400 „Freiwillige im Sport“ trafen sich in Oberhausen
27.09.2011
400 Freiwillige, die sich im Sport engagieren, trafen sich in der vergangenen Woche in Oberhausen beim „Tag der Freiwilligentätigkeit“, organisiert von der Sportjugend NRW und der Deutschen Sportjugend.
Zahlreiche Jugendliche, die derzeit ihr „Freiwilliges Soziale Jahr im Sport“ (FSJ) oder den im Juli dieses Jahres eingeführten „Bundesfreiwilligendienst im Sport“(BFD) absolvieren, aber auch eine Vielzahl Interessierter aus Vereinen und Verbänden waren gekommen, um sich mit der Frage „Geben wir dem freiwilligen Engagement im Sport den Stellenwert, den es verdient?!“ zu beschäftigen.
Ziel der adh-Verteter Mischa Lumme und Martina Merz war es, sich im Hinblick auf das kommende Sportreferate-Seminar über das Thema Ehrenamt im Sport zu informierten. Das Seminar, das im Vorfeld der diesjährigen Vollversammlung in Göttingen stattfinden wird, beschäftigt sich mit dem freiwilligen Engagement Studierender im Hochschulsport.
Der Vorsitzende der Deutschen Sportjugend Ingo Weiss betonte: „Der Sport lebt vom Engagement. Deshalb ist es wichtig, dass er seine attraktiven Möglichkeiten gemeinsam mit jungen Engagierten weiterentwickelt und ausbaut. Junge Menschen können über ein Engagement im Sport zudem Kompetenzen erwerben, die sie für ihren weiteren Lebensweg in jeglicher Hinsicht stärken“ (Quelle: Landessportbund NRW).
Zu Beginn referierte Erich Sass (wissenschaftlicher Mitarbeiter im Forschungsverbund deutsches Jugendinstitut/Technische Universität Dortmund) über „Kompetenzerwerb und informelle Lernprozesse im freiwilligen Engagement Jugendlicher“ und stellte dabei unter anderem heraus, dass durch das freiwillige Engagement vor allem soziale und personale Kompetenzen, insbesondere im Bereich von Management- und Leitungsaufgaben entwickelt und gefördert werden.
In den anschließenden Workshops beschäftigten sich die zwei adh-Vertreter mit den Rahmenbedingungen, die für ein erfolgreiches junges Ehrenamt im Sport nötig sind. Im Workshop „Motivation zur Freiwilligentätigkeit“ standen die Motive junger Menschen, sich (nicht nur im Sport) zu engagieren und für Andere etwas zu tun, und das auch noch freiwillig und unentgeltlich, im Vordergrund. Darüber hinaus wurde erörtert, wie der Sport junge Menschen zum freiwilligen Engagement motivieren kann beziehungsweise wie Vereine und Sportorganisationen Motivation zum Engagement und zum (jungen) Ehrenamt erkennen und fördern können.
In einem weiteren Workshop wurden am Beispiel des LSB NRW aktuelle Maßnahmen zur systematischen Förderung von Partizipation und jungem Ehrenamt im Sport vorgestellt und diskutiert. Hierbei diskutierten die Teilnehmenden unter anderem die Rahmenbedingungen, unter denen junge Menschen aktiv werden sowie jugendgemäße Formen der Anerkennung. Auch der Mehrwert von jungem Ehrenamt für die Wirtschaft, die Sportorganisation und vor allem für die jungen Menschen selbst wurde hinterfragt.
Weitere Informationen:
www.sportjugend-nrw.de und www.freiwilligendienste-im-sport.de
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