endete im Viertelfinale. Das Team um Lennart Wehking (DSHS Köln) verlor gegen China mit 1:3. Dabei zeigte das Doppel Lennart Wehking / Alexander Flemming (Uni Leipzig) eine beeindruckende Leistung. Die Deutschen dominierten die Partie und gewannen glatt in drei Sätzen gegen die Chinesen. „Das war ein phänomenales Spiel“, sagte Disziplinchef Oliver Jetter. Trotz des Erfolges im Doppel war das Viertelfinale für die deutsche Mannschaft Endstation.

Keinen guten Tag erwischten die deutschen Fechtteams. Die Damen verloren im Degen deutlich mit 25:45 gegen Frankreich. Auch für die Herren endete der Wettkampf in der ersten Runde. Nach einer Führung von 13 Punkten vergaben die Deutschen ihre Chancen und verloren gegen Mexiko denkbar knapp mit 44:45.

Fotos gibt es auf unserer facebook-Seite.

Ansprechpartner

Malin Hoster

Tel.: +49 6071 2086-13

Fax: +49 6071 2075-78

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