adh-Perspektivtagung: Kreative Lösungen gefragt
01.06.2011
Unter dem Motto „Sportentwicklung und neue Herausforderungen an den Sportstättenbau“ fand die diesjährige adh-Perspektivtagung am 17. und 18. Mai 2011 in Tübingen statt.
Vielerorts sind Angebote des Hochschulsports überlastet, die Hochschulen brauchen neue Sportstätten. An dieser Stelle sind möglichst kreative Lösungen gefragt, denn neben der allgemeinen Versportlichung der Gesellschaft wandelt sich auch deren Sportverhalten. Dies zeigte Prof. Dr. Ansgar Thiel, Direktor des Instituts für Sportwissenschaft der Uni Tübingen, in seinem einleitenden Vortrag „Sport zwischen Trend und Tradition“ bei der Perspektivtagung anschaulich auf.
Dabei wird gerade bei Studierenden die Nachfrage nach neuen und zeitlich flexiblen Sportangeboten, die einen Ausgleich zum Studium darstellen, immer größer. „Die vorhandenen Sportanlagen halten mit diesen Anforderungen nicht mehr Schritt“, erläuterte adh-Vorstand Nico Sperle. Ein außergewöhnliches Beispiel wie durch kreative, unkonventionelle Ideen neue Sportstätten geschaffen werden können, präsentierte Dieter Thiele vom Hochschulsport Paderborn im Rahmen des Innovationsforums. Dort hat der Hochschulsport einen Baumarkt in eine Multifunktionshalle umgebaut.
Workshops und persönlicher Austausch stehen im Vordergund
Innerhalb der anderthalbstündigen Workshops erhielten die Teilnehmenden anschließend die Gelegenheit sich intensiv zu verschiedenen Themen der Sportentwicklung und deren Konsequenzen für den Hochschulsport auszutauschen, bevor es dann mit Stocherkähnen über den Neckar zum gemeinsamen Abendendessen ging.
Wie die einzelnen Schritte von der Idee über die Planung, die Konzeption und die Finanzierung bis hin zum Bau von Sportanlagen aussehen sollten, erläuterten zu Beginn des zweiten Tages die Experten von SportConcept- Sportstätten für die Zukunft GmbH, Cathrin Dietz und Immo Scholze. Workshops zu den Schwerpunkten Planungshilfe, Finanzierungsmodelle und zur politische Durchsetzung von Sportstättenentwicklungsplanungen rundeten den zweiten Tag ab. Konsens herrschte zum Ende der Perspektivtagung bei allen Beteiligten: „Wir müssen unser kreatives Potenzial für die Zukunft des Hochschulsports und seine Sportstätten nutzen!“ Doch mit Tagungsende soll der fachlichen Austausch mit den Kolleginnen und Kollegen nicht beendet sein: adh-Bildungsvorstand Dr. Arne Göring präsentierte die auf der adh-Website neu integrierte Innovationslandkarte, die künftig über innovative Projekte aus dem Hochschulsport unter anderem auch zur Sportstättenentwicklung informieren soll. Ziel ist es, damit die Vernetzung der Hochschulsportmitarbeitenden zu verschiedenen Themen zu unterstützen.
Studierende übernehmen die Veranstaltungsorganisation vor Ort
Organisiert wurde die zweitägige Tagung inklusive des Rahmenprogramms vom Tübinger Institut für Sportwissenschaft. Hierfür waren 24 Bachelor-Studierende der Profile Sportmanagement und Sportpublizistik im Seminar „Sport konzipieren, organisieren und evaluieren“ unter der Leitung von Dr. Verena Burk verantwortlich. Im Rahmen einer sechsmonatigen Planungsphase lernten die Studierenden die wichtigen Abläufe und Organisationsschritte kennen, die für die Planung und Realisierung einer solchen Veranstaltung von Bedeutung sind. Ein herzliches Dankeschön für die gelungene Tagung geht an das Organisationsteam um Dr. Verena Burk, den Hochschulsport und dessen Leiterin Ingrid Arzberger sowie an die Moderatorinnen und Moderatoren der Workshops. „Die Tübinger Kollegen haben die Latte sehr hoch gelegt“, resümierte Gerd Kohl von der Uni Konstanz, der mit seinem Team die Perspektivtagung 2012 am Bodensee ausrichten wird.
Bilder von der Perspektivtagung
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