Tandem-Mentoring A-Z

Was ist Tandem-Mentoring?
Frauen und Männer, die eine Führungsposition innehaben, begleiten und unterstützen junge Menschen in ihrer Lebens- und Karriereplanung, indem sie diese an ihren Erfahrungen und Kontakten teilhaben lassen. Im Gegensatz zum Coaching und anderen käuflichen Beratungsleistungen handelt es sich beim Tandem-Mentoring um eine rein freiwillige und unbezahlte Beziehung.

Warum gibt es Tandem-Mentoring für junge Frauen im Sport und Hochschulsport?
Bis heute sind Frauen in Gremien des adh, in Hochschulsporteinrichtungen sowie in Entscheidungs- und Führungspositionen des Organisierten Sports deutlich unterrepräsentiert. Tandem-Mentoring soll dazu beitragen, die berufliche Chancengleichheit zwischen Frauen und Männern herzustellen.

Warum wird Tandem-Mentoring im adh angeboten?
Der adh betreibt seit den 1980er Jahren aktive Frauenpolitik, die u. a. die Sichtweisen und die Situationen von Frauen in allen Bereichen des (Hochschul-)Sports in den Blick rückt und der Vernetzung der Frauen dient. Die Basis für eine gezielte Förderung von Frauen im Hochschulsport stellt der adh-Frauenförderplan dar, der einen wichtigen Beitrag auf dem Weg zur Gleichberechtigung zwischen Männern und Frauen leistet.
Tandem-Mentoring wird im adh als eine ideale Möglichkeit betrachtet, Nachwuchskräfte zu fördern und insbesondere Frauen mit Arbeits- und Kommunikationsstrukturen von Entscheidungsgremien vertraut zu machen.

Wer kann am adh-Projekt Tandem-Mentoring teilnehmen?

  • Sportreferentinnen sowie Studentinnen mit Hochschulsportbezug, die den Einstieg ins Arbeitsfeld Hochschulsport anstreben
  • Junge, hauptamtliche Mitarbeiterinnen, die im Hochschulsport engagiert sind und sich eine weitere Perspektive eröffnen wollen
  • Mentorinnen und Mentoren können Frauen und Männer sein, die eine Führungsposition im Hochschulsport bzw. Sport innehaben und dem Hochschulsport nahe stehen
  • Mentee und Mentorin bzw. Mentor arbeiten als Tandem zusammen

Wie werden die Tandems gebildet?
Grundsätzlich werden Mentorinnen und Mentoren gezielt für die jeweiligen Interessen und Bedürfnisse der Mentees gesucht. Für Mentees und Mentoren besteht aber auch die Möglichkeit, eigene Partner in das Programm einzubringen. Aber: Die Tandems dürfen in keinem Arbeitsverhältnis zueinander stehen, da das direkte hierarchische Verhältnis zu hemmenden Konflikten führen kann.
Eine Matchingveranstaltung vor Projektbeginn ermöglicht ein unverbindliches Kennenlernen aller Mentees und Mentoren und vereinfacht somit den Findungsprozess. Ein Gespräch zu Zielen und Realisierungsmöglichkeiten mit den potenziellen Tandems vor dem Projektstart führt eine endgültige Entscheidung zur Zusammenarbeit der Paare herbei.
Die Tandems kommunizieren mindestens einmal im Monat. Mindestens alle zwei Monate treffen sich die Tandems an einem gemeinsamen Ort. Darüber hinaus besuchen sie begleitende Workshops und Seminare zur Weiterqualifizierung und Prozessbegleitung.

Was können Arbeitsschwerpunkte der Tandems sein?
Inhalte der Kooperation sollten u. a. sein:

  • Der Austausch zu zentralen Fragen der Studien-, Berufs- und Lebensplanung
  • Die Herstellung von Kontakten im Bereich des Hochschulsports und zu anderen Entscheidungsträgerinnen und -trägern im Sport
  • Einblicke in hauptberufliche Tätigkeitsfelder der Mentorin bzw. des Mentors
  • Einblicke in die ehrenamtlichen Tätigkeitsfelder der Mentorin bzw. des Mentors
  • Die beratende Begleitung eines konkreten Projekts der Mentee

Ansprechpartner

Benjamin Schenk

Tel.: 06071-208614

Fax: 06071-207578

schenk(at)adh.de

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