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Drei weitere Medaillen für Deutschland

12.07.2013

Am siebten Wettkampftag haben die deutschen Sportlerinnen und Sportler drei Medaillen gewonnen. Damit hat die deutsche Mannschaft schon 15 Mal Edelmetall gewonnen.

Foto: Alexander Vogel

Prediger startete gut in den Wettkampf und setzte sich frühzeitig in der Spitzengruppe fest. Mit 61,0 Ringen nach zwei Durchläufen lag die Deutsche auf dem Bronzerang. „Die ersten beiden Schüsse habe ich nicht gut getroffen. Da hatte ich schon das Gefühl das es vorbei war. Doch dann fielen die Zehner nacheinander und ich war auf einmal vorne mit dabei“, sagte Prediger. In der Folge wurde die Sportlerin, die für den SV Petersaurach startet immer sicherer und schob sich innerhalb zweier Durchgänge an die Spitze des Feldes. Die Führung gab die in den USA lebende Sportschützin nicht mehr her. „Technisch war es heute nicht so gut. Ich war sehr aufgeregt und mein Herz spielte verrückt. Ich musste immer die erste Gelegenheit nutzen, um zu treffen. Es hat mich fasziniert, dass ich dabei trotzdem einen Zehner nach dem anderen schoss“, sagte Prediger. Unter dem Strich feierte die Deutsche mit 206,4 Ringen einen ungefährdeten Sieg vor den Sportlerinnen aus China (205,1 Ringe) und der Mongolei (183,9 Ringe). „Ich habe mich riesig gefreut. Das Finale wollte ich erreichen. Aber mit einer Medaille habe ich nicht gerechnet“, sagte die Siegerin. Neben Prediger starteten zwei weitere deutsche Sportlerinnen im Luftgewehr aus zehn Metern. Isabelle Straub (LMU München) verpasste mit 412,2 Ringen und dem 14. Platz die Qualifikation für das Finale. Einen nicht so guten Tag erwischte Yvonne Schlotterbeck (DHBW Villingen-Schwenningen). Mit Rang 35. Und 408,0 Ringen musste sich die Studentin deutlich geschlagen geben. Mit den Ergebnissen aus der Qualifikation belegten die Sportschützinnen im Teamwettbewerb, dessen Resultate aus der Qualifikationsrunde gebildet werden, den fünften Platz. „Wir hatten uns eigentlich eine Medaille vorgenommen. Aber die anderen Nationen waren zu stark“, sagte Prediger.  

Den Sprung in das Finale schaffte Julia Hochmuth (Uni Tübingen). Die im Weltcup startende Studentin belegte im Endkampf der Konkurrenz Luftpistole über zehn Meter den sechsten Rang. Mit 113,0 Ringen lies die General Management Studentin ihre Konkurrentinnen aus Taipei hinter sich, verpasste es aber, sich weiter im Feld der Teilnehmerinnen zu halten. In der vierten Runde schied die Deutsche aus.

Bronze für Richard Ringer über 5000 Meter

Richard Ringer (HTWG Konstanz) hat über die 5000 Meter Bronze gewonnen. Mit 13:37,18 Minuten fehlte dem BWL-Studenten genau ein Zehntel zum Zweitplatzierten aus Kenia. Gold ging in 13:35,89 an Hayle Ibrahimov aus Aserbaidschan. „Medaille ist Medaille. Da ist die Farbe egal. Es war ein bombastisches Gefühl heute zu laufen. Ich war richtig locker und konnte immer wieder die Lücken nach vorne schließen. Das war der Wahnsinn“, sagte Ringer. Dieser etablierte sich frühzeitig in der Führungsgruppe und hielt zum Favoriten aus Aserbaidschan Kontakt. In der letzten Runde wehrte der Student aus Konstanz den Angriff eines Italieners 300 Meter vor dem Ziel ab. „Als mich der Italiener überholt hat dachte ich, dass kann jetzt nicht sein und habe noch einmal alles in die letzten Meter investiert“, sagte Ringer. Mit drei Sekunden Vorsprung distanzierte der Deutsche seinen Konkurrenten aus Südeuropa. „Ich konnte es erst glauben als die Zeit und mein Name auf der Anzeigetafel standen. Das war richtig schön“, sagte der Leichtathlet. Das Rennen im Kazaner Leichtathletikstadion war das schnellste in der Geschichte der Universiade. Alle Medaillengewinner blieben mit ihren Endzeiten unter dem alten Universiaderekord von Sergyi Lebed aus der Ukraine.

