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Kategorie: Tagung, 2011

FISU-Konferenz im Rahmen der Universiade

16.08.2011

Die FISU-Konferenz vom 13.–15. August 2011 brachte interessante Ergebnisse über die unterschiedlichsten Wirkungsfelder des weltweiten Hochschulsports hervor.

Foto: FISU

350 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus fünf Kontinenten und über 50 Ländern widmeten sich dem Hauptthema der FISU Konferenz: „University Sport: From Culture of the ‚How‘ to the ‚Why‘ – The Future Starts Here“. Die Hauptvorträge stellten enge Verbindungen zu den Zielen der Universiade und zu den Zielen des alltäglichen Hochschulsports her. So unterstrich Alison Odell (UK), stellvertretende Vorsitzende der FISU-Studienkommission (CESU), in ihrem Vortrag die Bedeutung einer nachhaltigen Planung und Durchführung von sportlichen Großveranstaltungen an Beispielen der Universiade Sheffield 1991, den Commonwealth Games 2007 in Manchester und den Olympischen Spielen 2012 in London und stellte anhand vieler konkreter Beispiele dar, wie eine breite, weit über den Sport hinausgehende Wirkung und Nachhaltigkeit ein wesentliches Ziel von sportlichen Großereignissen sein kann.

Beeindruckende Einsichten in die kulturellen Unterschiede und in das kulturelle Verständnis von Sport erläuterte der Präsident der gastgebenden Universität von Shenzhen/China, Zhang Bigong. So findet heute ein Wandel in China von einer traditionellen und vorgegebenen Sportausbildung der Studierenden aller Fakultäten hin zu einem mehr an den Bedürfnissen der Teilnehmenden orientierten Unterricht statt. Selbstbestimmung in der Wahl der Sportarten und flexiblere Überprüfungsbestimmungen öffnen den bislang sehr direktiven, für alle Studierenden obligatorischen Sport. Dies wurde auch noch einmal von Zhong Bingshu, dem Vizepräsidenten des chinesischen Hochschulsportverbandes, in seinem Vortrag über die Wirkungen der Olympischen Spiele von Beijing 2008 und über die Veränderungen im obligatorischen Hochschulsport in China bestätigt. So ereignen sich in China aktuell bemerkenswerte Öffnungen hin zu mehr Individualität und Selbstbestimmung.

Lawrence D. Rink, Vorsitzender der medizinischen Kommission der FISU, stellte die aktuelle medizinische Versorgung während der Universiade in Shenzhen vor und unterstrich, wie umfassend sich diese Versorgung auf der Grundlage von Erhebungen und Auswertungen bei vergangenen Universiaden entwickelt hat und wie gut die Athletinnen und Athleten sowie die Offiziellen in Shenzhen versorgt sind.

Peter Lynen und Nico Sperle präsentierten für den adh das Thema: “Health Prevention and University Sport”. Das Hauptaugenmerk ihres Vortrags lag darauf, dass Gesundheit ein zentrales Thema für den Hochschulsport ist. Gesundheitsbezogene Themen und Projekte eröffnen die Chance für den Hochschulsport, neue Zielgruppen zu erschließen, neue Programme einzuführen und die Diversität der Programme zu erhöhen. Gleichzeitig kann der Hochschulsport hierüber eine Reputation als Gesundheitskompetenzcenter erlangen.

Niedrigschwellige Kursprogramme, individuelles Programmdesign, Angebote in kleinen Gruppen mit der gleichen "peer groups" sind notwendig, um Sport "drop-outs" zu verhindern beziehungsweise Sportabstinente für Bewegungsangebote zu gewinnen. Interviews zu den Teilnehmerbedürfnissen und –wünschen  im Vorfeld, während und nach den Veranstaltungen, sind hierzu genauso hilfreich, wie Bewegungsangebote, die direkt am Studien- bzw. Arbeitsplatz stattfinden. Diese Aktivitäten können zu einem selbstverantwortlichen Lebensstil führen, der Bewegung in den Lebensalltag zu integrieren hilft.

Lynen und Sperle stellten in diesem Kontext den „Pausenexpress“ als interessantes Modell zur Gewinnung von Inaktiven vor, dass sich auch zur Einführung an Universitäten in anderen Ländern eignet, was sich auch anhand der positiven Resonanz der Konferenzteilnehmerinnen und Konferenzteilnehmer zeigte. Dies wurde dadurch noch unterstrichen, dass am „Pausenexpress“ mittlerweile über 30 deutschen Hochschulen Interesse zeigen. Der vielfältige  Wunsch, dieses Programm auch an anderen Universitäten einzuführen, wurde geäußert.

Ansprechpartner

Malin Hoster

Tel.: +49 6071 2086-13

Fax: +49 6071 2075-78

hoster(at)adh.de

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