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Kategorie: Vollversammlung, 2010

Lagebericht des Vorstandes

18.10.2010

Das Jahr 2010 wird in der Chronik des Verbandes als bemerkenswerter Zeitraum mit einschneidenden Entscheidungen und zukunftsweisenden Entwicklungen Eingang finden.

Der adh-Vorstand

Die allgemeinen hochschulpolitischen und die spezifisch hochschulsportbezogenen Entwicklungen machen es für den adh unabdingbar, den Blick nach innen zu richten und sich auf die damit verbundenen Herausforderungen und Chancen zu konzentrieren.

In den Jahren 2005 bis 2009 war die Verbandsarbeit stark von internationalen Aktivitäten geprägt: Zusätzliche deutsche Vertreterinnen und Vertreter konnten in den Gremien und Kommissionen der beiden internationalen Hochschulsportverbände positioniert werden, der adh führte zwei Europäische Hochschulmeisterschaften und eine Studierenden-Weltmeisterschaft durch, die maßstabsetzend für die nachfolgenden Meisterschaften sein sollten, und er bewarb sich um die Sommer-Universiade 2015, wenngleich die Universiade-Bewerbung letztendlich unbeendet blieb. Gegenwärtig findet eine verstärkte Hinwendung zu den vorwiegend national ausgerichteten Belangen des adh und seiner Mitgliedshochschulen mit einer deutlich veränderten Schwerpunktsetzung statt.

Schwerpunktverschiebungen

Ausgangspunkte dieser strategischen Neuausrichtung sind die nach der Beendigung der Universiade-Bewerbung im adh-Vorstand begonnene Diskussion über und die Fixierung von Zielsetzungen sowie die Vollversammlung 2009. So lassen sich die wesentlichen Zielorientierungen, auf die sich die Vorstandschaft im Einvernehmen mit den Referentinnen und Referenten der adh-Geschäftsstelle verständigt haben, wie folgt zusammenfassen:

  • Ausbau des Verbandsservice
  • Zukunftssicherung durch neu ausgerichtete Bildungsarbeit
  • Steigerung der Leistungsfähigkeit des Wettkampfwesens
  • Überarbeitung und Neuorientierung der Marketingaktivitäten für den Hochschulsport in Deutschland

Bei der Vollversammlung wurde einerseits die finanzielle Basis der Verbandsarbeit nach mehr als 25 Jahren durch eine mit großer Mehrheit beschlossene Beitragserhöhung für die künftigen Herausforderungen gesichert. Andererseits wurden wichtige inhaltliche Entwicklungen auf den Weg gebracht. So beauftragte die Mitgliedschaft den Vorstand, die Kosten- und Abgabenstruktur für die Wettkampfveranstaltungen zu überarbeiten, das Thema Alkoholprävention gezielt und nachdrücklich zu behandeln, die Regionalisierung zu überprüfen und die gegenwärtigen Regelungen zur Bildung von Wettkampfgemeinschaften anzupassen. Entsprechende Beschlussvorschläge werden in die Vollversammlung 2010 eingebracht und von der Mitgliedschaft zu bewerten sein. Diesen Aufgaben hat sich der Verband ebenso gestellt, wie weiteren Anpassungen organisatorischer und inhaltlicher Art. Mit der sehr erfolgreichen Veränderung insbesondere der Veranstaltungsformate Perspektivtagung (bisher Hauptamtlichentagung) sowie der Neustrukturierung der Vollversammlung und der Bildungsarbeit wurden diese Bereiche gezielt in den Mittelpunkt der Vorstandsarbeit der zurückliegenden Monate gerückt.

Ziel dieser Entwicklungsarbeit im Bildungsbereich ist es, den Verband und seine Mitgliedshochschulen stärker an den Herausforderungen hochschulpolitischer Entwicklungen sowie allgemeiner und sportspezifischer gesellschaftlicher Trends auszurichten. Spezifische und in ausgewählten Bereichen neue Angebotsformen – wie Netzwerken, Kompetenzzentren an den Hochschulsporteinrichtungen, Expertenrunden oder Workshops – sollen zu einer breiteren Vernetzung der Hochschulsporteinrichtungen in Sachfragen und zu einer verstärkten Orientierung an Best-Practice-Beispielen führen.
In Ergänzung zu diesen Aktivitäten hat der Verband für zwei DOSB-Projektausschreibungen den Zuschlag erhalten, sodass externe Fördermittel sowohl für den Bereich Sportstättenentwicklung als auch für die Fortsetzung der Arbeit im Bereich Frauenförderung und Personalentwicklung eingeworben werden konnten. Der Erfolg dieser Maßnahmen lässt sich bereits jetzt an der hohen Akzeptanz des eingerichteten Netzwerks zu Fragen des Fitnessstudiobaus, der Sportstättenplanung, der Hochschulsportverwaltung (Steuerfragen, Online-Anmeldesysteme) sowie der Gesundheitsförderung festmachen. Diese Themenbereiche werden auch in den nächsten Jahren im Fokus der inhaltlichen adh-Arbeit stehen, und der Vorstand wird diese Angebote konsequent ausbauen und den eingeschlagenen Weg weiter verfolgen.

