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Kategorie: Bildung, Netzwerktreffen

Gesundheitsförderung: Enormes Potential durch Präventionsgesetz

18.07.2016

Am 07. und 08. Juli 2016 lud die Uni Wuppertal zum Netzwerktreffen Gesundheitsförderung ein. Im Zentrum der Veranstaltung standen unter anderem die Chancen und Möglichkeiten des neuen Präventionsgesetzes.

Dr. Mischa Kläber referiert über das Präventionsgesetz und das Handlungsfeld Hochschule

Positive Effekte des Studi Pausenexpress
Mit über 40 Teilnehmerinnen und Teilnehmern zeigte sich deutlich, welch große Relevanz das Thema „Gesundheitsförderung“ derzeit für den Hochschulsport hat. Dies unterstrichen auch die Beiträge von Dr. Manuela Preuß und Dr. Anja Steinbacher. Sie hoben unter anderem hervor, welche umfassenden Möglichkeiten und Chancen insbesondere nach der Verabschiedung des Bundespräventionsgesetzes im Studi-Pausenexpress stecken. Anhand verschiedener Erhebungen in Wuppertal und Bonn wiesen sie positive Effekte des Studi-Pausenexpress auf die Konzentration und Lernatmosphäre nach. Dem theoretischen Input folgte ein Workshop zum Studi-Pausenexpress, in dem schwerpunktmäßig die Themen: Kompetenzen der Übungsleitenden, Ziele des Pausenexpresses, Besonderheiten und Herausforderungen sowie Buchung und Evaluation behandelt wurden.

Bewegungsorientierten Gesundheitsförderung im irischen Hochschulsport
Einen Blick über die Landesgrenzen hinaus bot anschließend Brian Mullins, der das Konzept der Dubliner UCD School of Public Health, Physiotherapy and Sport Science zur bewegungsorientierten Gesundheitsförderung präsentierte. Er erläuterte unter anderem den Strategieplan der UCD zur Gesundheitsförderung und explizit zu "Get in Gear" und machte deutlich, welch hohen Stellenwert der Auf- und Ausbau der Gesundheitsförderung als zweite starke Säule neben dem Wettkampfsport im Hochschulsport der UCD einnimmt.

Teambuilding und Gesundheitsförderung
Am zweiten Seminartag stand zunächst das Thema „Teambuilding“ auf der Agenda. Sören Walla und Malte Hopfer von der Deepwood GmbH stellten den Mehrwert von Teambuildingmaßnahmen für Hochschul(-sport)teams vor. Sie zeigten dabei auf, wie sich gutes Arbeitsklima auf die Gesundheit der Mitarbeitenden positiv auswirkt und welche Rolle der Hochschulsport als Anbieter von hochschulinternen Teambuildingmaßnahmen einnehmen kann.

Das Präventionsgesetz und das Handlungsfeld Hochschule
Den Fokus auf die Chancen und Möglichkeiten des Präventionsgesetzes für den (Hochschul-)Sport legte abschließend Dr. Mischa Kläber, DOSB-Ressortleiter Präventionspolitik und Gesundheitsmanagement, in seinem Vortrag. Den Teilnehmenden wurde verdeutlicht, welch großes Potential im Präventionsgesetz und in den im Februar veröffentlichten Bundesrahmenempfehlungen der nationalen Präventionskonferenz liegen. Hierin werden das Handlungsfeld Hochschule und der Hochschulsport als zu beteiligende Organisation explizit genannt. Somit erhalten die Hochschulen und der Hochschulsport den Auftrag, durch entsprechende (Bewegungs-)Angebote die Gesundheit von jungen Erwachsenen nachhaltig zu fördern und zu sichern. „Der adh und seine Mitgliedshochschulen besitzen insbesondere im Hinblick auf den durch das Präventionsgesetz gestärkten Settingansatz enormes Potential, sich innerhalb der Hochschulen zu positionieren. Dem Hochschulsport stehen dabei verschiedene Handlungsfelder offen, die er mit seinen breitgefächerten Angeboten füllen kann“, so Mischa Kläber.

Betriebliche Gesundheitsförderung in der Praxis
Wie die betriebliche Gesundheitsförderung im Hochschulsport verankert werden kann, verdeutlichen im Anschluss Ebba Koglin (Hochschulsport Uni Osnabrück) und Antje Cleve (Hochschulsport Hochschule Harz) anhand von Praxisbeispielen. Ebba Koglin erläuterte, wie der Pausenexpress für Bedienstete an der Uni Osnabrück mit Hilfe einer Stakeholderanalyse ins Leben gerufen werden konnte. Antje Cleve zeigte auf, wie es „kleinen“ Hochschulsporteinrichtungen gelingen kann, sich im Kontext der Gesundheitsförderung zu positionieren und das Standing an der Hochschule stärken.

Gelungenes Netzwerktreffen mit hoch aktueller Thematik
„Die starke Nachfrage am Netzwerktreffen hat deutlich gemacht, dass dieses Thema eine große Relevanz für den Hochschulsport hat. Den Organisatorinnen Lena Schalski (Uni Gießen) und Katrin Bührmann (Uni Wuppertal) ist es gelungen, hierfür ein sehr vielseitiges und interessantes Programm zu erstellen. Sowohl vom einen oder anderen Blick über den Tellerrand als auch von Erfahrungsberichten und dem Austausch konnten die Teilnehmenden profitieren und sicherlich alle etwas mit nach Hause nehmen“, lautete das Fazit von Dirk Kilian, adh-Vorstand Breitensport, Bildung und Wissenschaft zum Netzwerktreffen Gesundheitsförderung.

Ansprechpartner

Malin Hoster

Tel.: +49 6071 2086-13

Fax: +49 6071 2075-78

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