WUC Triathlon: Lange Gesichter im adh-Team
04.06.2010
Am 30. Mai 2010 fand bei heißen Bedingungen und strahlendem Sonnenschein im spanischen Valencia die 10. Triathlon WM der Studierenden statt.
Das Triathlonteam bestand in diesem Jahr aus der sechsköpfigen Delegation mit Leonie Pötsch (TU Darmstadt) bei den Frauen und den Männern Philipp Krell (Uni Potsdam), Philipp Bahlke (Uni Saarbrücken), Christian Löhner (FH Ansbach) und Christian Otto (Uni Leipzig) mit DC Bernd Lange als Teamchef.
Mit über 150 gemeldeten Aktiven aus 37 Nationen war dies bisher die größte WUC Triathlon. Dies lag vor allem daran, dass der ausrichtende spanische Hochschulsportverband zusätzlich Teams aus Südamerika eingeladen hatte, an der Studierenden-Weltmeisterschaft teilzunehmen.
Über 50 Studentinnen nahmen bereits um 08:00 Uhr das Rennen auf. Schon beim Schwimmen bildeten sich die ersten Gruppen. Leonie Pötsch gelang es leider nicht, sich vorne zu platzieren. Beim Radfahren hingegen konnte sie sich besser in einer Gruppe platzieren, musste aber auf der Laufstrecke der dann schon aufkommenden Hitze Tribut zollen und beendete letztlich das Rennen als 24.
Die Männer starteten um 10:15 Uhr. Zunächst konnten sich alle deutschen Starter relativ weit vorne festsetzen, beim Radfahren waren alle kurzzeitig gemeinsam in einer Verfolgergruppe von zwei Ausreißern sehr gut positioniert. Es keimte Hoffnung auf, dass sowohl eine Top-Ten Platzierung wie auch ein gutes Mannschaftsergebnis möglich wäre. Dieser Traum platzte dann allerding auf der Laufstrecke. Bei inzwischen tropischen Temperaturen und aufkommenden Wind wurden alle deutschen Starter nach hinten durchgereicht und hatten keine Chance den fulminanten Laufleistungen der Spitzenathleten aus Frankreich, Australien und Italien zu folgen. Letztlich reichte es zu den Plätzen 26 (Löhner), 27 (Krell), 36 (Otto) und nach Totaleinbruch 67 (Bahlke). In der Teamwertung kam nach Platzaddition ein siebter Platz zustande.
Dies ist natürlich kein zufriedenstelledes Ergebnis. Die Enttäuschung war allen Delegationsmitgliedern ins Gesicht geschrieben. Als Resumée ist festzuhalten, dass es besonders den Männern nicht gelungen ist, ihr Potenzial abzurufen. Hierzu hat sicher auch der "Klimaschock" aus dem bisher sehr kalten deutschen Frühling in den plötzlichen spanischen Hochsommer seinen Teil beigetragen. Es gilt nun, die Lehren aus dem Abschneiden zu ziehen und für 2012 eine schlagkräftiges Team zu nominieren. Dazu wird eine noch engere Abstimmung mit der Deutschen Triathlon Union erfolgen müssen, um das Niveau des Teams zu steigern. Die "Medaillentrauben" hängen immer höher, insbesondere das läuferische Vermögen hat sich extrem entwickelt.
Die WM 2011 in Taiwan findet dann zum zweiten Mal in Asien statt. Deren Veranstalter waren mit einem Team vor Ort und werden sicher eine Reihe von Erfahrungen gesammelt und mitgenommen haben, um die Veranstaltungen sowohl sportlich wie allgemein organisatorisch auf besonders in Asien gewohnt hohem Niveau zu organisieren.
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