Verbandsservice

Ebenfalls fortgesetzt und in den relevanten Bereichen weiter ausgebaut werden die Serviceleistungen des Verbandes für seine Mitgliedshochschulen. Neben dem insbesondere seit der Bundestagswahl 2009 intensiv betriebenen politischen Lobbying und den etablierten Erhebungen zur Mitgliederzufriedenheit im adh und zur Studierendenzufriedenheit im lokalen Hochschulsport (CHE-Befragung) werden gezielt die Beratungsleistungen der Geschäftsstelle und einzelner Gremien weiterentwickelt. Im Fokus stehen dabei Fragestellungen zur Struktur- und Personalentwicklung im Hochschulsport, zu Profilbildungsaktivitäten der Hochschulsporteinrichtungen, zu Administrationstools und Verwaltungssystemen sowie zu Versicherungsfragen, insbesondere mit Blick auf die Leistungen der Landesunfallkassen (LUK).

Da statistisches Zahlenmaterial zum Hochschulsport zunehmend bedeutsamer wird, sowohl für die Legitimation dieses außercurricularen Angebotsbereichs der Hochschulen als auch für dessen Weiterentwicklung, hat der Verband sowohl in Eigenregie als auch mit Kooperationspartnern wichtige Studien realisiert. So wurden im Berichtszeitraum durch sehr aufwändige Erhebungen die Situation der hauptamtlich im Hochschulsport tätigen Frauen oder das Abschneiden der Studierenden bei den Olympischen Spielen in Peking 2008 und ihre Fördersituation an den Partnerhochschulen des Spitzensports analysiert. Die umfangreichste Studie zum Hochschulsport der letzten Jahrzehnte führte der adh in Zusammenarbeit mit der Hochschul-Informations-System GmbH (HIS) durch. Im Rahmen dieser Befragung wurden die Studierenden des HIS-BUS-Panels zu ihrer Sportausübung allgemein, zur Teilnahme am Hochschulsport, zu Motiven und Einstellungen, zu gesundheitlichen Einschätzungen und zu Bewertungen des Hochschulsports um detaillierte Auskünfte gebeten. Das umfangreiche Datenmaterial wurde in Zusammenarbeit mit der Universität Göttingen ausgewertet. Die Ergebniszusammenfassung liegt seit Kurzem mit beeindruckenden Erkenntnissen vor, eine ergänzende Publikation erscheint im Jahr 2011. Die wissenschaftlichen Ergebnisse der Studie belegen unter anderem Veränderungsprozesse im Sportverhalten der Hochschulsportnutzerinnen und -nutzer, die zu entsprechenden Anpassungen der Angebotsstruktur und inhaltlicher Schwerpunkte Anlass geben.

Mit der Wiederbesetzung der Büroleitungsposition nach dem Wechsel der bisherigen Stelleninhaberin in das Bildungsressort wird auch personell dem Serviceaspekt Nachdruck verliehen, weil durch die Schärfung des Stellenprofils mit den Aufgabenbereichen Zielgruppenkommunikation und Qualitätsmanagement die Mitgliederbetreuung eine nochmalige Aufwertung erfahren hat. Mit Martina Merz konnte eine Mitarbeiterin für diese Aufgabe gewonnen werden, die durch entsprechende Qualifikationen sowohl in den Bereichen Mitgliederorientierung und Kommunikation als auch im Bereich der Verbands- und Gremienorganisation das Geschäftsstellenteam gezielt verstärkt.