Einen fünften Platz erreichte Julian Howard (KIT Karlsruhe). Im Weitsprung Finale sprang der Lehramtsstudent im vierten Versuch exakt 8,00 Meter. Howard kam gut in den Wettkampf. Mit Sprüngen auf 7,71 und 7,75 Metern legte er eine solide Basis. Der weiteste Satz gelang dem Karlsruher im vierten Versuch. Bei 1,7 Metern pro Sekunde Gegenwind sprang Howard 8,00 Meter. Mit neuer Weltjahresbestleistung von 8,46 Metern ging die Goldmedaille an Luis Alberto Rivera aus Mexiko. Silber gewann ein Sportler aus Russland. Bronze ging nach Portugal.

Deutsche Beachvolleyballerinnen gewinnen Bronze

Chantal Laboureur (Uni Tübingen) und Julia Sude (FU in Hagen) haben die Bronzemedaille gewonnen. Gegen das kanadische Duo Humana-Pared / Pischke setzten sich die Deutschen deutlich mit 2:0 (21:11; 21:14) durch. „Wir wollten von Anfang an zeigen, dass uns die Bronzemedaille gehört“, sagte Julia Sude.  Die Deutschen dominierten von Beginn an die Partie. Schon im ersten Satz nutzten sie ihre Chancen konsequent und zogen schnell davon. „Wir haben aggressiver als im Halbfinale gespielt. Unsere Aufschläge waren sehr gut“, analysierte Laboureur. Mit 21:11 stand der Satzgewinn zu keiner Zeit in Frage. Auch im zweiten Satz setzten die Studentinnen aus Deutschland ihr hervorragendes Angriffsspiel fort. Nach sechs Minuten führte das Duo mit 9:5. „Es war ein unglaubliches Gefühl vor den anderen Sportlern aus Deutschland zu spielen. Sie haben uns ganz besonders unterstützt. Der Blick von der Spielerbank auf den Fanblock war einzigartig“, sagte Laboureur. Angefeuert von der eigenen Mannschaft gaben die beiden Deutschen den Vorsprung nicht mehr aus der Hand. Mit 21:14 sicherten sie sich den Sieg im zweiten Satz und damit die Bronzemedaille. „Die Bronzemedaille um den Hals hängen zu haben war die Belohnung für die Arbeit der letzten Woche. Es war ein unbeschreibliches Gefühl“, sagte Sude abschließend. 

Im Wettbewerb der Männer erreichten Armin Dollinger (Private FHS Darmstadt) und Jonas Schröder (Uni Mainz) das Halbfinale. Gegen die an eins gesetzten Russen Semenov / Koshkarev zeigten die beiden Deutschen ein überragendes Spiel und gewannen mit 2:1 (21:14; 14:21; 15:13). Im ersten Satz distanzierten die Deutschen die Lokalmatadoren deutlich mit 21:14.  Den zweiten Satz verloren Dollinger / Schröder mit 14:21. Der entscheidende dritte Satz war eng. Die Führung wechselte häufig. Erst gegen Ende des Satzes erkämpften sich die Deutschen einen Vorsprung von zwei Punkten. Mit dem 15:13 gewannen Dollinger / Schröder den dritten Satz und sicherten sich damit den Einzug in das Halbfinale. Dort trifft das deutsche Duo auf Ontiveros Gomez / Virgen Pulido aus Mexiko.

