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Erfolgreicher Kick-off der Initiative „Bewegt studieren – Studieren bewegt!“

03.11.2017

Am 25. und 26. Oktober 2017 fand die Auftakt-Veranstaltung der Initiative „Bewegt studieren – Studieren bewegt!“ am UNISPORT der Technischen Universität Kaiserslautern statt. Damit fiel der offizielle Startschuss für die 32 ausgewählten und geförderten Projekte. Die Umsetzung läuft nun bis zum 31. März 2019.

Ziel der gemeinsamen Initiative des Allgemeinen Deutschen Hochschulsportverbandes und der Techniker Krankenkasse ist es, die Lebenswelt Hochschule bewegungsfreundlicher zu gestalten. Bereits zum Auftakt der Veranstaltung wurde deutlich, von welcher Relevanz das Thema „Bewegungsorientierte Gesundheitsförderung“ für die verschiedenen Anspruchsgruppen innerhalb der Lebenswelt Hochschule ist. Vorstandsmitglied Dirk Kilian stellte hierzu fest: „Die Thematik gewinnt aufgrund der politischen Rahmenbedingungen weiter an Bedeutung. Dies wird durch das Präventionsgesetz und der Verabschiedung der Bundesrahmenempfehlung greifbar. Hierin werden das Handlungsfeld Hochschule und der Hochschulsport als zu beteiligende Organisation explizit genannt. Somit erhalten die Hochschulen und der Hochschulsport den Auftrag, durch entsprechende (Bewegungs-)Angebote die Gesundheit von jungen Erwachsenen nachhaltig zu fördern und zu sichern.“ Die gestartete Initiative soll hierzu maßgeblich beitragen. Analog zum Präventionsgesetz ist es das Ziel, einen Beitrag zu leisten, der bewegungsorientierten Gesundheitsförderung an Hochschulen den Stellenwert einzuräumen, den das Thema braucht. Hierbei steht explizit der salutogenetische Ansatz im Fokus. Studierende sollen in ihrer Lebenswelt unterstützt werden, gesundheitsförderliche Lebensweisen zu entwickeln und im Alltag umzusetzen. Risikofaktoren für die Entstehung lebensbedingter Krankheiten wie Bewegungsmangel oder chronischer Stress sollen reduziert und gesundheitliche Ressourcen gestärkt werden. Daneben sollen die Verhältnisse, in denen das Studium und das Leben als Studierende stattfinden, so gestaltet werden, dass sie die Gesundheit unterstützen. Den Handlungsbedarf und die Wichtigkeit dieses Ansatzes bekräftigte Jeannine Kahlweiß, Studentin der Humboldt-Universität zu Berlin und Mitglied der Steuerungsgruppe der Initiative: „Insbesondere in den Prüfungsphasen kommen Alltagsbewegungen zu kurz. Es würde sehr helfen, wenn bewegungsfördernde Maßnahmen im Setting Hochschule verankert und nachhaltig verstetigt werden, damit eine gesundheitsbewusste Kultur für Studierende geschaffen wird.“ Wobei die Gesundheitsförderung im Hochschulsektor ein über den Settingansatz hinausgehendes Potenzial besitzt: Studierende als Multiplikatorinnen und Multiplikatoren und „Führungskräfte von morgen“ haben Einfluss auf die gesellschaftliche Entwicklung und Wertehaltung, wobei diese insbesondere durch die im Hochschulsystem gemachten Erfahrungen bestimmt werden.

Den ersten inhaltlichen Impuls im Rahmen der Auftaktveranstaltung in Kaiserslautern bot Jörg Reitermayer vom House of Competence (HOC) des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) zum Thema „Aufbau eines lebensweltorientierten studentischen Gesundheitsmanagements (SGM) am Beispiel MyHealth“. Reitermayer skizzierte zunächst die Ausgangslage zur Studierendengesundheit unter ganzheitlicher Berücksichtigung der studentischen Lebenswelt. Im Mittelpunkt stehe ein ganzheitliches Gesundheitskonzept, welches unter anderem Lebensfreude, einen Zustand des Wohlbefindens sowie ein Stadium des Gleichgewichts von Risikofaktoren und Schutzfaktoren beinhalte. Durch partizipative Aktionsforschung solle sichergestellt werden, dass die Studierenden „die erste Geige spielen“. In der Praxis umgesetzt werde dies innerhalb verschiedener Seminare, Lehrveranstaltungen und Maßnahmen. So bietet das House of Competence (HOC) am KIT bereits ECTS-akkreditierte  Schlüsselqualifikationsangebote im Bereich der Gesundheitsförderung an. Abschließend erläuterte Jörg Reitermayer verschiedene Gelingensfaktoren des Projekts. Neben der frühzeitigen, kollegialen Einbindung  der Studierendenvertretung, des Studierendenwerks und des BGM, spielen Kommunikation, Vernetzung, Flexibilität und der Faktor Zeit eine große Rolle.

