Bericht des Finanzausschusses
08.10.2010
Neben dem obligatorischen Controlling und der Haushaltsplanung 2011 befasste sich der Finanzausschuss mit Softwarebedarf.
Arbeitsschwerpunkte
Der Finanzausschuss (FinA) tagte im Berichtszeitraum zweimal in neuer Besetzung seit der letzten Vollversammlung. Neben dem obligatorischen Controlling und der Haushaltsplanung 2011 befasste er sich mit dem nicht im Haushaltsplan 2010 vorgesehenen, aber notwendig gewordenen Erwerb von Softwarelizenzen und den Veränderungen bei der Online-Anmeldung, die nach der Vollversammlung 2011 wirksam werden könnten und derzeit noch nicht quantifizierbare Kosten nach sich ziehen.
Software und IT
Der Erwerb von neuen Softwarelizenzen und die Anpassung der Softwareausstattung an den Arbeitsplätzen in der adh-Geschäftsstelle waren unumgänglich, weil die gegenwärtig verbreiteten Programmversionen (MS Office 2010, SPSS, Server-Software) keine Aufwärtskompatibilität mehr gewährleisten.
Ergänzend werden die auf der 105. Vollversammlung zu erwartenden Beschlüsse zu den Wettkampfgemeinschaften dazu führen, dass die derzeit existierende Online-Anmeldung die geänderten Anforderungen an die neuen, flexibilisierten Meldemodalitäten nicht mehr abbilden kann. Hierzu stellte der FinA fest, dass eine Optimierung der Online-Anmeldemöglichkeit als eine der wichtigsten Serviceleistungen des Verbandes uneingeschränkt befürwortet wird. Gleichzeitig sollen die Änderungen auch einer Verbesserung der Nutzerfreundlichkeit und des Funktionsumfangs dienen. Eine Arbeitsgruppe in der Geschäftsstelle ist derzeit damit befasst, für den Fall des Eintretens der zu erwartenden Beschlüsse für 2011 technisch auf eine rasche Umsetzung vorbereitet zu sein. Diesen Prozess wird der FinA kritisch begleiten.
Beitragsgestaltung und Haushaltslage
Der FinA blickte auch auf die beschlossene Beitragserhöhung nach über 25 Jahren Beitragsstabilität zurück. Die Zustimmung der Hochschulen zu dieser Beitragsanpassung wird trotz der beschlossenen Maßnahmen (zum Beispiel Streichung des Reisekostenzuschusses zu Europäischen Hochschulmeisterschaften, Streichung des Jahrbuches, Reduzierung der Neuproduktion von PR-Material und Kürzung von Entsendekosten zum FISU-Forum) dazu führen, dass der adh ohne weitere Abstriche an inhaltlichen Aufgaben oder Arbeitsschwerpunkten seinen gewachsenen Anforderungen und Aufgaben im gewünschten Maße gerecht werden kann.
Weitere Einschnitte bei den Leistungen für die Verbandsmitglieder konnten vermieden werden. Trotzdem wird der adh auch weiterhin kontinuierlich überprüfen müssen, ob der Aufgabenumfang und die daraus folgenden Arbeitsvorhaben finanzierbar sind. In der Konsequenz wird sich der Vorstand weiterhin am Grundsatzprinzip einer sparsamen Mittelverwendung orientieren, sodass dieses Primat auch künftig die Ausgabenpolitik bestimmen wird, zumal die Einsparmöglichkeiten auf der Ausgabenseite weitestgehend ausgeschöpft sind.
Die Schwierigkeiten einer seriösen Haushaltsplanung bestehen vor allem darin, dass eine Reihe von variablen Faktoren den adh-Haushalt beeinflusst, die sehr schwer durch den Verband selbst zu steuern sind. Eine Kalkulation der zur Verfügung stehenden Drittmittel, eine finanzielle Prognose hinsichtlich der Entwicklung der Studierendenzahlen und eine Berücksichtigung der allgemeinen Teuerung des aktivitätsabhängigen Verbrauchs (Telefon, Porto, Büromaterial, Reisekosten etc.) werden eine Herausforderung für die Finanzverantwortlichen im adh bleiben.
Insofern kann nach der Beitragserhöhung von einer stabilen Haushaltslage ausgegangen werden, zumal neue Hochschulen dem adh in diesem Jahr beigetreten sind. Ausgabendisziplin und die konsequente Ausschöpfung aller möglichen Drittmittelquellen bilden die Eckpfeiler der gemeinsamen Anstrengungen aller Finanzverantwortlichen.
Zu beachten sein wird aber auch, dass die Zuwendungen im Projekthaushalt sicherlich nicht zunehmen werden. Deshalb bedarf es eines besonderen Arbeitsaufwandes, damit zumindest das bisherige Niveau gehalten werden kann. Positiv anzumerken ist, dass insbesondere die Finanzierung der bundesmittelgeförderten Personalstellen bereits bis 2013 gesichert ist.
Vermarktung
Die Vermarktungsagentur des adh bietet einerseits Beratungsleistungen für die Mitgliedschaft an und andererseits versucht sie, den Zugang zu potenziellen Sponsoren und Drittmittelgebern zu öffnen. Dies ist in den letzten beiden Jahren eine immer schwierigere Aufgabe geworden. Die Reduzierung der Vermarktungseinnahmen stellt für den Verband ein besonderes Problem dar, weil sie sich direkt auf die Gestaltungsspielräume innerhalb des adh-Haushalts auswirkt. Nur durch neue Vertragsabschlüsse durch die HSM und eine Erhöhung diesbezüglicher Zuflüsse zum adh ließen sich diese Spielräume wieder erweitern.
Geschäftsstelle
Schließlich dankt der FinA der Hochschule Darmstadt für die Bereitstellung der Geschäftsstellenräumlichkeiten des adh. Angesichts des absehbaren Endes des gegenwärtigen Mietvertrages ist der Vorstand Finanzen aufgefordert worden, nach Lösungsansätzen für den mittelfristigen Verbleib der Geschäftsstelle zu suchen.
Die Mitglieder des Ausschusses
- Florentina Bendrich (Uni Göttingen)
- Roland Joachim (HS Darmstadt)
- Benjamin Schenk (Uni Göttingen)
- Rolf Schlicher (Uni des Saarlandes)
- Manfred Utz (TU München)
- Olaf Tabor (adh-Generalsekretär)
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