Tischtennisspieler beenden Gruppenphase

Mit zwei Niederlagen haben die deutschen Tischtennis-Herren ihre Gruppenphase beendet. Hermann Mühlbach (Uni Duisburg-Essen) kam gegen Gustaf Ericson aus Schweden nicht über ein 1:3 (15:13; 10:12; 7:11; 7:11) hinaus. Damit ist das Turnier für den Studenten der Mathematik und Informatik beendet. Ein starkes Siel zeigte Alexander Flemming (Uni Leipzig). Gegen Yizheng Xia aus China bot der Deutsche lange Paroli. Mit 10:12 verlor Flemming den ersten Satz denkbar knapp. Das hohe Niveau behielt der Student der Wirtschaftswissenschaften bei. Mit 9:11 und 8:11 im zweiten beziehungsweise dritten Satz zeigte Flemming, trotz der schlussendlichen 0:3-Niederlage ein hervorragendes Spiel. Mit dem dritten Platz in der Gruppe K verpasste Flemming die K.o.-Runde. Damit sind Lena Krapf (HfPV Wiesbaden), Yvonne Kaiser (Uni Hannover) und Lennart Wehking (DSHS Köln) die einzigen verbliebenden deutschen Starter in den Einzelwettbewerben.

Ohne Medaille bleiben die deutschen Freistil-Ringer. In der Gewichtsklasse bis 96 Kilogramm verlor Michael Dengler (Uni Jena) seinen Vorrundenkampf gegen den Dritten der Europameisterschaft Ivan Yankouski aus Weißrussland mit 0:4. „Unsere griechisch-römischen Ringer sind hoch motiviert. Wir wollen eine Medaille“, sagte der Hochschulsportbeauftragte des Deutschen Ringerbundes Björn Holk. Die Wettbewerbe im griechisch-römischen Stil beginnen am 15. Juli mit den Gewichtsklassen bis 55, bis 66, bis 84 und bis 120 Kilogramm.

Die einzige deutsche Schachspielerin Manuela Christine Mader (Uni des Saarlandes) geht mit drei Siegen, einem Remis und zwei Niederlage aus den ersten vier Wettkampftagen. „Ich habe die Pflichtsiege größtenteils geholt. Leider habe ich gegen die besseren Spielerinnen nicht alle meine Möglichkeiten ausgenutzt“, sagte die Humanmedizin-Studentin. Mit 3,5 Punkten liegt Mader momentan auf dem 25 Gesamtrang. „Ich versuche im Endspurt noch einige Spiele zu gewinnen. Es ist noch alles drin“, sagte die Starterin des Schachklubs 1926 Ettlingen.

Die deutschen Schwimmer haben am zweiten Wettkampftag den Einzug ins Finale verpasst. Über die 50 Meter Rücken schied Olympiateilnehmer Jan-Philip Glania (Uni Frankfurt am Main) mit 25,73 Sekunden und Platz 12 im Halbfinale aus. Für Franziska Jansen (Uni Mannheim) endete der Wettkampf mit Platz 12 ebenfalls im Halbfinale. Über 200 Meter Lagen benötigte die Psychologiestudentin 02:16,23 Minuten. 

Vorrundenaus für deutsche Basketballer

Die deutschen Basketballer sind in der Vorrunde gescheitert. Die A2-Nationalmannschaft des Deutschen Basketballbundes (DBB) verlor das entscheidende fünfte Gruppenspiel gegen Russland deutlich mit 52:80.  „Russland ist sicherlich eine gute Mannschaft gegen die man verlieren kann. Leider haben wir uns heute nicht in bester Verfassung präsentiert, sonst wäre das Spiel knapper geworden.“, sagte Trainer Olaf Stolz. Damit wurde dem deutschen Team die unerwartete Niederlage im ersten Spiel gegen Estland zum Verhängnis. Seit der Etablierung der Teilnahme einer deutschen Mannschaft an Universiaden im Jahr 2001, scheidet die deutsche Auswahl somit zum ersten Mal in der Gruppenphase aus.

Fotos gibt es auf unserer facebook-Seite.

Ansprechpartner

Malin Hoster

Tel.: +49 6071 2086-13

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