Die interaktive Vorstellung der vielfältigen Projekte erfolgte im Anschluss anhand eines Steckbriefes sowie einer Postkarten-Aktion. Ob bewegungsförderliche Campusgestaltung, Buddy- und Tandemprojekte, Smartphone-Apps, Bewegungsparcours, bewegungsaktivierende Pausengestaltung, Bikeability oder campusnahe Spiel- und Bewegungsprogramme – die kreative Vielfalt der Projekte verdeutlichte das große Potenzial des Hochschulsports im Kontext der bewegungsorientierten Gesundheitsförderung von Studierenden in der Lebenswelt Hochschule. Um dies in den Vordergrund zu stellen, entschied sich die Steuerungsgruppe der Initiative dazu, besonders innovative, partizipative und nachhaltige Projektideen im Rahmen der Kick-off-Veranstaltung zu prämieren. So wurden sechs Projekte explizit vorgestellt und ausgezeichnet., Hierzu zählen die Universität Bielefeld (Mobile Bewegungspausen), die Universität Duisburg-Essen (drei Projekte für mehr Bewegung im Studienalltag – Treppe statt Aufzug, Studi-Pausenexpress, Bewegungsteams in Studierendenwohnheimen), die Hochschule Emden/Leer (Seminarbewegtes Lernen), die Leibniz Universität Hannover (All inklusiv: Das Buddy-Projekt für einen inklusiven SportCAMPUS), die Technische Universität Kaiserslautern (Game of TUK) und die Hochschule Ostfalia (Nutze deinen Weg).     

Mit den „Möglichkeiten und Grenzen der Förderung“ startete der zweite  Tag der Veranstaltung. Bianca Dahlke (Prozessberaterin der TK) und Markus Kerkhoff (Gesundheitsförderung Lebenswelten TK) stellten die Rahmenbedingungen in der gesetzlichen Krankenversicherung dar. Basis hierzu ist das Präventionsgesetz nach §§ 20, 20a und 20b ff. SGB V in Verbindung mit dem Leitfaden Prävention des Spitzenverbands Bund der Krankenkassen (GKV-Spitzenverband). Entsprechend des gesetzlichen Rahmens sind die Grenzen der Förderung beispielsweise in der Übernahme von Kosten für Baumaßnahmen, Kleingeräte, Forschungsprojekte/Screenings ohne Interventionsbezug gesteckt. Die Möglichkeiten der Förderung liegen unter anderem im Strukturaufbau und der Förderung von Vernetzungsprozessen, in der Bedarfsermittlung/Analyse, in der Zielentwicklung unter Partizipation der Zielgruppe Studierende sowie in der Fortbildung von Multiplikatorinnen und Multiplikatoren in Prävention und Gesundheitsförderung. Zielsetzung sollte stets die Verstetigung des Gesundheitsprozesses durch Einbindung der hochschulverantwortlichen Träger und deren Studierende sein. 

Dr. Brigitte Steinke (Gesundheitsförderung Lebenswelten TK) referierte über „Studentisches Gesundheitsmanagement“, dem Kooperationsprojekt der Techniker Krankenkasse, der Landesvereinigung für Gesundheit und Akademie für Sozialmedizin Niedersachsen e. V. sowie dem Arbeitskreis gesundheitsfördernder Hochschulen, in dem auch der adh vertreten ist. Sie erläuterte die Dynamik der Studierendengesundheit. Gesundheitsförderung gewinne als Attraktivitätsmerkmal der Hochschulen zunehmend an Bedeutung. Ebenfalls werde die Gesundheitskompetenz als wichtige Ressource für den Berufseinstieg betrachtet.

Anschließend stand der CampusPlus der Technischen Universität Kaiserslautern im Mittelpunkt des Kick-offs. Ob Campusletics, MTB-Verleih, Spiel- und Bewegungsmöglichkeiten - Max Sprenger (stellvertretender Leiter des UNISPORTS Kaiserslautern) beeindruckte die Teilnehmenden mit der Vielfältigkeit der Angebote des UNISPORTS Kaiserslautern, die fest im Studienalltag der TU Kaiserslautern verankert sind und für eine Attraktivitätssteigerung des Campusleben sorgen.     

Den Abschluss der Kick-off Veranstaltung bildete das World-Café „Hochschulsport auf dem Weg zur gesundheitsfördernden Organisation?“. Innerhalb des Cafés fand ein offener und kreativer Austausch statt, wobei Visionen geteilt und diskutiert wurden. In der Ergebniszusammenfassung wurde deutlich, welch großes Potenzial sich hinsichtlich der Hochschulsportentwicklung ergibt, jedoch wurde auch auf mögliche Einschränkungen und Risiken hingewiesen.

Neben den inhaltlichen Impulsen gelang es, Austausch- und Transfermöglichkeiten zwischen den verschiedenen Akteuren der Bewegungs- und Gesundheitsförderung im Setting Hochschule zu schaffen sowie Raum für Inspiration zu bieten, um Impulse in der bewegungsorientierten Gesundheitsförderung durch den Hochschulsport zu setzen.

„Neben dem Moderator Christoph Edeler gilt ein großes Dankeschön dem Team des UNISPORTS Kaiserslautern für den tollen Rahmen sowie allen Teilnehmenden unserer gemeinsamen Kick-off Veranstaltung für die tolle Beteiligung und den bereichernden Austausch. Wir freuen uns sehr auf den weiteren Verlauf der Initiative“, resümierte Dr. Christoph Fischer, Generalsekretär des adh.  

Weitere Informationen zur gemeinsamen Initiative der TK und des adh "Bewegt studieren - Studieren bewegt!" finden Sie hier.

Ansprechpartner

Malin Hoster

Tel.: +49 6071 2086-13

Fax: +49 6071 2075-78

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