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Kategorie: DHM, Reiten

Die „DHM der knappen Entscheidungen“ - Marburg erneut Deutscher Hochschulmeister im Reiten

11.12.2017

Von 30. November bis 03. Dezember stand der Marburger Hochschulsport ganz im Zeichen der Pferde: auf der wunderschönen Reitsportanlage in Dagobertshausen ermittelten die besten Studierendenreiter Deutschlands ihre neuen Hochschulmeister und Medaillenträger.

Bild: Gyda Sophie Hartmann

Startberechtigt waren die zwölf Teams, die den Qualifikationsweg über die im Winter wöchentlich stattfindenden Turniere erfolgreich gemeistert hatten, sowie neun vom Verband nominierte Einzelreiterinnen und -reiter.

Das Besondere am Modus der Hochschulvergleichsturniere, sogenannter "CHUs" ist, dass die Teilnehmenden nicht ihre eigenen Pferde mitbringen, sondern auf zugelosten, ihnen unbekannten in den Wettbewerb starten. Dabei hat jeder Reiter und jede Reiterin nur wenige Minuten Zeit, um sich auf seinen vierbeinigen Sportpartner einzustellen. Danach heißt es stets sein Bestes geben, um sich gegen die anderen beiden Reiterinnen und Reiter auf dem jeweiligen Pferd durchzusetzen.

Die DHM ist jedes Jahr das Highlight für Studentenreiterinnen und -reiter aller Generationen. Aus ganz Deutschland kommen Aktive und Altakademikerinnen und -akademiker zusammen um gemeinsam ein Wochenende voller spannendem Sport, Emotionen und nicht zuletzt auch abwechslungsreichem Rahmenprogramm zu verbringen. In diesem Jahr sollte es besonders spannend werden: Klare Favoriten hatten sich im Vorfeld herauskristallisiert, so hatten München, Mainz, Paderborn und Münster die Vorrundenturniere klar dominiert; aber auch die vorab qualifizierten erfolgreichen Teams der vorherigen Saison – Ulm, Hannover, Duisburg-Essen und Vorjahressieger Marburg hatten bereits ihr Können unter Beweis gestellt.

Nachdem am Freitag in der Dressur und am Samstag im Springen die Grundsteine gelegt waren, wurde es knapp auf den oberen Plätzen: nur drei Teams dürfen, so besagt es das Regelwerk, am Sonntag im Mannschaftsfinale um die Medaillenränge kämpfen – fünf Teams hatten an beiden Tagen nahezu gleiche Leistungen abgeliefert: Mainz, Paderborn, Ulm, Duisburg-Essen und Marburg. Die Verkündung, die wie üblich auf dem großen DHM Ball stattfand, wurde dementsprechend zur Zitterpartie. Am Ende hatten drei Uni-Mannschaften Grund zum Jubeln und Feiern: Ulm, Duisburg-Essen und Marburg durften am Sonntag noch ein letztes Mal in beiden Disziplinen in den Sattel steigen um die Karten neu zu mischen!

Bereits nach der Dressur war klar, dass dies erneut eine knappe Entscheidung werden würde: Ulm und Marburg hatten mit hohen Mannschaftsnoten vorgelegt, beide Teams trennten nur 0,3 Punkte voneinander – weniger als ein Fehler im Parcours also. Im entscheidenden L-Springen fiel zunächst bei jedem Reiter eine Stange – der Abstand blieb knapp. Zum Abschluss hatte es Simon Heinzelmann aus Ulm in der Hand, doch eine Unstimmigkeit mit dem ihm zugelosten Pferd ließen den Traum von Mannschaftsgold platzen. Nachdem auch die letzte Duisburger Reiterin nicht fehlerfrei ins Ziel kam war die Zerreißprobe für die Nerven beendet und Marburg konnte sich als Gastgeber und Titelverteidiger alter und neuer deutscher Hochschulmeister nennen!

Für die Mannschaft aus Ulm reichte es wie im letzten Jahr zur Silbermedaille, Duisburg-Essen freute sich über Bronze.

Nach dem Krimi um die Mannschaftsmedaillen standen noch zwei Entscheidungen aus: die Einzelfinals in Springen und Dressur. Im Springfinale, ausgetragen in zwei Runden auf S-Niveau setzte sich die Iserlohnerin Carina Schlief knapp gegen ihre Kontrahentin Jenny Gerhards aus Aachen durch, die beiden trennte am Ende ebenfalls lediglich ein Springfehler. Bronze ging an den Marburger Justus Ohde.

Auch in der Dressur blieb es eine DHM der knappen Entscheidungen, hier konnte sich nach Pflicht und Kür mit einem Zehntel-Punkt Vorsprung Elisa Abeck aus Duisburg an die Spitze setzen und Justus Ohde auf den zweiten Platz verweisen. Hier ging die Bronzemedaille an Liesa Schaller von der Uni Münster.

Nach zwei Medaillen aus zwei Disziplinen war Justus Ohde aus Marburg der Titel in der Kombinierten Wertung nicht mehr zu nehmen, hinter ihm reihten sich die Mainzerin Pauline Marzik (Silber) und die Bremerin Anne Lubina ein, die in beiden Disziplinen an den Vortagen ebenfalls vordere Platzierungen erreicht hatten.

Die ausrichtende Uni Marburg kann sich nun nicht nur über eine gelungene Titelverteidigung und das Bewältigen der Mammutaufgabe „Organisation einer DHM“ freuen, sondern durch den Sieg auch über die direkte Qualifikation für die DHM 2018.

Die DHM Reiten wurde im Rahmen des adh-Wettkampfprogramms vom Gesundheitspartner Die Techniker unterstützt. Alle Ergebnisse finden Sie hier.

Ansprechpartner

Malin Hoster

Tel.: +49 6071 2086-13

Fax: +49 6071 2075-78

hoster(at)adh.de

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