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Kategorie: Wettkampf, Bildung

„Sport frei“ – Arbeitstagung der kleinen Hochschulen

18.04.2011

20 Hochschulsportverantwortliche der "kleinen Hochschulen" kamen auf Einladung der BHT Berlin am 7. und 8. April 2011 im brandenburgischen Schloss Wulkow zusammen.

Schwerpunkt der Tagung war es, die Verbandsentwicklungen im Wettkampf- und Bildungsbereich sowie aktuelle Themen vor dem Hintergrund der besonderen Rahmenbedingungen dieser Hochschulen zu diskutieren. Nach der Begrüßung durch Daniela Hoyer, studentisches Vorstandsmitglied Chancengleichheit und Personalentwicklung, die mit Hilfe aktueller Zahlen auf die große Bedeutung der kleinen Hochschulen für den adh hinwies, berichteten zu Beginn die Vertreterinnen und Vertreter aus ihren Einrichtungen, bevor es im Anschluss zunächst um den Wettkampfbereich ging.

Aktuelle Wettkampfthemen
adh-Sportdirektor Thorsten Hütsch berichtete eingangs über den Deutschen Hochschulpokal (DHP), der auf der letzten Vollversammlung durch die Zusammenlegung des adh-Pokals und der Deutschen Fachhochschulmeisterschaften ins Leben gerufen worden ist. Der entscheidende Impuls für diesen Antrag kam aus den Reihen der kleinen Hochschulen, die sich durch die Zusammenlegung eine Profilschärfung bei den adh-Wettbewerben erhofften. In 2011 wird der DHP in den vier großen Teamsportarten Basketball, Handball, Fußball und Volleyball an verschiedenen kleinen Hochschulen stattfinden. Anschließend informierte Thorsten Hütsch über die Einführung des Schiedsrichterkostenzuschusses bei den Rundenspielwettbewerben der DHM und des DHP. Die Vertreterinnen und Vertreter befürworteten diese Unterstützung der Ausrichter in hohem Maße. Weitere Wettkampfthemen waren die Einbindung externer Kooperationspartner bei nationalen Hochschulmeisterschaften sowie die organisatorische Unterstützung der EUSA-Games 2012 durch den adh. Weiterhin diskutierten die Vertreterinnen und Vertreter der kleinen Hochschulen mögliche Sanktionen sowie vorbeugende Maßnahmen zur Vermeidung von kurzfristigen Absagen sowie Nichtantreten und frühzeitige Abreise bei Wettkampfveranstaltungen. Zuletzt informierte der Sportdirektor noch über die Umstellung des IT- und Datenbanksystems in der adh-Geschäftsstelle und die damit einhergehende neue Software für die Online-Anmeldung im Wettkampfbereich.

Alkohol- und Drogenprävention
Im zweiten Teil des ersten Tages drehte sich anschließend alles um die Alkohol/ und Drogenprävention im Hochschulsport und um die Umsetzung der im letzten Jahr bei der Vollversammlung in Münster beschlossenen Richtlinien. Dr. Jan Ries von der Hochschule Fulda, der adh-Experte für den Bereich der Suchtmittelprävention, stellte in einer ausführlichen und sehr informativen Präsentation einen Rückblick sowie die Bewegründe für die Beschäftigung mit dieser Thematik dar. Außerdem zeigte er verschiedene Strategien und Herangehensweisen zur Verhinderung übermäßigen Alkoholkonsums bei Wettkampfveranstaltungen auf. Er nahm dabei alle Beteiligten in die Pflicht. Von der entsendenden Hochschule und den Athletinnen und Athleten über die Disziplinchefinnen und Disziplinchefs bis hin zu den Ausrichtern sind alle dazu aufgefordert, ihren Beitrag zu fairen und stressfreien Wettkämpfe zu leisten.

Beim abendlichen Buffet stand schließlich der informelle Austausch im Mittelpunkt. Alle Teilnehmenden nutzten die Gelegenheit, sich mit den Kolleginnen und Kollegen der anderen Hochschulsporteinrichtungen zu unterhalten, derzeitige Entwicklungen zu besprechen und den Abend in gemütlicher Runde ausklingen zu lassen.