Zukunftsorientierung

Auf dem Weg des Verbandes in eine gesicherte Zukunft, in der er weiterhin eine wichtige Rolle in der deutschen Sport- und Hochschullandschaft spielen will, sind ausgehend von den Grundentscheidungen der zurückliegenden Legislaturperiode des Vorstandes wichtige Projekte weitergeführt worden. Gegenwärtig wird die Restrukturierung des Bildungsbereichs mit großem Aufwand umgesetzt und seit Anfang 2010 von der Jugend- und Bildungsreferentin Ebba Koglin fachkompetent koordiniert und betreut.
Zu den Neuerungen zählen die verstärkt dezentrale Organisation der Veranstaltungen, eine strenger an den inhaltlichen Anforderungen der lokalen Hochschulsporteinrichtungen ausgerichtete Veranstaltungs- und Themenauswahl sowie ein themenspezifisch organisiertes Angebot für spezifische Handlungsfelder des Hochschulsports. Allen an dieser sehr erfolgreichen Entwicklung Beteiligten - innerhalb und außerhalb des Bildungsressorts - sei für ihren Beitrag schon heute ausdrücklich gedankt. Am Ende dieser Veränderungen soll eine neue Bildungsarbeit stehen, die umfänglicher als in der Vergangenheit Fortbildungsangebote zu den jeweils relevanten Fragestellungen bereithält, Austauschplattformen für Akteure im Hochschulsport kreiert und begleitet, verbandsinternes Wissen besser zugänglich macht und wissenschaftlich fundierte Erkenntnisse zum akademischen Sport generiert.

Für die Zukunftsfähigkeit des Verbandes sind insbesondere seine Strukturen und Arbeitsprozesse ausschlaggebend. Vor diesem Hintergrund wurde auf Anregung des Ausschusses für Chancengleichheit und Personalentwicklung sowie der Studierenden im Verband unter dem Label Tandem ein Coaching-Projekt für Gremienmitglieder erprobt, das erstmals nach den Neubesetzungen der Verbandsorgane im Zuge der letzten Vollversammlung erfolgreich zum Einsatz kam. Tandem-Coaching ermöglicht eine bessere Einarbeitung neuer Funktionsträgerinnen und -träger sowie eine schnellere Arbeitsfähigkeit weniger erfahrener Kräfte durch (die) Unterstützung ausgeschiedener und erfahrener Gremienmitglieder. Das Projekt trägt mithin zu einer Effizienzsteigerung ehrenamtlicher Arbeit bei und erleichtert, insbesondere Studierenden mit ihren zunehmend eingeschränkten Zeitbudgets, die fortgesetzte Mitarbeit in den wichtigsten Gremien des Verbandes.

Gegenstand verschiedener Strukturanpassungsüberlegungen ist nicht erst seit dieser Vorstandsamtszeit der Gremienzuschnitt des Verbandes. Im Vergleich zu zahlreichen anderen Verbänden verfügt der adh aufgrund des Fehlens einer Ländergremienebene als satzungsmäßige Organe bereits über eine flache Hierarchie und damit über direkte Mitbestimmungsmöglichkeiten der Mitglieder auf der Bundeseben, was als positiv wahrgenommen wird. Dem entgegen bieten sowohl die Zusammensetzung der Gremien – in diesem Falle speziell des Vorstandes –, ihr inhaltlicher Zuschnitt und ihre Zuständigkeiten als auch die Sitzungshäufigkeit und -kultur regelmäßig Anlass zu Diskussionen. Der Vorstand erörtert derzeit Möglichkeiten, wie Anpassungen in diesem Bereich die erforderlichen Managementprozesse im Verband effektiver gestalten und besser realisieren können.

Der Wachstumskurs des adh mit stetig steigenden Mitgliederzahlen ist auch weiterhin ungebrochen. Einem Austritt der Universität Flensburg im Berichtszeitraum stehen mit der Hochschule für Gesundheit Bochum, der Hochschule Bremen, der Europäischen Medien- und Business-Akademie (Hamburg), der HafenCity Universität Hamburg, der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin und der Hochschule Wismar sechs neue Mitglieder gegenüber.

Nachhaltige Erfolgsentwicklung

Die Entwicklung des Verbandes, die Ausgestaltung seiner Aufgaben- und Angebotsstruktur, seine Leistungsorientierung und Bereitschaft zur Übernahme neuer und zusätzlicher Arbeitsgebiete für die Mitglieder setzen eine gesunde Finanzierungsgrundlage und eine nachvollziehbare Gebühren- und Abgabenordnung voraus. Die bei der letztjährigen Vollversammlung beschlossene Beitragserhöhung, die auf Antrag der Mitgliedschaft über die vom Vorstand vorgeschlagene Größenordnung hinausging, versetzt den Verband in der nächsten Zukunft in die Lage, die kommenden Herausforderungen vor dem Hintergrund eines abgesicherten Budgets angehen und meistern zu können.

