Personalführung in Theorie und Praxis
07.07.2011
24 Teilnehmende kamen am 27. und 28. Juni 2011 in Potsdam zum Seminar „Personalführung“ zusammen. Sie nutzen die Möglichkeit, Führungsqualitäten unter die Lupe zu nehmen und sich neues Wissen anzueignen.
Diese zweite Fortbildung der adh-Seminarreihe für angehende Führungskräfte im Hochschulsport richtete sich erstmals sowohl an Frauen als auch an Männer. Dass diese Neuerung sehr gut angenommen wurde, zeigte sich in dem nahezu ausgeglichenen Geschlechterverhältnis der Gruppe.
Begrüßt wurden die Teilnehmenden von Dr. Petra Bischoff-Krenzien, Leiterin des Hochschulsports Potsdam, die die Organisation des Seminars übernommen hatte, sowie von Michaela Röhrbein (Uni Hannover), Mitglied im Ausschuss für Personalentwicklung und Chancengleichheit, der sich für die inhaltliche Ausgestaltung der Seminarreihe verantwortlich zeigt. Durch das Seminar führte Dr. Heike Faust, die als freiberuflicher Coach auf Themen wie Kommunikationstechniken oder Führen und Motivieren spezialisiert ist.
Im Mittelpunkt des Seminars standen die Themen „Führen durch Motivieren“ sowie „Konfliktentstehung und -klärung“. Am ersten Tag beschäftigten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit unterschiedlichen Kommunikationsstilen und lösungsorientierten Gesprächen.
Informationen zur Gesprächsführung zwischen Führungskraft und Mitarbeiterin wurden gegeben und so genannte „no-gos“ diskutiert. In Demonstrationsgesprächen wurden verschiedene Szenarien nachgestellt. Im Blickpunkt der Gruppe standen hierbei sowohl die verbale als auch die nonverbale Kommunikation sowie die Wirkung und der Einsatz von Körpersprache. Mit Hilfe eines auf Selbsteinschätzung beruhenden Tests identifizierten die Teilnehmenden ihre individuellen Verhaltensstile und konnten daraus Rückschlüsse über den eigenen Arbeits- und Führungsstil sowie mögliche Konfliktpotenziale bei der Zusammenarbeit mit anderen ziehen.
Die Grundlagen der Gesprächsführung standen in der zweiten Hälfte des ersten Tages im Mittelpunkt. Anhand von Rollenspielen demonstrierte die Referentin die Unterschiede zwischen zuweisungs- und lösungsorientierten Gesprächen.
Nachdem der erste Tag bei sommerlichen Temperaturen an der Havel sowie anschließendem Bummel durch das holländische Viertel ausgeklungen war, wurde am nächsten Morgen die bereits am Vortag vermittelte Theorie in die Praxis umgesetzt. In Dreiergruppen übten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ebenfalls mit Hilfe eines Rollenspiels in der Durchführung von lösungsorientierten Gesprächen anhand von selbstgewählten Problemszenarien. Es wurde widerholt deutlich, dass Führen ein hochsensibles Thema ist, das von unterschiedlichsten Faktoren beeinflusst wird. Jede Menge Fingerspitzengefühl, Professionalität und Sachkenntnis ist in der jeweiligen Situation nötig.
Mit dem „Vier-Ohren-Kommunikationsmodell“ von Schulz von Thun testeten die Teilnehmenden anschließend auf welcher Kommunikationsebene sie ihre Stärken haben: der Sachebene, der Appellebene, der Beziehungsebene oder der Selbstkundgabe.
Die Einschätzung der Teilnehmenden zum Seminar fiel am Ende sehr positiv aus. Die Möglichkeit der Teilnahme von Frauen und Männern wurde als sehr befruchtend für die Arbeit empfunden. Alle bekundeten großes Interesse an den noch ausstehenden adh-Seminaren zur Reihe für angehende Führungskräfte.
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