Wettbewerb guter Praxis: Gesunde Hochschulen
05.07.2011
Mit einem großen Erfolg für den Hochschulsport endete die Preisverleihung des Wettbewerbs, der am 29. Juni 2011 in Magdeburg im Rahmen der Tagung „Der Vielfalt Ausdruck verleihen“ stattfand.
Die Initiatoren des Wettbewerbs, der Arbeitskreis Gesundheitsfördernde Hochschulen (AGH) in Zusammenarbeit mit der Hochschule Magdeburg-Stendal und der Techniker Krankenkasse (TK), prämierten dabei die besten gesundheitsfördernden Konzepte in den Kategorien Maßnahmen, Projekte und Organisationsentwicklungsprozesse.
Allein die Tatsache, dass sich unter den insgesamt 19 eingereichten Beiträgen und Postern von 16 Hochschulen aus sieben Bundesländern eine Vielzahl an Konzepten befanden, die entweder von den Hochschulsporteinrichtungen selbst oder aber in Kooperation mit ihnen entwickelt wurden, spiegelte bereits die große Bedeutung des Hochschulsports im Handlungsfeld Gesundheitsförderung an Hochschulen wider.
Umso erfreulicher war es, dass dieser positive Eindruck des Hochschulsports auch von den Jurymitgliedern bestätigt wurde. Der mit 1.000 Euro dotierte erste Platz in der Kategorie „Maßnahme“ ging an das in Hochschulsportkreisen bereits bestens bekannte Verbundprojekt „Pausenexpress“ der Universitäten Potsdam, Paderborn, Wuppertal und der RWTH Aachen. Jurymitglied und stellvertretende Geschäftsführerin der Bundesvereinigung Prävention und Gesundheitsförderung e. V., Dr. Beate Robertz-Grossmann, betonte in ihrer Laudatio, dass es hier nicht nur gelungen sei mit einem niederschwelligen Bewegungsangebot ein vielversprechendes Konzept zu entwickeln, sondern dass durch die parallele Umsetzung an gleich vier, zudem strukturell sehr unterschiedlichen Hochschulen, die Übertragbarkeit des Konzepts bereits erwiesen sei und damit eine entscheidende Intention des Wettbewerbs, nämlich bewährte Projekte und Strukturen transparent und damit für andere nachnutzbar zu machen in vorbildlicher Weise erfüllt wurde. „Der Pausenexpress, anfänglich eine kleine Idee, entwickelt über ein studentisches Projekt an der Universität Potsdam, hat eine Popularität erreicht, die wir uns nie hätten vorstellen können. Der Grund dafür liegt mit Sicherheit in der Einzigartigkeit der Organisation und der Möglichkeit des Konzeptes. Mit dem Pausenexpress werden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter direkt am Arbeitsplatz bewegt und mobilisiert. Gleichzeitig haben wir durch den direkten Kontakt zu unseren Teilnehmenden die Möglichkeit, Angebote des Hochschulsports individuell zu bewerben beziehungsweise zu empfehlen. Der Einstieg in die sportliche Bewegung wird dadurch immens erleichtert“ freute sich Dr. Petra Bischoff-Krenzien, Hochschulsportleiterin der Uni Potsdam und Ideengeberin des Pausenexpresses über die Auszeichnung.
Der Hochschulsport der Bergischen Universität Wuppertal konnte sich neben der Auszeichnung im Rahmen des Verbundprojekts noch über eine weitere hervorragende Platzierung freuen. In der Kategorie „Projekte“ überzeugte der Wettbewerbsbeitrag „Das Potential der Pause“ die Jury und landete auf dem ausgezeichneten zweiten Platz. Unter der Zielsetzung, den Ressourcenaufbau durch gesundheitsorientierte individuelle Pausengestaltung zu unterstützen, bietet die Universität Wuppertal neben Maßnahmen zur Förderung der aktiven Pause mit attraktiven Mittagsangeboten und Pausengestaltungsideen auch Entspannungsareale direkt auf dem Campus an. Das entsprechende Konzept wurde vom Arbeitskreis Gesunde Hochschule der Universität Wuppertal unter maßgeblicher Beteiligung des Hochschulsports entwickelt. Die Hochschulleitung der Bergischen Universität unterstützt die Gesundheitsförderung an der Universität und sieht die Pause nicht nur als Arbeitsunterbrechung, sondern als sinnvolle Gelegenheit, verbrauchte Ressourcen wieder aufzubauen: „Es sieht vielleicht ungewöhnlich aus, dass wir uns in diesem Projekt auf der Suche nach Möglichkeiten für eine Steigerung oder den Erhalt von Leistungsfähigkeit vor allem auf die Gestaltung der Pause konzentrieren. Unsere Erfahrungen zeigen, dass die Arbeitsleistung, die Konzentration und die Motivation der Beschäftigten und der Studierenden durch gut gestaltete Pausen unterstützt werden können. Unsere Erfahrungen zeigen auch, dass sich viele Beschäftigte und Studierende durch aktive, mit Bewegungsanreizen verbundene Pausen besonders angesprochen fühlen. Die Pause ist damit nicht mehr vor allem die Lücke zwischen den Arbeitsphasen, sondern sie wird zu einem wertvollen und anregenden Bestandteil des Arbeitstages“, betont der Kanzler der Hochschule Dr. Roland Kischkel.
Mit der deutlichen Präsenz des Hochschulsports nicht nur bei Preisverleihung sondern während der gesamten Veranstaltung ist ein weiterer entscheidender Schritt gelungen, der zur Anerkennung des Hochschulsports als wichtigen Partner im Bereich Gesundheitsförderung an Hochschulen beitragen wird.
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