Die Verbandsabgabe im Wettkampfbereich sollte sich am Prinzip der Kostenverursachung einerseits orientieren und andererseits vergleichbare Größenordnungen über die Sportarten hinweg gewährleisten. Mit dem in diesem Jahr vom Verbandsrat genehmigten und erfolgreich praktizierten Modell konnten beide Vorgaben weitgehend realisiert werden, sodass vorbehaltlich einer Zustimmung der Vollversammlung eine gute Grundlage auch für die kommenden Wettkampfperioden vorliegt.

Der Erfolg eines Projekts drückt sich sowohl über die Nachfrage nach dem inhaltlichen Konzept als auch durch die Bewerberzahl potenzieller Teilnehmerinnen aus. Mitunter tragen auch externe Beurteilungen und ganz sicher Preise für innovative Entwicklungen zum Nachweis einer herausragenden Projektarbeit bei. Das Mentoringprojekt Tandem befindet sich nach der Auszeichnung des Welthochschulsportverbandes FISU bei der General Assembly 2009 in diesem Jahr bereits in seiner vierten Auflage. Das Thema Frauen und Führungspositionen ist weiterhin auf dem Vormarsch wie sich unter anderem beim diesjährigen FISU-Forum zeigte, das sich dem Thema "Women's Leadership and (University)Sport" einen ganzen Tag widmete. Dem Verband selbst ist es gelungen, sich mit seiner Initiative zur Förderung von Frauen für Leitungsstellen im Hochschulsport im Wettbewerb um den DOSB-Innovationsfonds 2009 durchzusetzen. So konnten Fördermittel zur Erhebung der Situation von Frauen in den Arbeitsstrukturen des deutschen Hochschulsports eingeworben und für die Entwicklung von Strategien zur Erhöhung des Anteils weiblicher Führungskräfte eingesetzt werden.

In einem weiteren Kernbereich der Verbandsarbeit blickt der adh auf eine stabile Anzahl von Wettkampfveranstaltungen zurück, die sich im vergangenen Jahr durch eine gute Ausrichterqualität auszeichneten. In fast allen Veranstaltungsformen konnten die Zahlen des vergangenen Jahres wieder erreicht werden und im jungen Format „adh-Trophy“ fanden gar doppelt so viele Events wie im Vorjahr statt. Mit 48 Deutschen Hochschulmeisterschaften konnte der zahlenmäßige Aufwärtstrend bei der bedeutendsten Veranstaltungsform bestätigt werden. Auch die Melde- und Teilnahmezahlen liegen auf dem Niveau des Vorjahres, wobei aufgrund einiger Melderekorde einerseits und Teilnahmeeinbrüche in ausgewählten Sportarten andererseits keine sportartunabhängige Entwicklung insgesamt aber stabile Zahlen ausgemacht werden konnten. Diese Bilanz darf aber nicht über die Beobachtung hinweg täuschen, dass es zunehmend schwieriger wird, Ausrichter für die insbesondere technisch und logistisch aufwändigen Sportarten zu finden. So konnten die Veranstaltungen in den Sportarten Wellenreiten, Snowboard und Freeski nur durch die Unterstützung externer kommerzieller Partner und die Deutschen Hochschulmeisterschaften Feldhockey, Rugby und Straßenrennrad gar nicht durchgeführt werden. Als richtige Entscheidung stellte sich auch im zweiten Jahr die Zusammenlegung von adh-Pokal und DFHM-Wettbewerben heraus. Ebenfalls im zweiten Jahr wurde das Projekt Campusliga durchgeführt, das mit einem Anstieg von zwölf Standorten in 2009 auf 18 Standorte in 2010 einen beachtlichen Zuspruch erzielen konnte.

