Stürmische DHM Rudern in Bad Lobenstein
08.07.2012
Vom 29. Juni bis 1. Juli 2012 fand die 65. DHM Rudern auf dem Bleichloch Stausee statt. Die Gesamtwertung gewann die WG Hamburg vor der TU Dresden. Auf Platz drei folgt die WG Bremen.
Unter der Schirmherrschaft des Rektors der Friedrich-Schiller-Universität Jena, Prof. Dr. Klaus Dicke, organisierten der Hochschulsport der Uni Jena und der Ruderverein Bad Lobenstein eine aus vielen Gründen unvergessliche DHM. Mit 500 angemeldeten Aktiven konnten sich die Ausrichter über einen neuen Melderekord freuen. Von Freitag bis Sonntag wurden 24 Rennen ohne Zwischenfälle über die 1000 m Strecke durchgeführt. Im fortgeschrittenen, sportlich ambitionierten Bereich kämpften 43 Hochschulen um eine gute Platzierung.
Den Auftaktsieg im Rennen W4- machte die Wettkampfgemeinschaft (WG) Bremen. Für WG sollten noch zwei weitere Goldmedaillen folgen. Unter anderem für den M4x, der sich in einem 15 Boote-Feld auf einem hohen sportlichen Niveau durchsetzen konnte und sich schon zum dritten Mal in Folge die Qualifikation zur Europäischen Hochschulmeisterschaft 2013 in Poznan (Polen) sicherte. Mit steigenden Temperaturen und vielen spannenden Rennen wurde am Samstagabend das Achter- Finale ausgetragen. Zum Schluss lag die WG Aachen eine volle Bootslänge voraus und holte nach 2011 erneut den ersten Platz und sicherte sich so die Nominierung für die EUC.
Unwetter richtet Sachschäden an
Untermalt von Musik wurden am Abend die Sieger des Tages geehrt. Im Anschluss an die Siegerehrung startete dann das gemütliche Beisammensein im großen Zelt an der Regattastrecke. Als die Stimmung ihren Höhepunkt erreicht hatte, stoppte ein plötzliches Unwetter die Feier abrupt. Eine starke Windhose zog direkt über das Regattagelände. Bäume knickten um und stürzten auf Boote, außerdem wirbelten Boote durch die Luft und wurden auf andere geschleudert. Auch der Zeltplatz wurde in Mitleidenschaft gezogen, viele der Zelte stürzten zusammen oder wurden vom Sturm davongetragen. Wie durch ein Wunder wurde niemand verletzt.
Große Solidarität und spannende Rennen am Sonntag
So startet der Sonntag mit gedämpfter Laune und der Schadensaufnahme an den Booten. Durch die hohe Solidarität unter den Hochschulen und den Verleih der unbeschädigten Boote gab es für die Regatta kaum Abmeldungen. Bei wechselhaftem Wetter konnten die Zuschauer spannende Rennen beobachten. Im Frauenachter triumphierte die WG Hamburg vor der WG Bremen, den dritten Platz belegte die Uni Hannover. Den Abschluss des Wochenendes machte das Rennen der Herrenachter, in dem die RWT Aachen den Sieg vom Vortag wiederholen konnte. Auf den Plätzen zwei und drei lagen die WG Hamburg und die TU Dresden.
In der Gesamtwertung, dem Uni-Cup, siegte die WG Hamburg knapp vor der TU Dresden. Auf dem dritten Platz folgt die WG Bremen. Bei den Ausbildungsrennen, bei der Anfängerboote aus den Hochschulsportkursen starten, gewann die WG Münster mit großem Vorsprung den Uni-Pokal. Auf Platz zwei folgte die WG Hamburg vor der Uni Marburg.
Der Dank für die erfolgreich und trotz der Turbulenzen hervorragend durchgeführte DHM gilt dem engagierten Ausrichterteam, dem Regattateam in Bad Lobenstein, der engagierten Wettkampfleitung und allen Helferinnen und Helfern. Allen vom Sturm betroffenen Hochschulen wünschen wir, dass die Schäden an den Booten beseitigt werden können und sich die Kosten hierfür im Rahmen halten.
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