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Kategorie: National, DHM

DHM Hallenhockey 2018 - WG Köln (Damen) und FU Berlin (Herren) gewinnen die Titel

09.03.2018

Nach langer Zeit fanden die Deutschen Hochschulmeisterschaften im Hallenhockey in diesem Jahr wieder einmal in Leverkusen statt. Großer Dank gebührt daher dem RTHC Bayer Leverkusen, der kurzerhand als Gastgeber einsprang, nachdem der vom Allgemeinen Deutschen Hochschulsportverband (adh) benannte Ausrichter, die DSHS Köln dieses Meisterschaftsturnier im Hallenhockey am 2. und 3. März 2018 aufgrund von Problemen bei der Hallenbelegung nicht in Köln austragen konnte, da zwei Hallenspielfelder benötigt wurden. Nicht weniger Dank geht an Adrian Gilles, der als allgegenwärtiger, guter Geist des RTHC zu einem unverzichtbaren Teil des Turniers wurde. Die WG Köln konnte sich den Sieg bei den Damen sichern, der Titel bei den Herren ging an die FU Berlin.

Trotz eines recht ungünstigen Termins, nicht nur am Ende der Hallensaison, sondern auch am Beginn der Semesterferien, traten neun Herren- und fünf Damenteams zu den Spielen um die diesjährigen Hallentitel an. Zuletzt hatten noch die Titelverteidigerinnen, die Damen der Uni Heidelberg ihre Meldung kurzfristig zurückziehen müssen. Die Damenkonkurrenz, mit der WG Göttingen, der WG Karlsruhe, der Uni Tübingen, der Uni Wuppertal und der WG Göttingen spielte daher in einer einfachen Punktrunde am Freitag um die Platzierungen für die Finalspiele am Samstagmorgen. Die  Herren, mit der WG Aachen, der FU Berlin, der WG Bonn, der WG Göttingen, der WG Karlsruhe, der WG Köln, der Uni Marburg, der Uni Tübingen und der Uni Wuppertal, ermittelten in zwei Gruppen am Freitag auch in einer einfachen Punktrunde ihre Teilnehmer für die End- und Platzierungsspielen am Samstagmorgen. Bei dem sehr engen Zeitplan blieb auch noch etwas Zeit für die Kommunikation der Teilnehmer bei und nach dem gemeinsamen Essen am Freitagabend, sowie für die obligatorische Versammlung der Hockeyobleute der vertretenen Hochschulen.

Die Spiele der Damen brachten recht schnell die erwarteten Zwischenstände, wobei aber die Damen der Uni Tübingen, die nach langer Zeit erstmals wiederantraten, zu überraschen wussten. Sie hatten in der wissenschaftlichen Mitarbeiterin Hanna Granz (Stuttgarter Kickers) nicht nur ihren organisatorischen, sondern auch ihren sportlichen Kopf. Tübingen und die favorisierten Kölnerinnen stellten letztendlich daher die Teilnehmer des Endspiels der Damen und für die Damen aus Wuppertal, Karlsruhe und Göttingen blieb am Samstag „nur“ noch der Kampf um die Siegernadeln in Bronze.

Sehr eng dagegen ging es in beiden Herrengruppen zu. Bis zum letzten Spiel in der Gruppe 1 zwischen der Uni Tübingen und der FU Berlin war das Rennen um die beiden vorderen Plätze vollkommen offen, aber nur der Sieger konnte noch weiterkommen. Denn unmittelbar zuvor hatte sich die WG Köln mit einem 6:1 Erfolg gegen die WG Bonn schon vorzeitig den zweiten Platz sichern können, obwohl nur ein paar Tore mehr sogar noch eine Chance auf Platz 1 in der Gruppe bedeutet hätten. Mit einem am Ende ungefährdeten 12:2 Erfolg gegen die Uni Tübingen errang dann die FU Berlin den Gruppensieg.

In der Gruppe 2 entschied ein einziges Tor über Platz 1 für die WG Aachen gegen überraschend stark spielende Marburger Studenten, die zusammen auch für den VfL Marburg antreten. Da die WG Göttingen und die WG Karlsruhe am Ende je einen Sieg zu verzeichnen hatten, brachte gleich der Erfolg aus dem direkten Vergleich im ersten Spiel das kleine Plus der Göttinger für den 3.Platz in der Gruppe vor Karlsruhe.

Zum Gedenken an den vor vier Wochen tödlich verunglückten Max-Philipp Wochner traten beide Karlsruher Teams mit Trauerflor an. Mit dem 23jährigen gebürtigen Bielefelder hatten sie nicht nur den Verlust ihres Mitspielers und Spielertrainers zu beklagen, sondern das ganze Hochschulhockey den eines begeisterten Sportlers und engagierten Organisators. Wie in den Vorjahren hatte er die Teilnahme der beiden Teams vorbereitet und für ihn sollte diese Meisterschaft zum ersten sportlichen Vergleich auf Hochschulebene mit Johann, seinem jüngeren Bruder im Team der Uni Bonn werden.

Am Samstagmorgen in den Finalspielen ging es dann wieder so eng her, wie tags zuvor in den Vorrunden: Im ersten Halbfinale zwischen der FU Berlin und der Uni Marburg wurde Christopher Stubbe, der Torhüter des Bundesligisten Zehlendorfer Wespen zum Matchwinner. Nicht nur in der verschlafenen Anfangsphase, sondern auch im notwendig gewordenen Penalty-Schießen nach dem 1:1 Endstand, wurde er zum großen Rückhalt seiner Mannschaft. Nur bei einem Penalty konnte er bezwungen werden, so dass die endgültige Entscheidung im ersten Penalty des zweiten Durchgangs fiel. Aber auch das zweite Halbfinale sah beim 2:1 der etwas ausgeglichener besetzten WG Aachen einen äußerst knappen Sieger im Spiel gegen die WG Köln, die wiederum im Spiel um Platz 3 mit einigen guten Einzelleistungen aufwarten musste um den knappen, aber letztendlich verdienten 3:2 Sieg gegen die Uni Marburg nach Hause zu bringen. Im abschließenden Herrenfinale gelang es der FU Berlin über weite Strecken das Spiel zu kontrollieren und mit wenigen, aber überragenden Spielzügen die Titelverteidiger von der WG Aachen zu überraschen und das knappe 3:2 routiniert über die Zeit zu bringen. Alle

Ergebnisse der DHM Leichtathletik (Halle), die vom adh-Gesundheitspartner Die Techniker unterstützt wurde, gibt es hier.    

Text: Dr. Hans-Werner Schrader (Disziplinchef Hockey)

Ansprechpartner

Malin Hoster

Tel.: +49 6071 2086-13

Fax: +49 6071 2075-78

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