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Kategorie: 2016, TopNews

Deutsche Boote triumphieren bei WUC Rudern

05.09.2016

Herausragende Rennen fuhren die 14 deutschen Aktiven bei der Studierenden-Weltmeisterschaft (WUC) im polnischen Poznań. Insgesamt sechs der acht Boote erreichten einen Platz auf dem Podest. Neben vier Goldmedaillen gab es bei deutlichem Schiebewind und leichten Wellen auf dem Maltasee zwei Bronzemedaillen, einen fünften und einen 13. Platz.

Neben den Aktiven unterstützten der adh-Generalsekretär Christoph Fischer als Delegationsleiter, die Disziplinchefs Melanie Baues und Sören Dannhauer sowie die Trainer Ralf Thanhäuser und Heiner Schwartz das Team vor Ort.

Gleich vier Titel nahm die Deutsche Studierenden-Nationalmannschaft von den Wettkämpfen in Poznań mit. Einen davon erlangte der Leichtgewichts-Doppelzweier der Männer, welcher in einem engen Rennen von der Spitze weg zu Gold ruderte. Johannes Ursprung (Uni Frankfurt) und Cedric Kulbach (KIT Karlsruhe) bauten eine leichte Führung bei 1500 Meter zu einer Bootslänge Vorsprung aus. Dahinter kämpften vier weitere Doppelzweier um die Medaillen. „Dass sie sich bei 1500 Metern gelöst haben, war der Schlüssel zu Gold“, analysierte Trainer Ralf Thanhäuser den Erfolg.

Ebenso trumpfte der Vierer-ohne der Frauen mit Constanze Duell (Uni Bochum), Charlotte Reinhardt (Uni Bochum), Friederike Reißig (Uni Mainz) und Clara Redetzki (Uni Tübingen) auf. Das Quartett startete wie im siegreichen Vorlauf ruhig in das Rennen und war bei der 500-Metermarke mit 0,8 Sekunden Rückstand bereits nah an den führenden Britinnen dran. Bei der Streckenhälfte hatte der adh-Vierer bereits eine knappe Sekunde Vorsprung und baute diesen bis ins Ziel weiter aus. Diese starke Vorstellung der deutschen Ruderinnen führte zur  verdienten Goldmedaille.

Im Frauen-Einer mit Julia Leiding (Uni Rostock) hatte sich nach den Vor- und Hoffnungsläufen ein enges Finale angekündigt. Bei Schiebewindbedingungen attackierte Leiding bereits auf den zweiten 500 Metern und setzte sich mit über einer Bootslänge Vorsprung vom restlichen Feld ab. Der Mut führte auf der zweiten Streckenhälfte zum Erfolg: Leiding wehrte die spurtende Konkurrenz ab und sicherte sich den WUC-Titel. „Zwischenzeitlich hatte ich Angst, das Rennen zu schnell angegangen zu sein. Am Ende war es dann aber doch ein sicherer Zieleinlauf“, äußerte sich Leiding glücklich nach der Siegerehrung.

Im Doppelzweier der Männer ging das adh-Team mit Timo Piontek (HfPV Wiesbaden) und Stephan Krüger (HS Wismar) gemeinsam mit dem polnischen Boot als Favorit ins Rennen. Diese beiden Boote bestimmten das Geschehen, wobei das deutsche Duo nach 500 Metern bereits mit einer klaren Länge führte und diese über die Streckenhälfte noch weiter ausbaute. 700 Meter vor dem Ziel verlor der deutsche Doppelzweier jedoch für einige Schläge den Rhythmus, zudem setzten die Polen zum erwartet starken Endspurt an. Ein spannender Zieleinlauf kündigte sich an, bei dem sich letztlich das Gespann Krüger/Piontek mit einem beherzten Endspurt durchsetzte und zuerst die Ziellinie überfuhr. „Am Ende habe ich nur noch gerissen. Den Sieg wollten wir uns aber nicht mehr nehmen lassen“, meinte Krüger nach dem Rennen erschöpft, aber glücklich.

Zwei Bronzemedaillen rundeten das sehr starke deutsche Ergebnis ab. Kathrin Thoma (Uni Frankfurt) und Kathrin Morbe (Uni Mainz) benötigten den Vorlauf, um sich ideal aufeinander abzustimmen. Im Finale klappte dies dann, wie im Hoffnungslauf ab der 500-Metermarke, sehr gut. Von Platz sechs kommend, fuhren sie zur Streckenhälfte in die Medaillenränge, mussten sich aber weiter gegen heftige Angriffe des folgenden Bootes wehren. „Ab 1500 Meter habe ich Katrin zweimal ‚alles raus‘ angesagt. Das hat zum Glück für die Medaille gereicht“, freute sich Bugfrau Morbe über Bronze.

Maximilian Fränkel (HfPV Wiesbaden) passierte im Männer-Einer die 500-Metermarke gemeinsam mit dem polnischen Ruderer knapp eine Länge hinter dem führenden Tschechen. „Was Max anschließend vollbracht hat, war technisch sensationell stark. Leider hat er es nicht konstant über die weitere Strecke geschafft“, meinte Trainer Schwartz. Während der Tscheche ungefährdet zu Gold fuhr, überzeugte der Pole mit einem konstanten Rennen, sodass sich Fränkel verdient die Bronzemedaille sicherte.

Nachdem er im Hoffnungslauf unglücklich das Halbfinale verpasst hatte, sicherte sich Paul Weidenmüller (Uni Hamburg) im Leichtgewichts-Einer mit einer starken Leistung im letzten Lauf immerhin den 13. Platz. „Heute hat Paul vom ersten Schlag gezeigt, dass er weiter nach vorne wollte. Schön, dass der sprichwörtliche Knoten geplatzt ist“, zeigte sich Trainer Schwartz zufrieden. Im Leichtgewichts-Einer der Damen hatte sich Luisa Werner (KIT Karlsruhe) in das Finale gearbeitet. Dort konnte sie den schnellsten Booten am Start zunächst nicht folgen, ruderte jedoch in einem engagierten Rennen am Ende noch auf den fünften Rang.

Delegationsleiter Christoph Fischer zeigte sich mit den Ergebnissen der deutschen Athletinnen und Athleten sehr zufrieden. „Sieben von acht Booten im A-Finale sind schon eine herausragende Leistung, aber dann noch vier Titel bei sechs Medaillen – Das ist sensationell“, freute sich der adh-Generalsekretär bei der Verabschiedung der Studierenden-Nationalmannschaft nach den Wettkämpfen.

Ansprechpartner

Malin Hoster

Tel.: +49 6071 2086-13

Fax: +49 6071 2075-78

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