WUC Crosslauf: Christian Glatting sichert sich Bronze
13.04.2010
Nach einer kämpferischen Leistung holte der 23jährige Medizinstudent von der Uni Bochum am Sonntag die Bronze-Medaille bei der Studierenden-Weltmeisterschaft Crosslauf im kanadischen Kingston.
Bei den Frauen schaffte das deutsche Team mit Saskia Janssen (Uni Düsseldorf, TSV Bayer 04 Leverkusen), Anna Hahner (Uni Mainz, PSV Grün-Weiß Kassel), Veronica Pohl (DSHS Köln, LG ASV/DSHS Köln) und Heike Bienstein (Uni Bochum, LG Olympia Dortmund) den siebten Platz.
Im Rennen der Männer hatte sich eine Vierergruppe frühzeitig vom Rest des Feldes abgesetzt. Christian Glatting (TV Wattenscheid) hielt sich in dieser Spitzengruppe und musste erst eine Runde vor Schluss abreißen lassen. In diesem Moment sah Glatting schon wie der sichere Vierte aus. Doch der Wattenscheider kämpfte sich auf dem profilierten Kurs wieder heran und schloss gut 400 Meter vor dem Ziel wieder zu den Führenden auf. Die Entscheidung fiel auf den letzten 200 Metern. Hier hatte der Japaner Tetsuya Yoroizaka die größten Reserven und gewann in 30:08,4 Minuten. Zweiter wurde wie zwei Jahre zuvor in Frankreich der Australier Liam Adams (30:09,7 min). Nur knapp dahinter belegte Christian Glatting in 30:11,5 Minuten einen hervorragenden dritten Platz.
Beste deutsche Studentin war die Leverkusenerin Saskia Janssen, die über fünf Kilometer in 17:26,5 Minuten den 15. Platz belegte. Bei den Frauen dominierte die Portugiesin Sara Moreira das Rennen und hatte mit einer Zeit von 16:29,3 Minuten im Ziel mehr als zwölf Sekunden Vorsprung auf die Britin Jess Sparke.
Für den adh waren neben Saskia Janssen noch Anna Hahner (17:37,2 min, 20. Platz), Veronica Pohl (17:59,4 min, 27. Platz) und Heike Bienstein (18:32,3 min, 32. Platz) am Start. Mit dem siebten Platz in der Teamwertung blieben die deutschen Damen etwas hinter ihren Erwartungen zurück. Dem junge Team um den adh-Crosslaufbeauftragten Christian Stang, der das Team auch in Kanada betreut hat, gehört jedoch die Zukunft.
Die deutsche Delegation äußerte sich sehr positiv über die Rahmenbedingungen der Studierenden-Weltmeisterschaft. Die kanadischen Organisatoren und der Technical Chairman Cross des Internationalen Hochschulsportverbandes (FISU), Till Lufft, hatten für eine sehr gut präparierte Wettkampfstrecke gesorgt. Auch die übrigen Kernbereiche der Organisation, wie Verpflegung, Unterkunft, Transfers und Information, waren bestens bestellt.
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