Credit Points im Hochschulsport
Der Vormittag des zweiten Tages stand im Zeichen der verbandlichen Bildungsarbeit. adh-Bildungsvorstand Dr. Arne Göring referierte im ersten Teil über die Bildungspotenziale im Hochschulsport und die damit einhergehenden Chancen, aber auch Herausforderungen, die das ECTS-und Credit Point-System für die Hochschulsporteinrichtungen bietet. Er zeigte die Alleinstellungsmerkmale sowie Besonderheiten des Hochschulsports und die verschiedenen Schlüsselkompetenzen, die durch Engagement im Hochschulsport entwickelt werden können, auf und veranschaulichte damit auch, dass kaum eine andere universitäre Institution besser für das ECTS-System geeignet ist als der Hochschulsport. Gleichzeitig machte er aber auch auf die Anforderungen aufmerksam, die die Einführung von ECTS und die Vergabe von Credit Points im Hochschulsport mit sich bringen und welche besonders für die kleinen Hochschulen eine zusätzliche Belastung werden können. Die vielen Beispiele aus den Einrichtungen aber machten deutlich, dass sich die Arbeit lohnt und nicht nur die Studierenden, sondern auch die Hochschulsporteinrichtungen selber davon profitieren können. Die Vertreterinnen und Vertreter der kleinen Einrichtungen waren außerordentlich interessiert und äußerten unter anderem den Wunsch, weitere Unterstützung zur Erstellung von Konzepten sowie Argumentationshilfen für die Einführung von ECTS im Hochschulsport zu erhalten.

Pausenexpress
Im letzten Block der Arbeitstagung ging es schließlich um die bundesweite Einführung des Konzepts Pausenexpress. Dr. Petra Bischoff-Krenzien, die Hochschulsportleiterin der Uni Potsdam, zeigte, welch großes Potenzial der Pausenexpress auch im Hinblick auf die Erhöhung des Bekanntheitsgrad und die Verbesserung der Vernetzung des Hochschulsports innerhalb der Hochschule besitzt. Sie erläuterte außerdem, wie man bei der Einführung des Pausenexpress am besten vorgehen sollte. Als besonders wichtig für die Etablierung dieser innovativen und vom DOSB-Innovationsfond 2010 geförderten Maßnahme zur betrieblichen Gesundheitsförderung hob Dr. Petra Bischoff-Krenzien die Werbung und PR-Arbeit hervor. und Ideengeberin dieser Form einer bewegten Pause für Hochschulmitarbeitende am Arbeitsplatz, informierte über die Hintergründe und Ziele des Pausenexpress. Sie zeigte auf, Über diese Informationen hinaus stellte sie auch den derzeitigen Stand der Arbeitsgruppe "Pausenexpress" vor. Nach der Perspektivtagung am 17.und 18. Mai in Tübingen wird es am 18. und 19. Mai in Stuttgart eine Tagung für alle interessierten Hochschulsporteinrichtungen geben, bei der Handlungsleitlinien und Argumentationshilfen zur Einführung des Konzepts "Pausenexpress" an Hochschulen vorgestellt und diskutiert sowie Umsetzungsfragen geklärt werden sollen.


Zwei inhaltsreiche Tage gingen schnell vorbei. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren sich aber trotz der knappen Zeit einig, dass die Arbeitstagung erneut ein voller Erfolg war und selbstverständlich auch im nächsten Jahr wieder stattfinden soll. Es zeigte sich wie schon in den vergangenen Jahren, dass die Fragestellungen und Themen in den kleinen Hochschulen schlichtweg eine besondere Relevanz haben. Der besondere Dank gilt den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Beuth Hochschule für Technik Berlin, die durch hervorragende Vorbereitungen ein tolles Ambiente für die Arbeitstagung im Schloss Wulkow schafften!

 

Ansprechpartner

Julia Beranek

Tel.: 06071-208613

Fax: 06071-207578

beranek(at)adh.de

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