International sind deutsche Aktive bei Studierenden-Weltmeisterschaften und Europäischen Hochschulmeisterschaften zahlenmäßig erneut – der Bedeutung Deutschlands im internationalen Hochschulsport – angemessen vertreten gewesen. Bei 18 Welt- und zwölf Europameisterschaften gingen deutsche Athletinnen und Athleten an den Start. Allerdings stellt sich im Vergleich zu den Vorjahren die Erfolgsstatistik sehr unterschiedlich dar. Während deutsche Aktive auf der Weltebene gewohnt erfolgreich waren und mit zahlreichen Titeln, Medaillen und erstklassigen Resultaten aufwarteten, ist auf der europäischen Ebene eine beeindruckende Leistungsentwicklung über alle Sportarten hinweg zu konstatieren, die insbesondere von der verstärkten Entsendung hochklassiger Sportlerinnen und Sportler aus den osteuropäischen Ländern befördert wird. Folglich konnten die deutschen Studierenden nicht mehr an die Bilanz der letzten Jahre anknüpfen. Ergänzt wurde das internationale Programm durch bilaterale Austauschmaßnahmen im Fußball und Tennis sowie durch die Teilnahme der Uni Münster an den Friendship Games im israelischen Eilat.

Eines der sensibelsten Themen des Sports beschäftigt nicht erst seit heute auch die Arbeit des Verbandes im Bereich Breiten- und Leistungssport. Der adh erklärt sich selbstverständlich solidarisch mit dem Anti-Doping-Kampf des DOSB und beteiligt sich aktiv an den Maßnahmen der Nationalen Anti-Doping Agentur (NADA). Er erfüllt alle Auflagen für eine effektive Bekämpfung jedweder Form von Leistungsmanipulation und Medikamentenmissbrauch und steht für einen sauberen und fairen Sport. Über die bereits seit Jahren praktizierten und abgestimmten Maßnahmen der Dopingbekämpfung hinaus wird der adh gemeinsam mit der NADA ein Modellprojekt initiieren, das insbesondere den Verbänden mit einer im Vergleich zu anderen Sportorganisationen abweichenden Wettkampforganisation eine effektive, juristisch einwandfreie und finanzierbare Arbeit in diesem Bereich ermöglicht. Die NADA übernähme dabei wesentliche Teile des Managements eines hoffentlich auch weiterhin nicht eintretenden Dopingfalles und würde den Verband durch ihre Expertise bei der Administration des Verfahrens sowie bei der Sanktionierung nachgewiesener Dopingvergehen entlasten. Eine derartige Zusammenarbeit findet erstmals in dieser Arbeitsteilung Anwendung und hat somit Modellcharakter für die weitere Arbeit der NADA in Deutschland.

Mit der Studierenden-Weltmeisterschaft Reiten 2012 in Aachen soll die deutsche Beteiligung an der internationalen Veranstaltungsausrichtung fortgeschrieben werden. Am vielleicht besten Reitstandort weltweit werden der adh und die RWTH Aachen mit Unterstützung des Ministerium für Familien, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen sowie in Zusammenarbeit mit der Deutschen Reiterlichen Vereinigung, dem Deutschen Akademischen Reiterverband und dem Aachen-Laurensberger Rennverein die studentische Reitelite aus bis zu 30 Nationen willkommen heißen. Die Vorbereitungen auf dieses Event haben mit den ersten Sitzungen des Organisationskomitees und der Übernahme der FISU-Fahne bei der diesjährigen Weltmeisterschaft in Sangju (KOR) nicht nur begonnen, sondern stellen vielmehr die Voraussetzung zur erneuten Positionierung Deutschlands als erstklassiges Ausrichterland für Veranstaltungen des Europäischen- und des Weltverbandes dar.

Marketingorientierung

Die bereits 2008 im Rahmen der Universiade-Bewerbung eingeleitete Neugestaltung des adh Corporate Designs wurde in den zurückliegenden Monaten durch die Umstellung sämtlicher Produkte der Öffentlichkeitsarbeit auf das überarbeitete Erscheinungsbild abgeschlossen. Mit diesen Anpassungen sind aber nicht nur gestalterische Optimierungen realisiert worden, sondern auch inhaltliche und funktionale Weiterentwicklungen beispielsweise der Website, der Newsletterangebote oder der adh-eigenen Markenwelt. In letzterem Zusammenhang konnte durch die Einführung der DHM-Marken nach dem Vorbild der internationalen Hochschulsportverbände das Problem gelöst werden, für die adh-Meisterschaften einen juristisch durchsetzbaren Veranstaltungsschutz herzustellen. Im Zuge dieser Aktivitäten sind alle derzeit im Verband genutzten Logos überprüft und durchgängig in die Markenstrategie eingepasst worden. Mit den jüngsten Änderungen geht ein sehr aufwändiger und über mehrere Jahre angelegter Entwicklungsprozess einem vorläufigen Ende entgegen, der dem Verband ein zeitgemäßes Erscheinungsbild gibt, ohne die Unverwechselbarkeit der traditionell von der adh-Farbe Blau geprägten visuellen Identität aufzugeben.

