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Kategorie: Bildung, 2014

Seminar (Steuer-)Rechtsfragen und Organisationssteuerung im Hochschulsport

12.11.2014

Bereits zum neunten Mal tauschten sich Vertreterinnen und Vertreter der Hochschulen über (Steuer-)Rechtsfragen und Organisationssteuerung aus. An der HU zu Berlin waren 19 Teilnehmende dabei.

Der erste Seminartag stand ganz im Zeichen eines Planspiels, bei dem verschiedene Einflüsse auf die Organisationsentwicklung einer Nonprofit-Organisation (NPO) simuliert wurden. Die Teilnehmenden trafen in vier Gruppen strategische Entscheidungen im Management eines fiktiven Sportvereins. Dabei entdeckten sie komplexe Zusammenhänge und übertrugen diese auf die eigene Organisation. Entscheidungen wurden über mehrere Perioden hinweg im Team getroffen und betriebswirtschaftliche Zusammenhänge erarbeitet.  Unter der Spielleitung von Frau Hamm, von der Quintessenz Management KG, mit Unterstützung der Referenten Jens Kesseler und Andreas Dzaack, beide von der IQ Steuerberatungsgesellschaft mbH, konnten die Teilnehmenden während des  Planspiels Fragen stellen und praxisorientierte Erfahrungen sammeln. Anschließend ging es darum, Transfers zu tätigen, die Personalplanung und Infrastruktur zu organisieren, Kredite aufzunehmen und Sponsoren zu gewinnen. Wie in der Praxis stellten die Teilnehmenden am Ende jedes Haushaltsjahrs eine Gewinn- und Verlustrechnung nebst Bilanz auf. Hierbei ergab sich ein Spielstand, der am Ende des Planspiels einen Vergleich ermöglichte. So stellten die Hochschulsportvertreterinnen und –vertreter fest, welche Gruppe am effektivsten geplant hat.

Am zweiten Tag hielt Dr. Bojan Djukic, von Contrast Management-Consulting Wien, einen bemerkenswerten Vortrag über „Komplexitätsreduktion im Manangement“.  Anhand der Leitgedanken des 21. NPO-Kongresses unter dem Thema „Geht es auch einfacher“ stellte er drei Leitaussagen dar.

  • Komplexität per se ist nicht verringerbar oder komplett beherrschbar.

Personen können diese meistern, indem sie sich der Komplexität aktiv widmen und mit ihr so einfach und effektiv wie möglich umgehen. Dabei ist, die selbsterzeugte Komplexität zu vermeiden.

  • NPOs und öffentliche Verwaltungen gelten ebenfalls als (hoch)komplexe Systeme.

Effektive Ansätze zum Umgang mit dieser Komplexität werden (noch) zu wenig aktiv umgesetzt. Viele Informationen stiften keinen Nutzen.

  • Viele NPOs haben im Versuch, sich im hochkomplexen Umfeld effektiv zu bewegen, selbst eine hohe interne sowie wertvernichtende Komplexität aufgebaut.

Dazu gehören ineffektive und ineffiziente Organisations- und Prozessstrukturen. Meist werden  mächtige IT-Lösungen zum Problem.  

Dr. Bojan Djukic wies darauf hin, dass es gilt, klare, einfache und zeitnahe Entscheidungen zu treffen und die Nutzung vielfältiger Kommunikationswege voran zu treiben. Hierzu leisten maßgeschneiderte, entscheidungs- und kommunikationsunterstützende Controlling-Systeme wertvolle Beiträge. Die Handhabung der Steuerungsinstrumente treibt die Komplexität an, anstatt sie zu reduzieren. Der Blick auf das „Wesentliche“ geht verloren.

NPOs kommunizieren tendenziell ineffizient und ineffektiv sowie häufig nicht empfängerorientiert. Dadurch wird das Meistern komplexer Entscheidungssituationen massiv erschwert. Gemeinsame Bilder entstehen nur selten. Möglichst einfach gestaltete Kommunikationsmittel sollten eingesetzt werden. Häufig finden wir Doppelgleisigkeiten vor.

Ein Video verdeutlichte diese Problematik. In diesem versuchten Erwachsene, Kindern Begriffe aus der Management- und  Finanzwelt zu vermitteln. Dabei stießen die Erklärenden an die eigenen Grenzen. Praxisnahe Beispiele aus dem Hochschulsport, unterstützen darüber hinaus die oben genannten Thesen. Erlebbar wurde dies für alle Teilnehmenden, als sie anschließend in kindgerechter Sprache ihre eigenen beruflichen Aufgaben und Tätigkeiten beschrieben.

Den Abschluss des Seminars bildete das Thema „Förderverein“. Die  beiden Experten Kesseler und Dzaack erläuterten die Besonderheiten des Fördervereins und stellten insbesondere die rechtliche Seite sowie die Vorteile dieser speziellen Vereinsform dar. Des Weiteren wurden Tipps für eine richtige Anwendung, beispielsweise in der Formulierung der Satzung mit dem Blick auf den Hochschulsport, gegeben. Im Anschluss behandelten die Referenten und die Teilnehmenden zahlreiche Fragen und Probleme aus der Praxis. Die Hochschulsportvertreterinnen und -vertreter zeigten sich am Ende des Seminars mit der praxisorientierten und theoretischen Ausrichtung der Veranstaltung sehr zufrieden.

Ansprechpartner

Malin Hoster

Tel.: +49 6071 2086-13

Fax: +49 6071 2075-78

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