WG Köln wird Deutscher Hochschulmeister 2012 im Feldhockey
12.07.2012
Nicht Masse, sondern Klasse schien das Motto der diesjährigen DHM Hockey zu sein, denn fast alle Teams waren gespickt mit Bundesligaspielern.
Die Mannschaft der WG Köln wurde ihrer Favoritenrolle bei der DHM-Hockey 2012 am 7. und 8. Juli in Neuss gerecht und setzte sich mit einem am Ende etwas zu deutlichen 6:1 (2:1) Erfolg gegen das Team der Uni Duisburg-Essen durch. Im Kölner Team erwies sich U21-Nationalkeeper Lennard Leist nicht nur als sicherer Rückhalt im Tor, sondern auch als guter Organisator: Mit den Krefeldern Blasberg, Klein, Lorenz, Michely, v. Oertzen, Schmidt und Tanck fand er viel Hockey-Bundesligaerfahrung an den beiden Kölner Hochschulen. Dagegen bildete beim Endspielgegner, der Uni Duisburg-Essen, der deutsche Rekordmeister HTC Uhlenhorst Mülheim mit den Spielern Duckscheer, Fleckhaus, Meyer, Rieger, Rieß und Schalk das Rückgrat der Mannschaft.
Nach den Ausfällen in der Vergangenheit, mussten sich die studentischen Hockeyspieler bewähren und mit einer ordnungsgemäßen Meisterschaft den drohenden Ausschluss aus dem Sportartenkanon des adh und dem damit verbundenen Verlust des DHM Status verhindern. Mit der dankenswerten Unterstützung vieler Hockey-Freunde gelang es, ein meisterschaftswürdiges Turnier auszutragen.
ISS Hamburg überrascht - Uni Düsseldorf bleibt unter eigenen Möglichkeiten
Glücklich und mit Sicherheit überraschend schob sich die ISS Hamburg auf den dritten Rang der Meisterschaft, als sie nach Penalty-Schießen die Mannschaft der Uni Düsseldorf mit 6:5 bezwang. Der frühere Nationalspieler Stephan Platz, der als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der ISS auch für die Betreuung der Studierenden zuständig ist, hatte mit Feller (Harvestehuder THC), Möbus (TuS Lichterfelde), Hilmer (Großflottbeker THGC) und Kir (THK Rissen) einige spielstarke Mitspieler unter seinen Studenten gefunden, auch wenn er in Neuss auf die verletzten Brockmann (Harvestehuder THC) und Späck (jetzt Mannheimer HC) verzichten musste.
Sicherlich etwas mehr erhofft hatte sich die Mannschaft der Uni Düsseldorf. Die vom Krefelder Maxi Wüterich versammelte Mannschaft unter anderem mit Großer (Crefelder HTC), Otto (HTC Uhlenhorst Mülheim), Dohmen, Grellmann, Schalk (alle Düsseldorfer HC) repräsentierte auch wirklich gutes Bundesliganiveau, „vergaß“ aber in ihrem Halbfinale gegen Duisburg-Essen bei zahlreichen Chancen das Torschießen. Das anschließend notwendig gewordene 7m-Schießen endete glücklich mit 8:7 (3:3) für Duisburg-Essen.
In den Gruppenspielen am Samstag hatten sich die späteren Halbfinalisten teilweise recht sicher gegen die Uni Bamberg, die WG Mainz, Uni Bochum und WG Karlsruhe durchgesetzt, wobei sich die Uni Bochum um den Düsseldorfer Bundesligaspieler Dominic Giskes gegen Köln (2:4) und Duisburg-Essen (3:4) nur knapp geschlagen geben musste. Fehlende Auswechselspieler und eine Verletzung verhinderten eine mögliche Überraschung.
Neue Wettkampfregeln kommen bei den Spielern gut an
Sehr guten Anklang aus sportlicher Sicht fand der neue Wettbewerb, nach „normalen“ Regeln, das bedeutet mit Strafecken, self-pass und mit 5+1 auf dem Kleinfeld gegeneinander anzutreten. Schnelle Szenenwechsel, viele 1:1- und Schusskreissituationen sowie sehr viel Laufarbeit kennzeichneten die Spiele.
Das Wettkampf-Schiedsgericht in Neuss, bestehend aus, Bernd Mühle, Finanz- und Verwaltungsreferent im adh, Dr. Norbert Stein, Hochschulsport DSHS Köln, und Dr. Hans-Werner Schrader, DC-Hockey im adh, zeigte sich beeindruckt vom Niveau der Finalspiele, der Fairness und dem Engagement der Studenten und sieht nach dieser Veranstaltung Hockey wieder auf einem guten Weg.
Die Ergebnisse der DHM Hockey in der Übersicht gibt es hier
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