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Kategorie: Wettkampf, National

DHM Volleyball: Kölner Frauen und Münchener Männer holen die Titel

02.07.2012

Am 30. Juni und 1. Juli fanden in Chemnitz die Endrundenspiele der DHM Volleyball 2012 statt. Sowohl bei den Damen als auch bei den Herren wurde der DHM-Titel vergeben.

Die WG Berlin scheiterte im Halbfinale der Herrenkonkurrenz etwas überrschend an der gastgebenden TU Chemnitz. (Foto: Sascha Georgi)

Die Endrunde zur DHM Volleyball wurde an diesem Wochenende zum zweiten Mal nach 2011 im sächsischen Chemnitz ausgetragen. Dem bewährten Organisationsteam um die Studierenden Stefan Timm, Rico Dengler und Alyna Styra gelang es auch diesmal eine runde Veranstaltung auf die Beine zu stellen. Timm und Styra zählten dabei auch erfolgreich zu den Aktiven in den Chemnitzer Teams, erreichten die Herren doch einen überraschenden 2. Platz gegen die WG München und die Damen unterlagen im Finale nur knapp der WG Köln.

Das Leistungsniveau der DHM ist stetig ansteigend, was auch die zum Teil knappen Ergebnisse der Vorrunde dokumentieren. Dennoch setzten sich dort die vermeintlichen Favoriten durch. In den Halbfinals der Frauen traf die WG Köln auf die WG Erlangen-Nürnberg und Titelverteidiger Chemnitz auf die WG Regensburg. In der Herrenkonkurrenz mussten die bis dahin ungeschlagenen Münchner gegen das starke Team der WG Köln antreten und Gastgeber Chemnitz sich mit der WG Berlin auseinandersetzen.

Halbfinalerfolge für Gastgebermannschaften
Die Chemnitzer Damen lösten ihre Aufgabe souverän. Mit 2:0 (25:18/25:21) setzen sie sich gegen ambitionierte Regenburgerinnen durch. Köln gewann zwar das Spiel gegen Erlangen 2:1 (21:25/25:18/15:10) musste aber im zweiten Satz die Verletzung von Michele Langer in Kauf nehmen, die mit dem Verdacht auf eine Bänderverletzung im Sprunggelenk ausgewechselt werden musste.

Bei den Männern ließ die WG München keinen Zweifel an ihren Titelambitionen aufkommen und dominierte das Spiel gegen Köln klar. Mit 2:0 (25:18/25:17) setzte sie ihren Durchmarsch ins Finale fort. Im zweiten Halbfinale, musste die WG Berlin dagegen ihre Titelhoffnungen begraben. Das Team mit dem Universiade erfahrenen Felix Fischer (2007 Bangkok), der in der Bundesliga mit den Recycling Volleys den Deutschen Meistertitel erreichte, musste während der ganzen DHM mit Abstimmungsproblemen kämpfen und dem letztendlich Rechnung tragen. Gegen das überraschend starke Team der Gastgeber setzte es im Halbfinale eine zwar sehr knappe aber dennoch verdiente 0:2-Niederlage (23:25/24:26). Unglücklich dabei, dass der erfolgreiche Matchball für Chemnitz ausgerechnet einem Linienübertritt beim Blockversuch entsprang.

Das kleine Finale bei den Männern zwischen der WG Berlin und der WG Köln wurde dann ein durchaus kampfbetontes Spiel unter Freunden. Am Ende setzen sich die Berliner mit 2:1 (25:18/23:25/15:11) verdient gegen die Rheinländer durch. Bei den Damen ließen die Spielerinnen der WG Regensburg im Spiel um Platz 3 gegen die WG Erlangen-Nürnberg nichts mehr anbrennen und gewannen das Spiel und damit die Bronzemedaille mit 2:0 Sätzen (25:23/25:22).

