Gold im Diskus, Silber im Kajak und Reiten
08.08.2012
Am elften und zwölften Wettkampftag der Olympischen Spiele feierten vier studierende Athletinnen und Athleten Edelmetall. Einmal Gold, zweimal Silber und einmal Bronze lautete die Medaillenbilanz.
Mit seinem Olympiasieg in London schaffte Robert Harting, der an der Universität der Künste in Berlin Gesellschafts- und Wirtschaftskommunikation studiert, einen Hattrick der besonderen Art: Innerhalb von 343 Tagen feierte der amtierende Welt- und Europameister seine dritte Goldmedaille, machte es dabei aber gehörig spannend. Erst im fünften Versuch gelang dem 27-Jährigen die Siegesweite von 68,27 Metern.
Platz fünf im Vorlauf, Zweitschnellster im Halbfinale und schließlich die Bronzemedaille, so lautete die Erfolgsbilanz von Max Hoff im Einer-Kajak, der an der AKAD-Hochschule ein BWL-Aufbaustudium absolviert. Im Vierer-Kajak kann Europameister Hoff sich zusammen mit den zwei weiteren Studenten Norman Bröckl (HU Berlin) und Tim Wieskötter (TH Wildau) sowie Marcus Gross ebenfalls noch Chancen ausrechnen: Sie erreichten mit dem zweiten Platz im Halbfinale den Endlauf am Donnerstag.
Dem Vierer-Kajak der Frauen ist der Medaillengewinn indes bereits gelungen: Franziska Weber, Studentin der FH Potsdam, hatte mit Carolin Leonhardt, Katrin Wagner-Augustin und Tina Dietze zwar Gold angepeilt, die Zeit von 1:31,298min reichte über die 500m-Distanz jedoch nur zu Silber. Schneller war nur das Boot aus Ungarn.
Ebenfalls über die Silbermedaille freuen durfte sich Dressurreiterin Kristina Sprehe. Die Studentin der Uni Oldenburg erreichte mit ihren Mannschaftskameradinnen Dorothee Schneider und Helen Langehanenberg 76.254 Prozentpunkte, was Platz zwei hinter den Gastgebern aus Großbritannien bedeutet. In der Einzelwertung liegt Sprehe vor der abschließenden Grand Prix Kür auf Rang sieben.
Weitere Ergebnisse und Platzierungen der Studierenden im deutschen Olympia-Team:
Beachvolleyball: Souverän zogen Julius Brink (IST Studieninstitut) und Jonas Reckermann (Uni zu Köln) am gestrigen Abend ins Finale des olympischen Beachvolleyball-Turniers ein. Sowohl das Viertelfinale gegen Cunha/Ricardo aus Brasilien als auch das Halbfinale gegen die Niederländer Nummerdor/Schuil gewannen die Berliner mit 2:0 und sind nun nur noch einen Sieg vom großen Traum Goldmedaille entfernt: Das entscheidende Spiel findet am Donnerstagabend (22 Uhr MEZ) statt.
Leichtathletik: Die drei deutschen Speerwerferinnen Linda Stahl (Uni zu Köln), Katharina Molitor (Uni Wuppertal) und Christina Obergföll (Deutsche Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement) haben die Qualifikation für den Endkampf am Donnerstagabend erfolgreich überstanden.
Björn Otto (Uni zu Köln) qualifizierte sich im Stabhochsprung mit 5,50m für das Finale am Freitagabend. Der adh-Sportler des Jahres 2005 war sowohl bei der Sommer-Universiade 2003 als auch 2005 im Aufgebot des adh und konnte beide Starts bei den Studierenden-Weltspielen mit einer Medaille beenden.
Weltrekordhalterin Betty Heidler (Uni Frankfurt) qualifizierte sich im Hammerwurf mit 74,44m souverän für das Finale am Freitag. Bei der Sommer-Universiade 2009 hatte die Jura-Studentin Gold gewonnen. Auch Kathrin Klaas, bei der Sommer-Universiade Dritte, erreichte mit 74,14m das Finale.
Im Kugelstoßen der Frauen reichte es für Promotionsstudentin Christina Schwanitz leider nicht für eine Medaille, mit 18,47m blieb sie hinter ihrer Qualifikationsweite von 18,62m zurück und wurde am Ende Elfte. Auch die Stabhochspringerinnen Lisa Ryzih (Uni Landau) und Silke Spiegelburg (Uni zu Köln) verpassten Edelmetall. Ryzih wurde mit übersprungenen 4,45 m Sechste, Spiegelburg musste sich mit 4,65 m und Platz vier zufrieden geben. Carolin Nytra (Uni Oldenburg) schied mit einer Zeit von 13,31 Sek. im 100m-Hürdenlauf der Frauen im Halbfinale aus.
Segeln: Simon Grotelüschen, Medizinstudent an der Universität zu Kiel, schaffte in der Laser-Klasse einen gelungenen Abschluss der Segel-Wettbewerbe: Der 25 Jahre alte Lübecker gewann das abschließende, doppelt gewertete Medaillenrennen und verbesserte sich damit in der Gesamtwertung auf Rang sechs.
Die Windsurferin Moana Delle, ebenfalls Uni zu Kiel (Geographie), konnte ihre Medaillenhoffnung leider nicht erfüllen. Platz sechs im elften Rennen bescherte ihr einen Endstand von 51 Punkten, mit dem sie in der Gesamtwertung Sechste wurde.
Hockey: Mit einem Unentschieden gegen Neuseeland beendete das Hockey-Herrenteam (13 der 18 Spieler sind Studenten) die Vorrunde als Zweiter der Gruppe B und zog damit ins Halbfinale ein. Die Partie gegen Australien wird am Donnerstagnachmittag ausgetragen.
Für die deutschen Hockey-Damen, die sich nicht für die KO-Runde qualifizieren konnten, nahm das olympische Turnier mit einem 4:1-Sieg im Spiel um Platz sieben gegen Südkorea einen versöhnlichen Ausgang. Zehn der 16 Spielerinnen im deutschen Olympia-Aufgebot sind Studentinnen.
Tischtennis: In der Mannschaftswertung der Damen erreichte die mehrfache Universiade-Teilnehmerin Irene Ivancan, Studentin der HS Ansbach, mit Wu Jiaduo und Kristin Silbereisen Rang fünf.









