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Kategorie: 2010, Tandem

Tandem-Abschlussveranstaltung in München

29.10.2010

"Neubeginn statt Abschied" lautete das Motto der Tandem-Abschlussveranstaltung am 15. und 16. Oktober in München.

Die Mentees, Mentorinnen und Mentoren aus dem aktuellen Tandem-Projekt kamen noch einmal zusammen, um gemeinsam auf die „anstrengenden Berg- und die lohnenden Talfahrten“ der letzten anderthalb Jahre zurückzublicken und das Projekt - zumindest offiziell - zu beenden.

Dass diese Abschlussveranstaltung an einem ganz besonderen Ort stattfinden konnte, hatten alle Beteiligten dem Einsatz des Münchner Tandems bestehend aus Manfred Utz (Leiter des Zentralen Hochschulsports TU München) und Katrin Obermeier (Manager Events, Bewerbungsgesellschaft München 2018 GmbH) zu verdanken.

Inmitten des Olympiaparks – in den Räumlichkeiten des Münchener Hochschulsports – wurden die Teilnehmenden von Andrea Wolfrum (Mitarbeiterin ZHS München), den Projektteam-Mitgliedern Michaela Röhrbein (Leiterin Zentrum für Hochschulsport Hannover), Julia Töws (Leiterin des Hochschulsport DHBW Stuttgart) und Tina Winkelmann (Mitarbeiterin Zentrum für Hochschulsport Hannover) sowie Ebba Koglin (adh-Jugend- und Bildungsreferentin) begrüßt und anschließend in den Bann der Bewerbung für die Olympischen Winterspiele 2018 gezogen.

Stephanie Anders (Bewerbungsgesellschaft München 2018, Head of Bid Books Coordination) brachte Licht in den „Bewerbungs-Dschungel“ und erläuterte dabei nicht nur den zeitlichen und inhaltlichen Ablauf der Bewerbung einer „Candidate City“ für Olympische Winterspiele, sondern gab auch Auskunft über die Zusammensetzung der Bewerbungsgesellschaft und des IOC sowie über die Entscheidungswege der einzelnen Instanzen und Organe. Auch das umfassende und vor allem nachhaltige Sportstättenkonzept wurde den Gästen, die aus ganz Deutschland angereist waren, näher gebracht. Im Anschluss an seinen Vortrag führte Michael Vogt (Head of Venue Planning, ARGE München 2018 AS&P/ PROPROJEKT) die Teilnehmenden durch den Olympiapark und forderte die Vorstellungskraft aller heraus. Mit den Worten „Ich persönlich halte die Bewerbung für sehr aussichtsreich und wir alle wünschen Ihnen viel Erfolg. Wir sind Feuer und Flamme für München 2018!“ verabschiedete sich Bernd Lange (Leiter Hochschulsport CAU Kiel) von Stephanie Anders und Michael Vogt und alle Anwesenden stimmten mit großem Beifall ein.

Nach dem Resümee der mittlerweile vier Projektdurchläufe Tandem durch Michaela Röhrbein am nächsten Morgen berichtete Julia Töws als ehemalige Mentee von ihrer persönlichen Erfahrung, wie es nach dem Projekt weitergehen kann. Sie hatte im Rahmen des Tandem-Projektes eine Partizipation der Studierenden der BA Stuttgart am Hochschulsport der Universität Stuttgart erwirkt. Im Sommer 2009 wurde an der BA dann eine Stelle für Hochschulsport eingerichtet und Julia ist dort nun seit einem Jahr tätig. Seit August dieses Jahres hat sie auch die Leitung übernommen. Was könnte die Mentees mehr motivieren??