Die Arbeit im Bereich Verbandsvermarktung war in den Krisenjahren 2009 und 2010 von der Zielstellung geprägt, zunächst die bestehenden Partnerschaften in den Segmenten Sponsoring, klassische Werbung und Verbundkauf zu erhalten. Diese gezielte Partnerpflege des Vorstandes und der Hochschulsportmarketing GmbH ist weitgehend erfolgreich gewesen, sodass im Berichtszeitraum keine Beendigungen bestehender Kooperationen zu verzeichnen waren. Mithin konnte der finanzielle Eintrag aus Vermarktungserlösen für den Verband auf einem beachtlichen Niveau gehalten werden. Die Akquisition neuer Partner – insbesondere eine Kompensation der Brunel-Partnerschaft – konnte dagegen nur in sehr begrenztem Umfang realisiert werden. Während im Bereich der Verbundkaufpartnerschaften gezielte Ergänzungen vorgenommen werden konnten, haben die vielfältigen Bemühungen, auch in Zusammenarbeit der HSM, mit insgesamt drei externen Agenturen bislang noch nicht zur Gewinnung von neuen Sponsoren im Jahr 2010 geführt. Gegenwärtig laufende Gespräche mit neuen Partnern lassen allerdings die Erwartung zu, dass für das Jahr 2011 wieder bessere Ergebnisse bei der Akquisition erzielt werden können.

Als Konsequenz aus den Auswirkungen der Wirtschaftskrise auf die Hochschulsportmarketing GmbH wurde mit dem neuen Geschäftsführer, Herrn Jürgen Wolf, der im September den langjährigen Geschäftsführer Ottfried Seuberling ablöste, eine strategische Anpassung der Geschäftsfelder diskutiert. Um das Unternehmen unabhängiger von Konjunkturschwankungen im Bereich Vermarktung zu machen und gleichzeitig die Servicepalette für den Verband und die Mitgliedshochschulen zu erweitern, liegt eine Ausweitung der bisherigen Geschäftsaktivitäten auf die Felder IT-Dienstleistungen (Hochschulsportverwaltungssoftware, Kursanmeldesysteme und Systemsupport) sowie Veranstaltungsorganisation und Touristikdienstleistungen nahe. Diese Geschäftsfelder werden gegenwärtig intensiv auf ihre Marktbedingungen hin geprüft und bei positivem Ausgang der Prüfprozesse sukzessive in das Portfolio der Agentur aufgenommen.

Der Vorstand hat aufgrund des umfassender gewordenen Aufgabenbereichs des adh und im Hinblick auf die alten und neuen Schwerpunkte auch im kommenden Jahr ein beachtliches Arbeitspaket geschnürt. Es gilt, die angestoßenen Prozesse zu steuern und zu begleiten, die notwendigen Anpassungen zu realisieren und die Herausforderungen des Universiade-Jahres 2011 erfolgreich zu lösen. Der Blick zurück verpflichtet immer auch zum Blick nach vorn – und dort wartet ausreichend Arbeit für den zweiten Teil dieser Legislaturperiode.

Der adh-Vorstand

  • Nico Sperle (RWTH Aachen)
  • Roland Joachim (HS Darmstadt)
  • Dr. Arne Göring (Uni Göttingen)
  • Daniela Hoyer (Uni Hamburg)
  • Jetta Leena Ramcke (Uni Hamburg)
  • Mischa Lumme (Uni Göttingen)
  • Olaf Tabor (adh-Generalsekretär)

Ansprechpartner

Julia Beranek

Tel.: 06071-208613

Fax: 06071-207578

beranek(at)adh.de

Mai 2012
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  • Konstruktive Kommunikation und Konfliktbewältigung
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  • Konstruktive Kommunikation und Konfliktbewältigung
  • Bewegungskoordination im HSP
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  • DHM Leichtathletik
  • DHM Golf
  • adh-Open Fechten - Sie & Er
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  • DHM Golf
  • adh-Open Fechten - Sie & Er
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  • DHM Orientierungslauf
  • DHM Badminton
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  • DHM Sportschießen und Bogen
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  • DHM Sportschießen und Bogen
  • WUC Taekwondo
  • adh-Open Flagfootball
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  • WUC Taekwondo
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  • DHM Boxen
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  • adh-Open Wellenreiten
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  • DHP Basketball
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  • DHM Boxen
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