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Kategorie: Tagung, Bildung

Hürden überwinden - Fachtagung „Inklusion ist keine Illusion?“

02.10.2014

Kirsten Stegemann, adh-Vorstandsmitglied Chancengleichheit und Personalentwicklung, besuchte die Fachkonferenz "Inklusion ist keine Illusion" der Sportministerkonferenz.

Im schönen Ambiente der Stiftung der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) kamen zur Fachtagung „Inklusion ist keine Illusion?“ am 22. September 2014 viele Interessierte und Engagierte aus den verschiedenen Bereichen des Sports in Frankfurt am Main zusammen. Für den adh nahm Kirsten Stegemann, Vorstandsmitglied für Chancengleichheit und Personalentwicklung, an dieser Veranstaltung teil.

Begrüßt wurden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer von Dr. Edeltraud Leibrock, Vorstand der KfW Stiftung, sowie Peter Beuth, Minister des Inneren und für Sport des Landes Hessen sowie aktueller Vorsitzender der Sportministerkonferenz. Den thematischen Einstieg bildete ein Vortrag von Prof. Dr. Gudrun Doll-Tepper. Die Vizepräsidentin des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) für Bildung und Olympische Erziehung sowie Vorsitzende der Deutschen Olympischen Akademie sprach über aktuelle Entwicklungen im Themenfeld „Inklusion und Sport“.

Im Anschluss zeigte Verena Bentele, Beauftragte der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderung und mehrfache Paralympics-Siegerin im Langlauf und Biathlon, auf, was „Sport für Alle!“ bedeutet und appellierte zum Umdenken in diesem Bereich.

„Inklusion ist keine Illusion?“

Der zweite Teil der Fachtagung hielt am Nachmittag vier unterschiedliche Workshops zu folgenden Themen bereit: Vernetzung/Zusammenarbeit von Politik und Sport, Barrierefreiheit von Sportanlagen, Strukturen und Förderung der Inklusion im Leistungssport sowie Bedürfnisse und Möglichkeiten von Menschen mit Behinderung. adh-Vorstandsmitglied Kirsten Stegemann besuchte den Workshop zum Thema Bedürfnisse und Möglichkeiten von Menschen mit Behinderung. Nach einer kurzen Einführung, gewährten die Athletin Georgina Schneid (gehörlose Leichtathletin aus München) und die Athleten Thomas Horn (Blindenfußballer aus Marburg) und Mark Solomeyer (Athletensprecher Special-Olympics-Rheinland-Pfalz) Einblicke in ihre jeweilige Sportpraxis. Im Anschluss folgte die Erarbeitung von Handlungsempfehlungen in den Bereichen Bewusstseinsbildung, Partizipation, Barrierefreiheit und Qualifikation.

Folgende Handlungsempfehlungen wurden im Workshop erarbeitet und formuliert:

Bewusstseinsbildung: Der Sport und die Zivilgesellschaft müssen aktiv für eine Aufklärung der Möglichkeiten des Sports von Menschen mit Behinderungen eintreten. Dabei müssen auch die Fähigkeiten und Fertigkeiten der Menschen mit Behinderung vermittelt werden. Die Aufklärung beginnt dabei schon im Innern des organisierten Sports.

Partizipation: Im organisierten Sport müssen Strukturen entwickelt werden, die eine stärkere Einbeziehung von Menschen mit Behinderung ermöglichen und neben dem gemeinsamen Sporttreiben weiteres Engagement erlauben. Die Etablierung von Menschen mit Behinderung im organisierten Sport steht dabei im Mittelpunkt der Bemühungen. Menschen mit Behinderung treten als Expertinnen und Experten auf. Ihre Erfahrungen und Kompetenzen sollen während des Prozesses berücksichtigt und genutzt werden.

Barrierefreiheit: Beim Neu- und/oder Ausbau von Sportstätten muss auf alle Bereiche der Barrierefreiheit geachtet werden. Dies soll sich auch in der Erarbeitung sowie Überarbeitung von Förderrichtlinien widerspiegeln. Die Erreichbarkeits-, Zugangs- und Nutzungsmöglichkeiten von Sportstätten und Sportangeboten sollen mit Hilfe einer Dokumentation überprüft und langfristig dokumentiert werden.

Qualifikation: Qualifizierungs- und Weiterbildungsangebote, die einen gemeinsamen Sport von Menschen mit und ohne Behinderung ermöglichen, müssen konzipiert, weiterentwickelt und etabliert werden. Eingeschlossen sind Maßnahmen zur Netzwerkbildung beziehungsweise Vertiefung der Kontakte. Die Behindertensportverbände stehen mit ihrer Fachkenntnis als Dienstleister und in beratender Funktion zur Verfügung.

Nach dem Abschluss der Workshops wurden die zentralen Aussagen aller vier Themenbereiche dem Plenum präsentiert und in einer zusammenfassenden Podiumsdiskussion mit Prof. Dr. Heinz Zielinski (Vorsitzender der Sportreferentenkonferenz), Prof. Dr. Gudrun Doll-Tepper, Manuela Smermund (Aktivensprecherin) und Bürgermeister Jürgen Kaiser (Vertreter der Kommunalen Spitzenverbände) diskutiert. Dabei wurden mögliche Perspektiven für den gemeinsamen Sport von Menschen mit und ohne Behinderung vorgestellt.

Kirsten Stegemann, die auch in der AG-Inklusion des DOSB die Verbände mit besonderen Aufgaben vertritt, war sich am Ende des Tages sicher, wertvolle Erkenntnisse gesammelt zu haben. „Ich habe viele Eindrücke und Anregungen für die Verbandsarbeit mitnehmen können. Diese werden mir bei der Erarbeitung, Planung und Umsetzung von Maßnahmen innerhalb des Themenfelds „Inklusion im (Hochschul-)Sport“ hilfreich sein“, sagte Stegemann abschließend.

Ansprechpartner

Malin Hoster

Tel.: +49 6071 2086-13

Fax: +49 6071 2075-78

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