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Erfolgreicher 18. Internationaler Hamburger Kongress für Sport, Ökonomie und Medien

11.09.2018

Unter dem Titel „Die Werte des Sports – Ideen und Überzeugungen für die Zukunft“ fand in der vergangenen Woche, am 03. und 04. September 2018, der 18. Internationale Hamburger Kongress für Sport, Ökonomie und Medien in der Hochschule Macromedia Hamburg statt. Organisiert vom Hochschulsport Hamburg und der Hochschule Macromedia trafen sich etwa 80 Vertreterinnen und Vertreter aus Sport, Politik, Wirtschaft und Medien zur Diskussion. In über 40 Vorträgen von Rednerinnen und Rednern aus sieben Nationen standen die Werte des Sports, Ideen und Überzeugungen für die Zukunft aus unterschiedlichen Perspektiven im Blickpunkt.

Erster Kongresstag mit wegweisenden Beiträgen und intensiven Diskussionen

„Die 50+1-Regel ist das letzte Stoppschild vor der Kommerzialisierung!“ Im eigenen Vereinstrikot sorgte Andreas Rettig für ein starkes Statement zu den Werten des FC St. Pauli Hamburg. Die Präsentation des Geschäftsführers war einer der Höhepunkte des ersten Tages beim 18. Internationalen Hamburger Kongress für Sport, Ökonomie und Medien. An der Hochschule Macromedia in der Hansestadt versammelten sich am 03. September rund 80 Gäste aus Sport, Politik und Medien, um über die Werte des Sports, Herausforderungen und Bedingungen für die Zukunft zu diskutieren. Der Hamburger Staatsrat für Inneres und Sport, Christoph Holstein, hatte den Kongress mit einer Rede eröffnet, in der er wichtige Fragen zur Stellung des Sports in der modernen Gesellschaft aufstellte.  

Für ein weiteres politisches Statement sorgte Konstantin von Notz: Der stellvertretende Fraktionsvorsitzende des Bündnis 90/Die Grünen im Deutschen Bundestag verriet in seinem Beitrag zur Digitalisierung von Sportgroßveranstaltungen und E-Sport: „Das Thema schlägt politisch einen Funken!“ Andreas Rettig betonte hingegen eher die traditionellen Werte des Fußballs. Mit dem Leitsatz „Kein Fußball den Faschisten“ auf dem Trikot belegte er deutlich die Position und Bedeutung des FC St. Pauli im heutigen Fußball.

Der Hamburger Kongress bietet insgesamt über 40 Vorträge aus unterschiedlichen Perspektiven von Rednerinnen und Rednern aus sieben Nationen. Silke Kassner, Mitglied der Athletenkommission des DOSB, gab tiefe Einblicke in die Interessenvertretung Athleten Deutschland e.V. „In anderen Lebenslagen wäre so ein Eingriff in die Privatsphäre undenkbar,“ sagte sie über den Alltag von Spitzen-Sportlerinnen und -Sportlern. Kassner schilderte, wie es sei, vor fremden Personen „die Hose bis zu den Knien runterzuziehen“ und die Urinprobe in einen kleinen Becher abzugeben. Lars Mortsiefer von der NADA (Nationale Anti-Doping Agentur Deutschland) berichtete weiterhin wie Intelligence und Investigation die Anti-Doping-Arbeit verändere.

Mogens Kirkeby von der ISCA (International Sport and Culture Association) aus Dänemark sprach über die Notwendigkeit einer Wiederbelebung der Werte zivil-gesellschaftlicher Sportorganisationen. Zheng Zong von der Chengdu Sport University präsentierte einen Überblick zum E-Sport in seinem Heimatland und wie sich diese „Sportart“ in den letzten Jahren in Asien entwickelt hat. „Schon seit längerem ist E-Sport stetig gewachsen und nun sehr weit verbreitet.“

Internationale Perspektive auf die Werte des Sports im Mittelpunkt des zweiten Kongresstags

„Sport ist für mich Emotion und internationaler Austausch mit anderen Sportlern.“ Für Moritz Fürste, Hockey-Olympiasieger von London 2012, sind die Werte des Sports klar, deutlich und einfach. Wie stark jedoch diese Werte überlagert, von anderen Systemen vereinnahmt werden, wie sehr aus den Werten eine Verwertung des Sports wird, war Thema am zweiten Kongresstag.

„Wir leben den Sport und lieben den Wettkampf“, erklärte Christian Klaue, Direktor für Kommunikation im Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB), in der von Christina Rann moderierten abschließenden Podiumsdiskussion. Neben Fürste und Klaue warb der frühere Geschäftsführer der Agentur Jung von Matt/sports, Raphael Brinkert, für eine Kommunikationsinitiative für die Werte des Sports. Neben Doping, Olympia oder Korruption war auch der E-Sport ein großes Thema. „Im Kontext Sport sehe ich dieses Phänomen nicht“, erklärte Moritz Fürste fest. Der Wiener Sportsoziologe Roland Bässler bestätigte für den Sport in analoger und digitaler Weise eine wachsende Bedeutung: „Der Sport ist vor allem ein großer Wirtschaftsfaktor.“

Im Mittelpunkt des zweiten Kongresstages stand vor allem die internationale Perspektive auf die Werte des Sports. Professor Wei Wei von der Beijing Foreign Studies University zeigte die sich stark verändernde Sport-Medienlandschaft in China auf, die zunehmend von mobilen Empfangsgeräten dominiert werde. „Jugendliche in China sind eher dazu bereit, Geld dafür auszugeben, Sport auf dem Handy zu schauen, als auf dem Fernseher.“ Er prognostizierte einen Machtwechsel zwischen neuen und alten Medien in China, der vor allem von den großen Konzernen Wanda, Tencent und Alibaba beeinflusst werde. Brody J. Ruihley (Miami University/Ohio) erklärte neue Werte durch den Einfluss von Fantasy-Sport und E-Sport in den USA. „Der E-Sport ist eine Priorität, um die jüngere Generation zu erreichen.“

Der Sport werde immer politischer. Diesen Satz konnte man an beiden Tage des Öfteren im Plenum der Kongressteilnehmerinnen und Kongressteilnehmern hören. Aus der Perspektive der Medien betonte Zeit Online-Journalist Oliver Fritsch: „Auch die Öffentlichkeit ist dem Sport gegenüber kritischer geworden. Vor allem auch durch Skandale in den letzten Jahren.“ Letztlich prognostizieren jedoch viele Gäste und die Teilnehmer der Podiumsdiskussion des Kongresses eine optimistische Zukunft für die Werte des Sports.

Text: Katharina Grote (Hochschule Macromedia Hamburg)
Foto: Jörg Förster (Hochschulsport Hamburg)

Ansprechpartner

Malin Hoster

Tel.: +49 6071 2086-13

Fax: +49 6071 2075-78

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