Stipendienvergabe im Zeichen der Olympischen Spiele
26.07.2012
25 Studierende aus Niedersachsen haben ein Stipendium für ihre sportlichen Leistungen erhalten. Acht olympische Sportarten sind dabei durch die Preisträgerinnen und Preisträger vertreten.
Am Donnerstag, 19. Juli 2012, übergaben Prof. Dr.-Ing. Erich Barke, Präsident der Leibniz Universität, die Präsidentin der Hochschule Hannover, Dr. Rosemarie Kerkow-Weil, Reinhard Rawe, Direktor des LandesSportBundes (LSB) Niedersachsen und der Silbermedaillengewinner im Schwimmen der Olympischen Spiele 2004, Lars Conrad, Alumnus der Leibniz Universität, die mit jeweils 1000 Euro dotierten Auszeichnungen.
2011 initiierten die Initiative Wissenschaft der Landeshauptstadt Hannover, der Olympiastützpunkt Niedersachsen und das Zentrum für Hochschulsport an der Leibniz Universität Hannover das Projekt „Stipendien für Spitzensportlerinnen und Spitzensportler in Hannover und Niedersachsen“. Der Grundgedanke des Projekts ist, Spitzensportlerinnen und -sportler bei der schwierigen Vereinbarkeit von Studium und Spitzensport zu unterstützen. Die Stipendiatinnen und Stipendiaten kommen aus vier verschiedenen Universitäten und Hochschulen in Niedersachsen: der Leibniz Universität Hannover, der Hochschule Hannover, der Georg-August-Universität Göttingen sowie der Leuphana Universität Lüneburg.
Die aus insgesamt acht unterschiedlichen Sportarten kommenden Studierenden erhielten in einer Feierstunde jeweils ein Stipendium für das Wintersemester 2011/12 und das Sommersemester 2012. Zehn von 25 Athletinnen und Athleten, die 2012 ein Stipendium erhielten, kommen aus der Rudersparte. „Dass Rudern in Hannover stark verankert ist, ist bekannt und wir möchten dazu beitragen, dass dies auch weltbekannt wird – mit einer Bewerbung um die Europäischen Hochschulmeisterschaften im Rudern für 2015, gemeinsam mit starken Partnern der Landeshauptstadt Hannover und des Sports“, erklärte Universitätspräsident Professor Barke. Die Stipendiatinnen Kathrin Thiem und Marie Mävers können mit ihrem Stipendium sogar direkt nach London reisen: Sie vertreten im Frauen Ruderachter beziehungsweise im Damen-Hockey Deutschland bei den Olympischen Spielen. Prof. Barke würdigte die Leistung von den Olympionikinnen als Vorbild für andere Studierende: „Die Doppelbelastung mit Studium und Sport ist immer eine Herausforderung, die diese beiden Athletinnen mit Bravour meistern.“
Lars Conrad, Alumnus der Leibniz Universität Hannover und Silbermedaillengewinner der Olympischen Spiele in Athen, beantwortete Fragen zur Vereinbarkeit von Studium und Spitzensport. Conrad betone dabei die Bedeutung der Erfahrungen, die ein Spitzenathlet im Laufe seiner sportlichen Karriere durch Höhen und Tiefen macht, welche optimal auf Herausforderungen für das spätere Berufsleben vorbereiten können. „Durchhaltevermögen und Zielstrebigkeit sind Eigenschaften, die unabdingbar für herausragenden Erfolg sind“, so Conrad die Nachwuchsathletinnen und -athleten motivierend.
Voraussetzung für ein Stipendium ist die Zugehörigkeit zu einem Bundeskader einer olympischen Sportart. Neben der Niedersächsischen Lotto-Sport-Stiftung und der Neue-Presse-Sportstiftung konnte ein weiterer Förderer gefunden werden.
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