Ebba Koglin stellte anschließend das Personalentwicklungskonzept des ACPE vor, das gemäß der Analyse der Hochschulsport-Mitarbeitendenstruktur der adh-Mitgliedshochschulen entwickelt wurde. Die Ergebnisse der Analyse demonstrieren innerhalb der nächsten zehn Jahre eine bundesweit erhebliche altersbedingte personelle Veränderung in Hochschulsporteinrichtungen. Das Konzept sieht vor, den Schwerpunkt in den nächsten zwei Jahren auf die strukturierte Förderung - insbesondere des weiblichen aber auch des männlichen - Führungskräftenachwuchses zu legen und das Tandem-Projekt dann dem neuen Turnus folgend wieder in zwei Jahren fortzuführen. Es folgte eine angeregte konstruktive Diskussion, die mit der Frage von Henning Schreiber an die Mentees: „Wer kann sich nun von Euch vorstellen perspektivisch eine Führungsposition zu übernehmen“, mündete.

In den kreativ gestalteten Abschlusspräsentationen, die die gesamten letzten eineinhalb Jahre im Schnelldurchlauf Revue passieren ließen, wurde eines deutlich: Alle haben sich unglaublich weiterentwickelt. Daniela Franck (Studentische Mitarbeiterin Hochschulsport Konstanz) und Gerd Kohl (Leiter des Hochschulsports, Uni Konstanz) schritten Ihre Entwicklungsstationen an einem langen Kletterseil ab. Carolin Hartwig (ehemals Studentische Mitarbeiterin Hochschulsport Münster) hat während des Projekts ihr Studium abgeschlossen, ein Praktikum bei Ihrem Mentoren Henning Schreiber im Innenministerium von NRW gemacht und den Berufseinstieg beim Kreissportbund Emsland erfolgreich gemeistert. Daniela Hoyer (Uni Hamburg, studentische Mitarbeiterin Hochschulsport Hamburg) ist in den studentischen Vorstand gewählt worden und führt im so genannten „Tandem Küste“ mit Bernd Lange (Leiter Hochschulsport CAU Kiel) das Ranking der persönlichen Treffen an. Dr. Petra Bischoff-Krenzien (Leiterin Hochschulsport Potsdam) ermöglichte ihrer Mentee Carina Matthaei (Übungsleiterin im Hochschulsport Kassel, Mitglied im ACPE) nicht nur einen Einblick in die Vorbereitungen zur Perspektivtagung in Potsdam sondern ergänzte mit ihr sogar temporär das Team vor Ort. Das „internationale Tandem“ bestehend aus der Mentorin Dr. Verena Burk (Institut für Sportwissenschaften Uni Tübingen, Mitglied des Exekutivkomitees der FISU) und Jetta Leena Ramcke (Studentische Mitarbeiterin Hochschulsport Hamburg, Vorstand Wettkampf adh) traf sich passender Weise auf Veranstaltungen des Weltverbandes, beispielsweise in Belgrad bei der Sommer-Universiade oder beim FISU-Forum in Vigo. Uli Weber (Mitarbeiter Hochschulsport RWTH Aachen) und Maren Schulze (Studentische Mitarbeiterin Hochschulsport Oldenburg) kamen etwas später auf die gemeinsame Tandem Strecke, wo sie dann aber richtig gut in Fahrt gekommen sind und sich die persönliche und berufliche Weiterentwicklung von Maren als Ziel gesetzt hatten.

Als Andenken an die Zeit im Tandem und als Wegweiser für die Zukunft bekamen die Mentees vom Projekt-Team einen Kompass geschenkt, an dem ein Kreuzknoten als Symbol für die Tandem-Paare befestigt war. „Der Kreuzknoten verbindet zwei gleich starke Leinen miteinander. Wie alle seemännischen Knoten lässt er sich einfach und leicht knoten, hält unter Zug zuverlässig und sicher und lässt sich bei Entlastung einfach wieder lösen. Wird der Kreuzknoten jedoch einseitig belastet, „kippt er um“, erklärt Tina Winkelmann zum Abschluss.

In einer Sache waren sich am Ende alle einig: Offiziell ist das Tandem-Projekt 09/10 in München zwar zu Ende gegangen – weitergehen wird es aber für alle im großen „Tandem-Netzwerk“!

Weitere Fotos von der Abschlussveranstaltung finden Sie in unserer Bildergalerie!

 

Ansprechpartner

Julia Beranek

Tel.: 06071-208613

Fax: 06071-207578

beranek(at)adh.de

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