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Kategorie: Volleyball, EUC

EUC Volleyball: Platz Fünf für Hamburg

02.08.2010

Mit einem weiteren TieBreak Sieg im Abschlussspiel gegen die Universität Minho kehren die Hamburger Volleyballerinnen mit dem 5. Platz von der EUC Volleyball zurück.

Hamburg feiert!

Damit sind die Hamburger Volleyballerinnen auch das bestplatzierte deutsche Team der diesjährigen Europäischen Hochschulmeisterschaft. Die WG Mainz (Frauen) landete auf Platz Acht, die Herren von der WG Berlin auf Platz Sieben und die Herrenmannschaft von der TU Dresden auf dem 12. Platz.

Das Spiel gegen die abwehrstarken Portugiesinnen der Uni Minho erforderte eine letzte Umstellung von der Mannschaft, da Mittelblockerin Valessa Ehrke (Uni HH – vereinslos) mit Fieber ausgefallen war. Trainer Ali Hobst (VT Aurubis) entschied sich für Anita Drese (HAW – Uni HH), die die ungewohnte Aufgabe erfolgreich bewältigte. Der Spielverlauf ähnelte dem Spiel gegen Warschau. Ein zunächst dominierendes Hamburger Team gewann die Sätze eins und zwei, ließ in Satz drei in der Konzentration stark nach, kämpfte sich in Satz vier wieder ins Spiel und gewann TieBreak und Spiel letztendlich verdient mit 15:10 (3:2 – 25:17; 25:12; 22:25; 26:28; 15:10).

Finals der Damen und Herren
Im Anschluss an den eigenen Sieg ging es gleich zu den Finals der Damen und Herren. Bei den Damen gewann das Team der Bahcesehir Universität mit 3:0 deutlich gegen die Serbinnen aus Belgrad. Die Hamburgerinnen mussten nach dem Finale anerkennen, auf eben gezeigtem Niveau in diesem Jahr nicht ebenbürtig gewesen zu sein. Allerdings musste Hamburg im Turnierverlauf auch nur gegen die beiden Finalistinnen den kürzeren ziehen. Beide Finalteams boten gutes Erstliganiveau und bewiesen damit einmal mehr, dass das Leistungsniveau der Europäischen Hochschulmeisterschaften kontinuierlich nach oben steigt und die Hochschulen diesen Wettbewerb sehr ernst nehmen. Ohne angemessene Vorbereitung und ein hohes Ausgangsniveau der einzelnen Spielerinnen hat ein Team hier keine Chance mehr unter die letzten Acht zu kommen. Am schmerzhaftesten mussten das die Französinnen aus Mulhouse erfahren. Mit vier Profis aus der ersten Liga, darunter mit Christina Bauer eine Nationalspielerin, vom französischen Serienmeister Mulhouse ambitioniert angereist, war das Team dennoch chancenlos und landete auf Platz Neun.

Bei den Männern gewann der Vorjahresmeister Mordovsky State University mit einem klaren 3:0 gegen die Truppe aus Eindhoven zum zweiten Mal hintereinander die Goldmedaille und zeigte dabei gegen die großgewachsenen Holländer ebenfalls Volleyball auf oberem Erstliganiveau. Die Holländer hatten mit Misha Latuhihin sogar einen Goldmedaillen-Gewinner der Olympischen Spiele 1996 an der Seitenlinie aufgeboten. Aber auch er musste anerkennen, dass die russischen Studenten in diesem Turnier nicht zu bezwingen waren.
Zwischen den Hamburgerinnen und den Spielern aus Eindhoven entwickelte sich im Turnierverlauf eine große Sympathie. Im Finale unterstütze daher, angeführt von den Hamburger Damen, ein geschlossener Deutscher Fanblock aller vier deutschen Teams die Kommilitonen aus Eindhoven lautstark. Ein Wiedersehen in Eindhoven oder Hamburg ist das nächste Ziel beider Teams.

Top-Turnier auf hohem Niveau
Als Fazit bleibt, die Europäische Hochschulmeisterschaft Volleyball entwickelt sich zu einem Topturnier mit zahlreichen National- und Erstligaspielerinnen und -spielern und bieten neben tollem Sport die Möglichkeit zum intensiven Kennenlernen für Studierende aus Europa. Jenseits von Nationalstolz wird hier der Sport gefeiert und Völkerverständigung erfahren und gelebt. Wer dabei war, will immer wieder zu solche einer Veranstaltung und dank Facebook, Twitter etc. bleiben neue Freundschaften nun auch über weitere Distanzen ohne Probleme erhalten.

Rückreise mit Hindernissen
Eine letzte Herausforderung musste das Hamburger Team bei der Rückreise bewältigen. Der eigentlich gebuchte Flug wurde fünf Minuten vor Boarding gestrichen. Es folgte ein Buchungsmarathon unter höchstem Zeitdruck, da nur noch wenige Flüge Warschau verließen. Letztendlich wurde das Team in vier Kleingruppen gesprengt, die via Prag, München, Frankfurt und Düsseldorf die Heimreise antreten mussten. Die letzte Gruppe erreichte Hamburg erst um 6:00 Uhr morgens nach 400km Nachttour mit einem Mietwagen…

Unser besonderer Dank gilt dem engagierten Team rund um Turnierdirektor Robert Krebok, die für uns alle eine tolle Veranstaltung realisierten und unserem Attaché Piotr, der uns neun Tage immer unermüdlich zur Seite stand. Wir wollen wieder bei einer EUC dabei sein. Hamburg go!

Das Hamburger Team
Swantje Basan (UNI HH – VT Aurubis) Andrea Dellnitz (HAW – VG WIWA); Anita Drese (HAW – VT Aurubis); Valessa Ehrke (UNI HH – vereinslos); Anja Knabe-Paulsen (UNI HH – VT Aurubis); Jill Kochsiek (UNI HH – CVJM); Eva Michalski (UNI HH - VT Aurubis); Veronik Olzweska (UNI HH – vereinslos); Katrin Spychalla (UNI HH – CVJM); Imke Wedekind (UNI HH – VT Aurubis); Anja Wilk (UNI HH – vereinslos)
Ali Hobst (VT Aurubis – 1. Trainer); Björn Burmeister (SVNA – 2. Trainer); Thune Höller (VT Aurubis II – Physio); Jörg Förster (Delegationsleiter)

 

Alle News zur EUC Volleyball 2010 in chronologischer Reihenfolge

EUC Volleyball: Auftaktniederlage für Hamburg

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Hamburg fürs Viertelfinale qualifiziert

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Texte und Bilder Jörg Förster

 

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Malin Hoster

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