Arbeitstagung Pausenexpress in Stuttgart
24.05.2011
Über 30 Vertreterinnen und Vertreter des Hochschulsports von 21 Hochschulen nahmen am 18. und 19. Mai 2011 an der Arbeitstagung Pausenexpress in Stuttgart teil.
Ziele
Die Motivation bestand darin sich durch die elfköpfige Projektgruppe betreuen zu lassen, um sich Anleitungen, Tipps und Anregungen für die Einführungen des Pausenexpress an ihren Hochschulen einzuholen.
Potenziale
Begrüßt wurde die Runde durch den adh-Vorstandsvorsitzenden und Hochschulsportleiter der RWTH Aachen, Nico Sperle. Dieser hob nochmals das große Potenzial des Pausenexpresses für die Hochschulsporteinrichtungen hervor und unterstrich die Notwendigkeit für den adh und seine Mitgliedshochschulen, sich künftig intensiver mit dem Thema Gesundheitsförderung im Hochschulsport auseinanderzusetzten. Er erläutertet die Genese des Pausenexpresses an den vier Hochschulstandorten Potsdam, Aachen, Paderborn und Wuppertal, der im Rahmen eines Projekts des Bundesgesundheitsministeriums „Gesundheitsförderung und Prävention für Studierende und Bedienstete durch Sport und Bewegung“ entwickelt werden konnte. Zugleich wies er darauf hin, dass diese Veranstaltung ein hervorragendes Beispiel für funktionierende Netzwerkarbeit ist, bei der Hochschulsporteinrichtungen am Erfahrungswissen anderer partizipieren können.
Vorstellung und Besonderheiten
Im Anschluss wurde die Projektgruppe „zur bundesweiten Einführung des Konzepts Pausenexpress“, die sich unter anderem für die inhaltliche Gestaltung der Arbeitstagung verantwortlich zeichnete und die aus Vertreterinnen und Vertretern der Uni Potsdam, der RWTH Aachen, der Uni Paderborn, der Uni Wuppertal sowie der HU Berlin besteht, im Rahmen einer Interviewrunde vorgestellt. Dabei gaben die Mitglieder der Projektgruppe erste Einblicke in die verschiedenen standortspezifischen Besonderheiten sowie die jeweiligen Erfahrungen bei der Einführung des Pausenexpress.
Positive Evaluationsergebnisse
Den Abschluss des ersten Tages bildete die Präsentation der Evaluationsergebnisse zum Pausenexpress durch Peter Lynen (RWTH Aachen). Diese machten vor allen Dingen die große Zufriedenheit mit dem Angebot des Pausenexpresses deutlich, die sich unter anderem in der Tatsache widerspiegelt, dass der Großteil der Befragten angab, das Angebot weiterhin nutzen zu wollen. Die eher geringen Auswirkung auf das sonstige Bewegungsverhalten - insbesondere bei den Sportabstinenten - wurden von Lynen insofern relativiert, als die Ergebnisse, die der Pausenexpress erzielt, immer noch deutlich über den anderer Maßnahmen mit gleicher Zielsetzung liegen.
Standards und Handlungsempfehlungen
Zu Beginn des zweiten Tages stellte Dr. Petra Bischoff-Krenzien, Hochschulsportleiterin der Uni Potsdam und Ideengeberin des Pausenexpress, die von der Projektgruppe entwickelten Standards und Handlungsempfehlungen vor. Ergänzt wurden die Ausführungen mit Hinweisen zur Gestaltung von Übungseinheiten durch Diplomsportlehrerin Gabriele Maass von der Uni Wuppertal.
Studierenden-Pausenexpress
Aufgrund der zahlreichen Rückfragen zur Einbindung von Studierenden, die für ihre Tätigkeiten im Rahmen des Pausenexpresses Leistungspunkte erhalten, gab Dr. Petra Bischoff-Krenzien im Anschluss eine kurze Übersicht über das entsprechende Verfahren an der Uni Potsdam, bevor Gabriele Maass mit dem Studierenden-Pausenexpress eine Weiterentwicklung des Pausenexpresses der Uni Wuppertal vorstellte. Dabei wurde deutlich, dass sowohl bei den organisatorischen Anforderungen als auch bei der Qualifizierung der Übungsleitenden zum Teil erhebliche Unterschiede im Vergleich zum Bediensteten-Pausenexpress bestehen.
Beratung
Im Anschluss wurde der anderthalbstündige „Marktplatz“ eröffnet, der sicherlich zu den Highlights der Veranstaltung zählte. Dabei erhielten die Teilnehmenden die Gelegenheit, sich an den Ständen der in der Projektgruppe vertretenden Hochschulen gezielt zu Fragen der Umsetzung beraten zu lassen.
Fazit
Das Fazit der Veranstaltung fiel äußerst positiv aus: Neben der hervorragenden Organisation durch die ausrichtende Hochschule, die DHBW Stuttgart, ging vor allen Dingen ein großes Lob an die Projektgruppe, der es in kürzester Zeit gelungen ist, die eigenen Erfahrungen mit dem Pausenexpress derart anschaulich und gewinnbringend für andere Hochschulsporteinrichtungen aufzubereiten.
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