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Kategorie: PdSp, 2015

Uni Gießen wird Partnerhochschule des Spitzensports

22.09.2015

Spitzensport und gleichzeitig studieren: Beides unter einen Hut zu bringen, ist eine Herausforderung. Trotzdem stellen Studierende regelmäßig einen großen Teil der deutschen Teams bei internationalen Sportereignissen. Auch an der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) meistern zahlreiche Kaderathletinnen und -athleten den Spagat zwischen Spitzensport und Hochschulabschluss. Dabei möchte sie die JLU als Partnerhochschule des Spitzensports künftig noch stärker unterstützen. Am Montag wurde eine entsprechende Kooperationsvereinbarung mit dem Allgemeinen Deutschen Hochschulsportverband (adh) und dem Olympiastützpunkt Hessen unterzeichnet.

Ziel der Vereinbarung ist es, den Studierenden optimale Rahmenbedingungen zu bieten, um sowohl ihre berufliche als auch ihre sportliche Qualifikation erfolgreich voranbringen zu können. Es gehe darum, „die Kombinierbarkeit von Studium und Spitzensport zu erleichtern“, erklärte Prof. Dr. Peter Winker, Vizepräsident für Wissenschaftliche Infrastruktur der JLU. Ebenso wie sein Präsidiumskollege Prof. Dr. Adriaan Dorresteijn, Vizepräsident für Studium und Lehre, dankte er allen Beteiligten für den gemeinsamen Einsatz im Sinne der jungen Sportlerinnen und Sportler.

Dr. Rolf Müller, Präsident des Landessportbundes Hessen e.V., betonte: „Diese Vereinbarung ist dringender denn je.“ Er wusste von zahlreichen Kadersportlerinnen und Kadersportlern zu berichten, die trotz großer zeitlicher Belastungen auch im Beruf – beispielsweise als Staatsbedienstete – sehr erfolgreich seien. „Es wird ihnen nichts geschenkt“, versicherte er. Hilfreich sei aber eine größere Flexibilität – dies gelte gleichermaßen auch für die studierenden Athletinnen und Athleten.

An der Veranstaltung, in deren Rahmen die Vereinbarung unterzeichnet wurde, nahmen neben Vertreterinnen und Vertretern der JLU, des adh, des Olympiastützpunkts Hessen, des Landessportbundes Hessen und der Technischen Hochschule Mittelhessen auch die Kaderathleten Fabian Lotz (Geräteturner) und Jan Urke (Karate) teil.

Beide JLU-Studenten berichteten darüber, wie sie persönlich mit einem straffen Zeitplan Leistungssport und Studienanforderungen in Einklang bringen. Es sei im Studium zwar nicht immer leicht gewesen, bekannte Jan Urke, aber der Gedanke ans Aufgeben sei ihm nie gekommen: „Als Sportler muss man immer dranbleiben und durchhalten.“  Fabian Lotz erzählte, dass er seine Kurse eben vor und nach den täglichen Trainingseinheiten besuchen muss: "Das hat größtenteils funktioniert."

Leistungssport wird in einem Lebensabschnitt betrieben, in dem die Grundlagen für eine spätere berufliche Karriere gelegt werden. Die Vertragspartner des Spitzensportprojekts beabsichtigen, bei studierenden Kaderathletinnen und -athleten die sportbedingten Mehrbelastungen durch organisatorisch-administrative Hilfen in der Ausbildung auszugleichen. Auch die JLU stellt sich damit ihrer Verantwortung, die Studien- und Rahmenbedingungen im öffentlichen Interesse so zu gestalten, dass spitzensportliches Engagement mit der akademischen Ausbildung zu vereinbaren ist. Im Rahmen der Förderangebote sollen die Athletinnen und Athleten durch eine fundierte und zukunftsorientierte Ausbildung auch eine soziale Absicherung erfahren. „Das Projekt ist wichtig, um Studium und Spitzensport optimal miteinander vereinbaren zu können. Deshalb freut es mich besonders, dass die hessischen Hochschulen mittlerweile fast flächendeckend an dieser Initiative mitwirken“, begrüßt adh-Vorstandsmitglied Roland Joachim, der zugleich auch Vorsitzender der Landeskonferenz Hessen ist, das Engagement der JLU.

Ansprechpartner

Malin Hoster

Tel.: +49 6071 2086-13

Fax: +49 6071 2075-78

hoster(at)adh.de

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