Köln und München stehen Heimerfolge im Weg
Das Finale der Frauen begann mit klaren Vorteilen auf Seiten der Kölnerinnen, die mit einigen Spielerinnen aus dem Zweitliga Aufsteiger Snowtrex Köln und Zweitliga Spielerinnen aus Leverkusen antraten. Vor allem die sehr starken Mittelangreiferin Silke Schrieverhoff und die Diagonalspielerin Isabelle Schneider waren für die Chemnitzerinnen am Netz kaum aufzuhalten und so ging der erste Satz am Ende klar verdient mit 25:22 an die Domstädterinnen. Auch im zweiten Satz hatte Chemnitz zunächst das Nachsehen, fand dann aber immer besser ins Spiel und übernahm mehr und mehr die Regie auf dem Feld. Der Block hatte sich besser auf das gegnerische Angriffsspiel eingestellt und so gelangen immer wieder Punkte aus der Feldabwehr heraus. Mit 25:23 gewannen die Gastgeberinnen lautstark unterstützt von den heimischen Fans den zweiten Satz und gingen nun mit dem psychologischen Vorteil in den Entscheidungssatz. Dennoch hatte die WG Köln dort den besseren Start und führte beim Seitenwechsel mit 8:3. Erst beim Stand von 3:9 wachten die Gastgeberinnen endlich auf. Mit der Einwechselung von Mareike Hindriksen für Josephine Mai im Zuspiel wurde das Spiel über die Außenposition sicherer und der Block erhielt die nötige Stabilität. Die Chemnitzerinnen holten nun Punkt für Punkt auf und mit dem 10:10-Ausgleich waren auch die Zuschauer und Fans wieder voll da. Ein offener Schlagabtausch in Folge führte zum ersten Satzball  für Chemnitz bei 14:13, den die Kölnerinnen mit einem starken Angriff von Isabelle Schneider über die Position 4 abwehren konnten. Aber auch der nächste Satzball bei 15:14 brachte nicht die Entscheidung, sondern den erneuten Ausgleich. Ihren ersten Satzball konnten dagegen dann die Kölnerinnen nutzen. Mit einem erfolgreichen Block gegen Claudia Steger und einem starken Angriff aus der Feldabwehr heraus machten sie den Sack zu und gewannen den Satz und damit das Spiel und den DHM-Titel.

Zwar wurde das Finale der Männer nicht ganz zu einer eindeutigen Angelegenheit, aber die athletische Überlegenheit der Münchner sorgte dafür, dass im Prinzip keinerlei Zweifel am Spielergebnis bestand. Dennoch wehrten sich die Chemnitzer nach Kräften und zeigten vor allem in der Feldabwehr ein sehr kampfstarkes Spiel. Mit 25:18 und 25:20 gingen die beiden Sätze und damit der DHM-Titel aber verdient nach München.

Köln und München sind mit Ihren Finalsiegen nicht nur für die Europäischen Hochschulmeisterschaften 2013 in Nikosia (Zypern) qualifiziert, sondern haben auch das Optionsrecht die DHM 2013 im kommenden Jahr jeweils am eigenen Standort ausrichten zu dürfen.

Kritisches Fazit
Zwei heiße Tage lagen hinter dem Organisationsteam und alle Teilnehmenden fuhren mit der Erinnerung an schweißtreibenden Sport und tolle Gastfreundschaft nach Hause. Ein Wermutstropfen blieb. In Zeiten einer gesellschaftlichen Diskussion um fehlendes ehrenamtliches Engagement sollte es eigentlich normal sein, solches Engagement der Studierenden zumindest durch "Wahrnehmung" wertzuschätzen, neben der unbestreitbaren Erkenntnis, dass die in solchen Veranstaltungen erworbenen studienfachübergreifenden Kompetenzen für die Mitarbeiter von morgen Schlüsselqualifikationen bilden, die im Kontext wissenschaftlicher Hochschulausbildung an wenigen Stellen besser erworben werden können. Klaus Mehnert (adh Vorstandsvertreter) und Jörg Förster (Disziplinchef Volleyball) brachten daher in den abschließenden Worten nicht nur den Dank des Verbandes für das großartige Engagement der Studierenden und der Kampfrichter zum Ausdruck sondern auch das Bedauern, dass weder die Vertreter des Hochschulsports noch Vertreter der Hochschule Zeit fanden am Wochenende in der Richard Hartmann-Halle vorbei zu schauen.

Bilder zur DHM Volleyball 2012 gibt es im Album auf unserer facebook-Seite.

Ansprechpartner

Julia Beranek

Tel.: 06071-208613

Fax: 06071-207578

beranek(at)adh.de

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