Rückblick auf die 3. Tandem-Tour

Die Abschlussveranstaltung des dritten Mentoringprojektes Tandem am 31. Oktober und 01. November 2008 war von einer sehr persönlichen Atmosphäre gekennzeichnet. Den letzten Stunden bis zum offiziellen Ende der Projektlaufzeit in Hamburg begegneten die Mentees, Mentorinnen und Mentoren und das Projektteam mit einem lachenden und einem weinendem Auge.

Die Projektverantwortlichen, Britt Dahmen, Ines Lenze und Michaela Röhrbein sowie der adh Jugend- und Bildungsreferent Dirk Kilian, begrüßten die aus ganz Deutschland angereisten Mentees und ihre Mentorinnen und Mentoren in Hamburg. Seit dem Kennenlerntreffen am 21. Juni 2007 in Freising waren die Tandems ihre individuellen Wege gegangen. Die Abschlussveranstaltung sollte bilanzieren, wohin diese in den vergangenen 18 Monaten geführt hatten.

Nach kurzer Einstimmung begann die Analyse des Projektes in getrennten Arbeitsgruppen, in denen die Mentees sowie die Mentorinnen und Mentoren die Projektzeit beleuchteten. Die Mentees waren aufgefordert, die Meilensteine des Projektes grafisch darzustellen und sich so dessen prägendste Momente bewusst zu machen. Die Mentoren sprachen vor allem über die persönlichen Entwicklungen der Mentees und tauschten sich darüber aus, wie jedes Tandem seinen Weg beschritten hatte. Zudem erhielt das Projektteam aus beiden Gruppen Anregungen dazu, was in der nächsten Projektlaufzeit optimiert werden könnte. Im Anschluss setzten die Projektteilnehmenden den Austausch im abendlichen Hamburg fort. Nach einer Tour über den Hamburger Kiez folgten gute Gespräche beim Abendessen im „Portugiesenviertel“.

Der zweite Veranstaltungstag führte die Tandems ins Bootshaus des Hamburger Hochschulsports. Der Tag startete mit einem Impulsreferat der Hamburger Diplompädagogin Nina Stiewink. Sie setzte ihren Schwerpunkt auf das Thema „Coaching als Führungsinstrument – Wie durch Wertschätzung Wertschöpfung entsteht“. Dabei vermittelte sie, welche Wege Coaching verfolgt, aus welchen Bausteinen es besteht und wie wertschöpfender Zugang im Arbeitsverhältnis zwischen Führung und Teammitgliedern zu erreichen ist. Das Thema stieß sowohl bei den Mentorinnen und Mentoren, die als Führungspersönlichkeiten im Berufsalltag agieren, als auch bei den Mentees, die eine Karriere in einer Führungsposition durch die gewonnenen Erfahrungen im Tandem nicht mehr ausschließen, auf großes Interesse. Die anknüpfende Gruppenphase unter der Frage „Was heißt wertschätzende und wertschöpfende Leitungsverantwortung im Hochschulsport?“ fokussierte insbesondere studentisches Engagement. Als Basis von Lösungsansätzen wurde gemeinsam die „Feedback Kultur“ entwickelt. Damit ist eine institutionalisierte Form des symmetrischen Feedback-Gesprächs vor allem zwischen unterschiedlichen Hierarchie-Ebenen gemeint, die einen Austausch auf Augenhöhe von Vorgesetzten und Mitarbeitenden ermöglichen soll. Dies bildete einen guten Übergang zur anschließenden Feedback-Runde der Abschlussveranstaltung. Gefühlsbetont stellten die Mentees mit ihren Mentoren ihre Erfahrungen und Erlebnisse der letzten Monate dar und gewährten dabei persönliche Einblicke in das individuelle Arbeiten und die Ergebnisse dieser Teamarbeit. In den Präsentationen betonten die Mentoren besonders die Entwicklungssprünge der Mentees. Selbstbewusstsein und Selbstachtung seien die auffälligsten, zentralen Gewinne einer jeden jungen Frau aus diesem Projekt. Dieses Feedback nahmen die Mentees erfreut und gerne an. Jede wird nun ihren Weg weitergehen und „die richtige Route“ finden, resümierten die Projektverantwortlichen. Besonders freuten sich diese über den herzlichen Umgang und darüber, dass der Kontakt zwischen den Tandems sowie das Netzwerk unter den Mentees weiter aufrecht erhalten bleibt.

Aus den Tandems sind größtenteils Freundschaften hervorgegangen, die Sicherheit und Unterstützung bieten. Aus anfangs noch vorsichtigen Gesprächen haben sich Teams entwickelt, die sich auf Augenhöhe begegnen. Bezeichnend in diesem Zusammenhang ist die Aussage der Mentees, dass sie verstanden haben, dass auch ihre Betreuerin oder ihr Betreuer „nur mit Wasser“ kocht. Symbolisch und um diesen Zustand der Unterstützung und Sicherheit, aber auch des Loslassens zu bekräftigen, überreichten Britt Dahmen, Ines Lenze und Michaela Röhrbein den Tandems zum Abschied Kletterachter mit Karabinern und ein Zertifikat über die Projektteilnahme. Für sie als Projektteam sei es vor allem faszinierend und motivierend, wie Tandem es schaffe, Menschen zu bewegen und Veränderungen und Entwicklungen spürbar und sichtbar zu machen. Die bewegenden Szenen fanden ihren Ausklang bei einem abschließenden Umtrunk, bei dem alle auf ihre Erfolge der letzten 18 Monate anstoßen konnten.

Dorit Deeken, Mentee

Ansprechpartner

Benjamin Schenk

Tel.: 06071-208614

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schenk(at)adh.de

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